Erzabbau im Tornedal

Wie sieht es angesichts der fort schreitenden Globalisierung und den damit verbundenen Zwängen mit der Umwelt in FIN aus? Stichwörter: AKW`s, Holzwirtschaft, Papier- u. Zellulose Herstellung, zunehmende Industriealisierung...

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LoW-=*CRC*=-
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Erzabbau im Tornedal

Beitrag von LoW-=*CRC*=- » 5. Nov 2010 10:04

Bezug nehmend auf den Artikel der von Sapmi eingebracht wurde, wollte ich hier die Möglichkeit geben sich diesem Thema zu widmen.
Sapmi hat geschrieben:
Goldgräberstimmung im Tornetal

Der geplante Erzabbau im Tornetal nördlich der Kleinstadt Pajala hat die ersten amtlichen Hürden genommen. Die Genehmigungen für den Abbau von jährlich fünf Millionen Tonnen Eisenerz in der Grube Sahavaara sind erteilt worden. Das Unternehmen Northland Resources will 400 Millionen Euro investieren und bis zu 400 Arbeitsplätze schaffen. Insgesamt ist der Abbau von Eisenerz an drei Standorten im Tornetal geplant, in einer Gegend, die jahrelang von hoher Arbeitslosigkeit und Abwanderung geprägt war. Ein interessantes Projekt, das nun das Interesse des Königshauses geweckt hat. Kronprinzessin Victoria mit Gemahl Prinz Daniel waren im Dorf Kaunisvaara, nördlich von Pajala, um sich über das Vorhaben zu informieren.

Goldgräberstimmung im Tornetal
Der geplante Erzabbau im Tornetal nördlich der Kleinstadt Pajala hat die ersten amtlichen Hürden genommen. Die Genehmigungen für den Abbau von jährlich fünf Millionen Tonnen Eisenerz in der Grube Sahavaara sind erteilt worden. Das Unternehmen Northland Resources will 400 Millionen Euro investieren und bis zu 400 Arbeitsplätze schaffen. Insgesamt ist der Abbau von Eisenerz an drei Standorten im Tornetal geplant, in einer Gegend, die jahrelang von hoher Arbeitslosigkeit und Abwanderung geprägt war. Ein interessantes Projekt, das nun das Interesse des Königshauses geweckt hat. Kronprinzessin Victoria mit Gemahl Prinz Daniel waren im Dorf Kaunisvaara, nördlich von Pajala, um sich über das Vorhaben zu informieren.
Vor dem Haus des Volkes in Kaunisvaara wartet das Publikum, das sind die Vertreter des Bergbauunternehmens Northland Resources, eine Kindergartengruppe mit Schweden-Fähnchen, ein paar Anwohner und die Medien natürlich. Die Stimmung ist festlich, das Wetter recht mild, der Schnee ist tauschwer. Das Team vom Lokalfernsehen Pajala holt mit dem Besen den tauenden Schnee vom Dach, bevor der ihnen auf die Kamera fällt. Der Sicherheitsdienst hat nur direkt über der Eingangstür gekehrt. Direkt gegenüber vom Haus des Volkes wohnt Elov Rantatalo, der das Geschehen auf der anderen Straßenseite mit gewissem Abstand verfolgt.

„Ja das ist schon nett. Aber ich bin kein Royalist. Im Haus des Volkes hing immer ein Foto von Lenin, bis die Leute von der Grube kamen. Die Kommunisten haben ja das Haus des Volkes gebaut. Die sind jetzt aber alle tot.“

Und nun präsentieren die Kapitalisten aus Kanada ihre Pläne für den Abbau von Eisenerz. Karl-Axel Waplan, Konzernchef von Northland Resurses erklärt, dass die Behörden den Erzabbau genehmigt haben, nun gilt es Geld aufzutreiben, auch aus Deutschland: „Wir reden jetzt mit drei Banken über die Projektfinanzierung, gleichzeitig verhandeln wir mit Investoren auf der ganzen Welt. Wir haben Gespräche mit der West-LB und der französischen Société Générale und UniCredit. Wir hoffen, dass die Finanzierung im November unter Dach und Fach ist.“

Ausgerechnet die mit Millionen Steuergeldern gerettete West-LB. Ob sich die Kommunisten im Grabe umdrehen würden? Vor dem Haus, das sie erbauten, rollt nun jedenfalls der Bus ein mit dem königlichen Gefolge. Kronprinzessin Viktoria tritt als erste auf den nassen Schnee, ein roter Teppich liegt nicht aus, und dann kommt Prinz Daniel dazu, ein wenig unsicher lächelnd. Die vierjährige Nora Isaksson übergibt ihr ein Geschenk und einen Blumenstrauß, der Konzernchef Karl-Axel Waplan begrüßt die Gäste und dann verschwinden sie im Haus des Volkes zum Drei-Gänge-Menü mit Lachs und Kartoffeln. Alle anderen müssen draußen bleiben.

„Eine Mücke aus Zinn“, erzählt Nora habe sie der Kronprinzessin geschenkt. Und was hat Viktoria gesagt? „Danke.“

Probleme des Erzabbaus
Für einen Moment erstrahlt die ganze Szenerie in royalistischem Glanz. Noch etwas verklärt steht Tomas Sevä in seinem traditionellen samischen Kolt am Rande. Er ist Vorsitzender der Sami-Kooperative Muonio mit acht Rentierzüchtern und fast 4.000 Rentieren.

„Dem Kronprinzessinnen-Paar mein Samendorf vorzustellen, das ist schon was ganz Besonderes, das war ein richtiger Höhepunkt. Wir haben erzählt, was der Erzabbau für unseren Betrieb mit sich bringt und die beiden haben sehr interessiert zugehört.“

Die Gruben beanspruchen nämlich Teile des Sommerweidelandes für die Rentiere. Beide Seiten betonen jedoch, dass man eine einvernehmliche Lösung finden werde. Ein weiteres Problem ist der Transport des Erzes in der strukturschwachen Gegend. Und wo sollen die ganzen Arbeitskräfte herkommen? Wo sollen sie wohnen? Unternehmen und Kommune geben sich stets optimistisch. Ein so großes Projekt darf nicht gefährdet werden.

Auf dem Weg zur Grube, die sich gleich auch der Besuch aus dem Königshaus ansehen wird, wohnen Sven und Anita Drugge, 75 und 70 Jahre alt. Zwei von 15 Hausbesitzern, deren Häuser der Grube im Weg sind. Sie müssen wegziehen, bloß wohin und wann, wissen sie nicht. Überhaupt sind die Informationen vom Unternehmen eher spärlich, moniert Sven Drugge:

„Es ist natürlich schwierig umzuziehen, das ist der Nachteil des Vorhabens. Natürlich sind wir froh über die Arbeitsplätze, sonst sterben die Dörfer hier schnell aus. Für uns wäre aber wichtig, bald Näheres zu erfahren. Wir wollen uns ja nicht verschulden, nur weil wir umziehen müssen. Die müssen uns schon ein neues Haus geben.“

Sven Drugge gehört mit drei anderen auch der Grund und Boden, wo sich gerade das erste Grubenloch erstreckt. Die Probebohrungen dort haben Erzvorkommen bestätigt, die 1.300 Meter breit, 700 Meter tief sind mit einer durchschnittlichen Breite von 50 Metern. Laut Gesetz stehen den Grundstücksbesitzern ein Anteil von rund einer Promille der Erlöse zu. Zum Grubenloch kommt nun auch der Besuch vom königlichen Hof. Viktoria und Daniel lächeln noch mal in die Kameras und entschwinden wieder.

Sahavaara, Tapulivuoma und Pellivouma, fremd klingende Namen für den Rest der Welt, für die Menschen im schwedisch-finnischen Tornetal haben diese Ortsnamen plötzlich den verheißenden Klang von Zukunft. Und womöglich wird bald wieder hoher Besuch kommen, wenn dann die ersten Brocken Eisenerz gefördert werden.
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=4155559

Die Umgebung um Pajala und Kolari sind mir gut bekannt, deshalb berührt mich dieses Thema sehr.
Außerdem sollten wir nicht vergessen das es auch auf der Finnischen Seite (Rautuvaara, Hannukainen, Äkäsjokisuu) alte Minen gibt und vorallem finden auch dort Probebohrungen statt.

Schön das Arbeitsplätze geschaffen werden, aber wieviel Mensch verträgt die Natur noch ?!

http://www.northland.eu

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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von sunny1011 » 5. Nov 2010 12:24

LoW-=*CRC*=- hat geschrieben: Schön das Arbeitsplätze geschaffen werden, aber wieviel Mensch verträgt die Natur noch ?!
Sicher um einiges mehr, wenn der Uranabbau erst los geht.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von Omega » 5. Nov 2010 20:32

Die Idee ist nicht mehr als richtig.
Das Vorhaben wird vielen sicher wieder nicht schmecken, bei solchen Projekten üblich, der Markt braucht´s aber. Sonst wird´s so kommen wie zuletzt mit den selten Erden.

Ich weiß ja nicht, ob hier schon mal jemand über den industriellen Tellerrand geguckt hat, was Mensch und Natur betrifft.
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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von Sapmi » 6. Nov 2010 09:25

LoW-=*CRC*=- hat geschrieben: aber wieviel Mensch verträgt die Natur noch ?!
Die übliche philosophische Frage. Ich würde sagen, die Natur verträgt sehr viel, und alles, was sie nicht verträgt, schafft sie sich vom Leib. :mrgreen:

Zum konkreten Fall: Es ist wie immer schwierig, eine optimale Lösung zu finden. Ich find's prinzipiell ätzend, wenn ursprünglich schöne und idyllische Orte oder Gegenden durch sowas verschandelt werden und irgendwie auch ihre Seele verlieren. Andererseits ist es wohl am wichtigsten, was die Einheimischen vor Ort von der Sache halten, denn deren Zuhause/Heimat ist davon betroffen.
In dem Artikel klingt das jetzt natürlich alles so rosig, also mal abwarten, ob da noch andere Stimmen kommen.


@Omega: Was für einen industriellen Tellerrand meinst Du?
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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von sunny1011 » 6. Nov 2010 09:38

Sapmi hat geschrieben: @Omega: Was für einen industriellen Tellerrand meinst Du?
Ich gaube das bewegte sich schon Richtung dem anderen geplanten Abbau, also Atomenergie, vermute ich mal?
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von Sapmi » 6. Nov 2010 12:52

sunny1011 hat geschrieben:Ich gaube das bewegte sich schon Richtung dem anderen geplanten Abbau, also Atomenergie, vermute ich mal?
Vermute ich auch, hab den Satz aber trotzdem nicht verstanden. :mrgreen:
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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von Omega » 6. Nov 2010 13:03

Sehr gut! EINER hat´s erkannt!

Die Leute vor Ort zählen.
Ich finde es immer lachhaft, wenn von Protesten gegen industrielle Projekte berichtet wird. Die Sache hat nur einen Haken: Die meisten Protestanten sind ja noch nicht einmal SELBST davon betroffen. Die reisen aus allen Teilen des Landes an.

Zum industriellen Tellerrand: Ich war zwar nicht direkt dort, aber so nah wie nur möglich. Nikel, Russland. Das ist jenseits von allen Vorstellungen. Im Vergleich zur geplanten Erzgrube ist das um Meilen mehr gegen die Umwelt und Mensch.
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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von sunny1011 » 6. Nov 2010 13:35

Omega hat geschrieben:Die meisten Protestanten sind ja noch nicht einmal SELBST davon betroffen. Die reisen aus allen Teilen des Landes an.
Wenn einer der verpfuschten Reaktoren hoch geht, ist wohl mehr als das Land betroffen. Oder blieb 1986 die Wolke nur im Dorf Tschernobyl (wie es dort aussieht, braucht man nicht zu sagen). Wir hatten 800 km weit weg genug davon mitbekommen, nun ja dank sowjetischer Verlogenheit auch noch deutlich zu spät. Heute auf Gorleben Transport werden 30.000 "Nicht-Betroffene" erwartet. In Finnland ist in gleicher Skala mit einer Handvoll Demonstranten zu rechnen.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von Omega » 6. Nov 2010 14:24

Wir entfernen uns vom eigentlichen Thema.

Zu 1986:
-Als Hauptursachen für die Katastrophe gelten schwerwiegende Verstöße gegen geltende Sicherheitsvorschriften während des Versuches durch die Operatoren sowie die bauartbedingten Eigenschaften,
-außerdem hatte die Betriebsmannschaft Sicherheitssysteme abgeschaltet, um im Bedarfsfall den Versuch wiederholen zu können,
-die automatisch arbeitenden Sicherheitssysteme hätten das ansonsten planmäßig verhindert; wie weit sie – im eingeschalteten Zustand – bei den gegebenen ungeplanten Randbedingungen des Versuchs auch dessen Erstdurchführung oder zumindest den Eintritt einer Katastrophe bei Durchführung verhindert hätten, ist umstritten.

Da liegt für mich MENSCHLICHES VERSAGEN an ERSTER Stelle und dann erst bauliche Mängel.
Zuletzt geändert von Omega am 7. Nov 2010 12:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erzabbau im Tornedal

Beitrag von Sapmi » 6. Nov 2010 20:01

Omega hat geschrieben:Ich finde es immer lachhaft, wenn von Protesten gegen industrielle Projekte berichtet wird. Die Sache hat nur einen Haken: Die meisten Protestanten sind ja noch nicht einmal SELBST davon betroffen. Die reisen aus allen Teilen des Landes an.
Naja, so ganz kann man das aber auch nicht verallgemeinern, das hängt schon auch vom jeweiligen Fall ab. Hin und wieder ist es ja auch so, dass die lokale Bevölkerung (oder zumindest ein Teil davon) protestiert und sich von außerhalb noch welche solidarisch dazugesellen, also warum nicht.
Aber das nur am Rande, denn hier geht's ja konkret um die Sache bei Pajala.

Ok, das mit dem Tellerrand hab ich jetzt auch verstanden, danke. :D

Omega hat geschrieben:Wir entfernen uns vom eigentlich Thema.
Stimmt. D.h. weitere detaillierte Diskussionen zum Thema Atomkraft dann bitte im Thread "Atomkraft in FIN". :wink:
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