Kahlschlag für das Klopapier

Wie sieht es angesichts der fort schreitenden Globalisierung und den damit verbundenen Zwängen mit der Umwelt in FIN aus? Stichwörter: AKW`s, Holzwirtschaft, Papier- u. Zellulose Herstellung, zunehmende Industriealisierung...

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sunny1011
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von sunny1011 » 16. Jun 2007 22:18

Der finnische Wald wächst angeblich so gut, dass 72 m3 ( ? ) jährlich in den kommenden 10 Jahren abgehölzt werden können.
Puusto kasvaa kohisten Suomessa
Julkaistu 15.06.2007, klo 09.32 (päivitetty 15.06.2007, klo 10.57)

Suomen puusto kasvaa niin hyvin, että metsää on hakattavissa reilusti enemmän kuin sitä on tarpeen kaataa, ilmenee Metsäntutkimuslaitoksen tiedoista. Metsien puumäärä riittääkin hakkuiden lisäämiseen teollisuuden puuntarvetta vastaavasti.

Metsäntutkimuslaitos on laskenut puuston kasvun lisääntyneen kaikkien metsäkeskusten alueilla, voimakkaimmin Etelä-Savossa.

Suomessa voitaisiin hakata seuraavan kymmenen vuoden aikana kestävästi 72 miljoonaa kuutiota puuta vuodessa, mikä vastaa metsäteollisuuden vuosittain käyttämän kotimaisen ja ulkomailta tuodun raakapuun määrää. Toteutuvia hakkuita on kuitenkin keskimäärin vain 56 miljoonaa kuutiota vuodessa.

Valtakunnan metsien inventoinnin perusteella maan puuston kokonaistilavuus on nyt yli kaksi miljardia kuutiometriä ja vuotuinen kasvu liki sata miljoonaa kuutiota. Tilavuuden lisäys on mäntyä ja lehtipuuta.

Kestävät hakkuumahdollisuudet lisääntyivät seitsemän miljoonaa kuutiota vuodessa, kun metsänkäsittelysuosituksia muutettiin viime vuonna.

Tarkempaa tietoa metsien inventoinnista, metsien tilasta ja niiden käytöstä Metsäntutkimuslaitoksen Metsätietopalvelussa.
YLE Uutiset

Ob manche von der Idee so begeistert sind ?(
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Syysmyrsky » 16. Jun 2007 22:27

Wenn man die 72 m³ noch mal 10^6 nimmt, dann stimmt's wieder ;)
Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln.

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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Sapmi » 16. Jun 2007 22:36

@Syys: hatte auch gerade überlegt... ;)

Joo, Hauptsache der Rubel rollt, äh, der Oiro. :D
:rolleyes:
Ist doch alles nur Makulatur, um was für Wald handelt es sich denn da? Da wird wieder nur nach ökonomischen Gesichtspunkten gerechnet: wieviel können die entsprechenden Firmen am Wald verdienen und wie lang. Mehr nicht.
Zuletzt geändert von Sapmi am 16. Jun 2007 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Sapmi » 17. Apr 2008 17:43

Ach, stimmt ja, wir haben ja schon einen Thread mit dem Thema. :mrgreen:

Hier nochmal eine Zusammenfassung der Problematik auf Deutsch (Juli 2007):
Finnischer Staat kolonisiert Saamiland: Illegale Abholzungen und Menschenrechtsverletzungen bei den Samenvölkern


Finnlands Gesetze (”Finland’s Reindeer Husbandry Act“) verbieten Forstoperationen, die „substantiellen Schaden“ in rentierhaltenden Regionen verursachen. Obwohl ein extensiver Holzeinschlag in diesen Gegenden in der gesamten Nachkriegsära die Regel war, wurden zu keiner Zeit Untersuchungen über die praktische Bedeutung des Begriffes „substantieller Schaden“ durchgeführt.
In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass Holzeinschlag einen deutlich negativen Einfluss auf den Zustand von Winterrentierweiden hat. Die Flechtenbestände, die die Rentiere im Winter abweiden, benötigen fast ein Jahrhundert, um sich nach einem Kahlschlag zu erholen. Das Vorhandensein von Flechten im späten Winter ist entscheidend für die Freilandhaltung von Rentieren, wie es von den indigenen Samenvölkern praktiziert wird. Freilandhaltung von Rentieren hingegen ist ein fundamentales und international anerkanntes Element der Sami-Kultur und Identität.

Die kulturellen Rechte der Samen als indigene Völker sind durch die finnische Verfassung anerkannt worden. Finnland hat die UN-Konvention für zivile und politische Rechte unterzeichnet, die jedes Land verpflichtet, Minoritäten das Rechte auf Ausübung ihrer eigenen Kultur zuzugestehen.
Man mag sich nun fragen, ob kontinuierlicher Holzeinschlag in den Gebieten der Samen die finnische Verfassung und die internationalen finnischen Menschenrechtserklärungen verletzt.

Im November 2005 sandten Sami-Rentierhirte Kalevi Paadar und seine zwei Brüder eine Beschwerde an das UN-Menschenrechtskomitee, in welchem er eine Beendigung der Entwaldungsoperationen in den Rentierwäldern der Samen verlangte. Das Menschenrechtskomitee seinerseits bezog sich in seiner Antwort besonders auf den Aspekt, dass die Entwaldungsoperationen die Kläger von einer Fortführung ihres bisherigen Lebensweise und der Ausübung ihrer Kultur abhalten würden.
Die finnische Öffentlichkeitsdebatte ließ diese dramatische Intervention durch die UN-Agentur jedoch größtenteils unbeachtet. In derselben Weise wurde auch die Aufmerksamkeit von der bislang noch immer ungelösten Landrechtsfrage der Samen abgelenkt, für die der UN-Menschenrechtsreport von 2003 eingetreten war. Somit wurde jegliche Form, diesbezüglich eine Lösung zu finden, verhindert.

Kontinuierlicher Holzeinschlag in den umstrittenen Waldgebieten kann als eine ähnliche Handlungsweise angesehen werden. Die ungelöste Landrechtsfrage ist auch ein Grund, warum Finnland nicht die ILO-Konvention von 1989 unterzeichnen konnte, die die Rechte der indigenen Völker anerkennt. Wenn die Landrechtsfrage schließlich gelöst wird, besteht eine echte Gefahr, dass sich herausstellen wird, dass Finnlands Regierung sich an ungesetzlichen Holzeinschlagsaktivitäten auf Landflächen betätigt hat, die ihr nicht gehören.
In Bezug auf nachhaltige Nutzung natürlicher Resourcen, mögen wir uns auch Fragen, ob es irgendeine Rechtfertigung geben kann für das Fällen jahrhundertealter Nadelbäume, lediglich um Zellulosepulpe herzustellen oder Eisenbahnschwellen.

Die finnische Regierung ist in Entwaldungsoperationen in Sami-Regionen nicht nur als Holzfäller und – verkäufer, sondern auch als ein Konsument von Nutzholz beteiligt.

Das meiste Holz, das zwischen 100 und 300 Jahre alt ist, wird in den Pulpe- und Zellulosemühlen von Stora Enso verarbeitet. Die finnische Regierung besitzt 40% dieser gigantischen Pulpe- und Papierkorporationen. Neunzig Prozent des gesägten Nutzholzes aus dem Gebiet gehen zur Peuravuono Sägemühle der Vapo Korporation. Die finnische Regierung ist auch der größte Teilhaber dieser Gesellschaft.
Die finnische Regierung hat sich bislang beständig geweigert, den Samenvölkern autonome Landrechte in Nordlappland zuzugestehen, hat deren Rechte marginalisiert und als eine lokale Angelegenheit abgetan. Dies resultierte in einer größeren internen Krise für die lokale Bevölkerung. Opponenten des Holzeinschlags, wie Sami-Rentierhirten und Naturschutzaktivisten, wurden beträchtlichen Schikanen ausgesetzt. Insbesondere Greenpeace -Aktivisten und ihre Verbündeten mussten sogar körperliche Bedrohungen und Einschüchterungen hinnehmen bis hin zu Körperverletzungen. Es war daher überaus verblüffend, den Leiter der finnischen Polizeibehörde Sepp Nevala im Lappland Radio im Frühling 2006 zu hören, der seine äußerste Sorge darüber ausdrückte, dass es „die Bereitschaft von Greenpeace“ sei, „sich an ungesetzlichen Aktivitäten zu engagieren und dass er die „gewalttägigen Operationsmethoden“ der Organisation kritisiere.

Während die Situation in Nordlappland zweifelsohne explosiv ist, wird sie nicht verbessert werden, indem NGOs dafür kritisiert werden, dass sie auf diese Probleme aufmerksam machen. Die Aufmerksamkeit sollte hingegen auf die Frage gelenkt werden, ob die stattfindenden Holzeinschlagaktivitäten in Lappland gesetzlich sind. Es sollten keine solche Operationen mehr stattfinden, bis diese grundsätzlichen Fragen gelöst sind.

Wenn dem Holzeinschlag ein Ende gesetzt würde, wäre es die Verpflichtung der Regierung, kontinuierliche Beschäftigungen für einige hundert Arbeiter in der Forstindustrie zu suchen. Hierfür gibt es vernünftige Alternativen, wie zum Beispiel in der Pflege von neu angelegten Baumschulen und in der Entwicklung von neuen Waldnutzungsformen.

Und wenn Forstwirtschaft in einer signifikanten Größenordnung weiter bestehen soll, muss eine angemessene industrielle Nutzung entwickelt werden, die dem Wert und dem langsamen Wachstum von Lapplands Baumbeständen angemessen ist. Das würde nicht nur die Zukunftsaussichten der Rentierhaltung, der Samen-Kultur und von Forst- und Wildnis-Tourismus fördern, sondern auch Finnlands Reputation als einen verantwortlicher Global Player auf der internationalen Bühne stärken.

Über Hannu Hyvönen und Mikko Vartiainen:

Hannu Hyvönen ist Dokumentarfilmer und hat einen Videoreport für die Vereinten Nationen über die Lage von Entwaldungsaktivitäten in den von den Samenvölkern genutzten Wäldern Nord-Lapplands.

Mikko Vartiainen ist Anwalt, spezialisiert auf internationales Umweltrecht.
Am eindrucksvollsten ist allerdings der dazugehörige Film (englisch), den man hier runterladen kann (hat sogar bei mir geklappt, das will schon was heißen :wink: )

Also wenn Ihr mal ein bisschen Zeit habt (ist knapp 60 min. lang), es lohnt sich (ist aber nix für Leute, die keine Kritik am finnischen Staat vertragen :wink: )

http://www.elonmerkki.net/en/load_movie
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Gerhard » 17. Apr 2008 22:00

hab mir den Film runtergeladen, und werde ihn mir diese Tage mal ansehen. Leider habe ich im Moment nicht genügend Zeit dafür.

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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von sunny1011 » 18. Apr 2008 05:22

Sie haben erst vor kurzem gepredigt, dass in Lappland wächst der Wald viel zu schnell und es muss wech. :roll: Es wuchert quasi!
Sapmi hat geschrieben: (ist aber nix für Leute, die keine Kritik am finnischen Staat vertragen :wink: )
Lesen die noch mit? :mrgreen: Huh, ob ich darf...? :wink:

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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Sapmi » 18. Apr 2008 09:01

sunny1011 hat geschrieben:Sie haben erst vor kurzem gepredigt, dass in Lappland wächst der Wald viel zu schnell und es muss wech. :roll:
Dann sollen sie den schnell wachsenden Wald abholzen und den langsam gewachsenen Urwald in Ruhe lassen. :evil:
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Sapmi » 20. Nov 2008 11:51

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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von sunny1011 » 2. Mär 2009 17:45

Ich weiss zwar nicht ob es auf deutschen Klopapier geht, aber unsere wunderschöne Allee wurde ganz abgehölzt. So schön wurde das Ende unserer Sackgasse abgegrenzt, jetzt steht da eine Birke. Und weiter geht die ganze Hauptstrasse entlang. Spinner! :evil:
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von sunny1011 » 29. Mär 2009 21:46

In Helsinki wurde ans Licht gebracht, dass unnötig früh Parkbäume abgehölzt werden.

http://www.hs.fi/kaupunki/artikkeli/Osa ... 5244752566

Schon erstaunlich, dass man immer über "zu alte" Bäume spricht, während man in anderen Ländern gerade auf diese stolz ist. Es ist wahrscheinlich genauso mit der Architektur. :?
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Sapmi » 31. Mär 2009 10:36

Zurück zum Thema finnische Urwälder:
FINLAND
Mediator for forestry dispute?
Former Finnish President Martti Ahtisaari has been proposed as a possible mediator in a deadlocked dispute over the use of forests in northernmost Finnish Lapland.

28.03.09 11:39
Former Finnish President Martti Ahtisaari has been proposed as a possible mediator in a deadlocked dispute over the use of forests in northernmost Finnish Lapland.
“One option would be that a mediation body for environmental disputes would be linked with an existing organisation, such as the office of the National Conciliator. Ahtisaari would be suitable as a mediator," said special researcher Mikko Hyppönen of the Finnish Forest Research Institute (METLA).

Hyppönen has headed a five-year study on the sustainable use of forests in the north of Finnish Lapland. The results of the study were put forward in Saariselkä on Thursday. The study calls for the accommodation of Saami culture with reindeer herding and forestry.

Disputes have continued for years. Currently a case involving three Saami reindeer herders is before the courts.

Reindeer herders want cutting to stop in an area of 37,000 hectares in the Nellim area.

Cutting reduces the amount of the lichen that reindeer eat, and the traditional livelihood of the Saami involving raising reindeer in natural grazing lands. In southern and central areas of the reindeer herding zone, herders have had to resort to widespread artificial feeding.

The Lapland District Court rejected an appeal by reindeer herders in August.

But the United Nations Committee on Human Rights has ordered a moratorium on cutting, saying that it threatens the culture and identity of the Saami. A key question is how forests can be used by industry and still be able to sustain reindeer.

The Helsingin Sanomat says that if "the environmentalists get their way, forests over 140 years old would be left untouched. This would drop the yield from forestry to EUR 250 million. During the same period, reindeer herders would experience growth in earnings of EUR 7 million."
http://www.sikunews.com/art.html?catid=11&artid=6114
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Sapmi » 25. Apr 2009 18:19

In Süd-Finnland gibt's auch ein paar Leute, die den lappländischen Urwald schützen wollen.
Leider nur auf Finnisch: http://saamenmetsa.wordpress.com/
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von sunny1011 » 25. Apr 2009 21:10

Der Süden sollte sich lieber erst um eigene Bäume kümmern. Bei uns wurde soviel auf der Stadtteilhauptstrasse kahlgeschlagen (war wie eine Allee und an der anderen Seite nur Wald) und alle Baumstämme und Äste liegen schon wochenlang ungeordnet auf dem Boden und gammeln im Tauwasser. Ebenfalls kam ein besonders Kluger auf die Idee, Werbung auf jeden zweiten (übriggebliebenen) Baum mit überdimensionalen Metalklammern festzutackern, ob mit Erlaubnis oder ohne, k.A.
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Sapmi » 25. Apr 2009 21:57

sunny1011 hat geschrieben:Der Süden sollte sich lieber erst um eigene Bäume kümmern. Bei uns wurde soviel auf der Stadtteilhauptstrasse kahlgeschlagen
Das ist sicher unschön, aber mit der Abholzung von jahrhundertealten Urwäldern wohl doch nicht richtig zu vergleichen, oder? Also nicht dass ich kein Mitleid mit den Stadtbäumen hätte, selbst dort werden ja z. T. auch recht alte Bäume gefällt, aber die Sache mit dem Kahlschlag der letzten Urwald-Gebiete hat eben doch eine ganz andere Dimension.
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Re: Kahlschlag für das Klopapier

Beitrag von Tenhola » 26. Apr 2009 00:54

Das mit dem Abholzen im grossen Stil ist im Moment recht rückläufig. Seit ein grosser Teil der Papierfabriken geschlossen hat, ist der Holzbedarf stark zurück gegangen. Einer unser Bekannten bangt schon um seinen Job, da er Fahrer eines Holztransporters ist.

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