Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Du beabsichtigst Deutschland den Rücken zu kehren und willst lieber in Finnland die Mücken zählen? Das will gut bedacht und vorbereitet sein! Hier kommen auch im "Exil" lebende Deutsche, Schweizer und Österreicher zu Wort.

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Vividus
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Vividus »

"Von irgendetwas" Genau. Nur wird niemand in einem öffentlichen Internetforum seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen.
Hansss
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Hansss »

Nur eine kleine Mietwohnung oder ein Zimmer wären machbar.

Das hört mich für mich nach Alptraum an.Unter 50000 € Guthaben ,und ich denke das ist noch zu wenig,sollte man wohl nicht in ein anderes Land ziehen.
Vividus
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Vividus »

LAUTLACH .... Das ist so absurd, was du da schreibst !!! :-)))

1. Millionen Menschen leben weltweit in einer kleinen Mietwohnung. Mehr braucht man als Single (zum Glück) auch nicht.
2. Reden wir über einen Sommerwohnsitz für mich, würde ein Zimmer als Zweitwohnsitz definitiv reichen.
3. Lebe ich gerade in meinem 3.Auswanderungsland, ohne das dafür die absurde Summe von €50.000,- nötig gewesen wäre. Nicht mal meine Auswanderung nach Canada kostete einen 5-stelligen Betrag. Einfach lächerlich deine Vorstellungen.
4. Finde ich diese Diskussion äußerst anmaßend und sie hat nichts mit dem Thema meines Beitrages zu tun.
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Tenhola
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Tenhola »

Vividus hat geschrieben: 24. Jan 2021 16:39 Nur wird niemand in einem öffentlichen Internetforum seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen.
Das ist ja vermutlich auch nicht das, was man wissen möchte, doch ein minimaler Betrag muss ja zum Leben vorhanden sein. Offenlegen musst Du jedoch Dein finanzielles Verhältnis bei den Behörden, wenn Du Dich nach 3 Monaten registrieren lassen willst. Man will sich ja keine Sozialfälle ins Land holen.
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Hansss »

Tenhola hat geschrieben: 24. Jan 2021 17:38
Vividus hat geschrieben: 24. Jan 2021 16:39 Nur wird niemand in einem öffentlichen Internetforum seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen.
Das ist ja vermutlich auch nicht das, was man wissen möchte, doch ein minimaler Betrag muss ja zum Leben vorhanden sein. Offenlegen musst Du jedoch Dein finanzielles Verhältnis bei den Behörden, wenn Du Dich nach 3 Monaten registrieren lassen willst. Man will sich ja keine Sozialfälle ins Land holen.
Genau das meine ich, Es gehört ja auch eine Krankenversicherung,u.s.w. dazu.
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von André »

Ich habe im Lemmenjoki-Nationalpark einen älteren Herrn kennengelernt, einen ungarischstämmigen Österreicher, der als Obdachloser in Wien lebt. Er spart sich von seinen Sozialbezügen Flugtickets irgendwo in die Welt zusammen. Er hat einen alten Rucksack, einen alten Schlafsack und seine sonstigen Habseligkeiten in Plastiktüten untergebracht. Vorort kauft er sich nur Reis und ähnlich günstige Grundnahrungsmittel. Ansonsten bedient er sich an den Resten in den Wanderhütten oder spricht andere Wanderer an. Um vorwärts zu kommen wandert er oder trampt. Das macht er monatelang. Bis er wieder zurück nach Wien möchte. Auf mich hat er einen sehr zufriedenen Eindruck gemacht. Diese Bekanntschaft hat meinen Blick auf das Leben sehr verändert. Man braucht keine bestimmte, größere Geldsumme um woanders hinzugehen. Wir hier in Europa können von den Resten der anderen auch dann noch leben wenn wir wirklich gar nichts mehr haben. Mir ist der Gedanke auch nicht fern irgendwann einmal abzuhauen.
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Vividus »

Tenhola hat geschrieben: 24. Jan 2021 17:38
Vividus hat geschrieben: 24. Jan 2021 16:39 Nur wird niemand in einem öffentlichen Internetforum seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen.
Das ist ja vermutlich auch nicht das, was man wissen möchte, doch ein minimaler Betrag muss ja zum Leben vorhanden sein. Offenlegen musst Du jedoch Dein finanzielles Verhältnis bei den Behörden, wenn Du Dich nach 3 Monaten registrieren lassen willst. Man will sich ja keine Sozialfälle ins Land holen.
"Ein minimaler Betrag"
Ich sehe das so: Will man in ein anderes Land ziehen, sucht man sich entweder vorort zuerst einen Job und eine Wohnung oder man nimmt seine Rente aus dem Heimatland mit und sucht sich vorort eine Wohnung. In beiden Fällen ist der Lebensunterhalt gedeckt.

Und ja, man muss auch in Österreich, wie in jedem anderen EU-Land auch, bei der Ausländerbehörde eine "Anmeldebescheinigung für EU-Bürger" beantragen. Da hatte man mich damals sofort vom Einwohnermeldeamt aus hingeschickt. Hierfür sind o.g. Einkommensnachweise und der Nachweis einer Krankenversicherung notwendig. Das habe ich alles hinter mir. Ohne dieses Verfahren muss man nach 3 Monaten das Land verlassen oder riskiert ein Abschiebeverfahren. Sozialleistungen kann man eh erst nach 5 Jahren Daueraufenthalt beantragen, also wenn man die Daueraufenthaltskarte hat. Vorher hat man keinerlei Anspruch. Versucht man es dennoch aus Unwissenheit, erfolgt sofort das Abschiebeverfahren.

Bezieht man seine Rente aus DE, ist man über die Deutsche Rentenversicherung in DE krankenversichert. In AT muss man sich zusätzlich bei der GKK anmelden und erhält die e-Card. Beiträge zahlt man als Rentner aber nicht an die GKK, sondern nur an die Krankenkasse in DE. Geht man als Renter mit der e-Card in AT zum Arzt, holt sich die GKK das Geld von der Krankenkasse in DE wieder.

Arbeitet man in AT, ist man bei der GKK versichert und alles läuft über den Arbeitgeber.

In jedem Fall ist man also krankenversichert.

Und damit ist auch der von Hansss erwähnte wichtige Punkt der Krankenversicherung beantwortet.
Zuletzt geändert von Vividus am 24. Jan 2021 19:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Vividus »

André hat geschrieben: 24. Jan 2021 18:32 Ich habe im Lemmenjoki-Nationalpark einen älteren Herrn kennengelernt, einen ungarischstämmigen Österreicher, der als Obdachloser in Wien lebt. Er spart sich von seinen Sozialbezügen Flugtickets irgendwo in die Welt zusammen. Er hat einen alten Rucksack, einen alten Schlafsack und seine sonstigen Habseligkeiten in Plastiktüten untergebracht. Vorort kauft er sich nur Reis und ähnlich günstige Grundnahrungsmittel. Ansonsten bedient er sich an den Resten in den Wanderhütten oder spricht andere Wanderer an. Um vorwärts zu kommen wandert er oder trampt. Das macht er monatelang. Bis er wieder zurück nach Wien möchte. Auf mich hat er einen sehr zufriedenen Eindruck gemacht. Diese Bekanntschaft hat meinen Blick auf das Leben sehr verändert. Man braucht keine bestimmte, größere Geldsumme um woanders hinzugehen. Wir hier in Europa können von den Resten der anderen auch dann noch leben wenn wir wirklich gar nichts mehr haben. Mir ist der Gedanke auch nicht fern irgendwann einmal abzuhauen.
Nette Geschichte.

Was mich generell in Auswandererforen stört, ist, dass viele Halbweisheiten verbreitet werden. Es hält sich hartnäckig die Ansicht, dass man einen großen Geldbetrag braucht, um in ein anderes Land zu ziehen. Da kursieren Summen von €20.000,- bis hin zu 100.000,-. Ich habe nach Zahlung meiner Umzugskosten an das Umzugsunternehmen und Zahlung der Kaution für meine Wohnung in Österreich keinen weiteren Cent von meinen Ersparnissen ausgeben müssen. Im Gegenteil, die o.g. Kosten wurden längst wieder angespart.

Es hängt auch immer davon ab, welche Ansprüche man hat, sowohl zu Hause, als auch im neuen Land. Ich habe keine hohen Ansprüche. Viel wichtiger sind mir Ruhe, Natur und Frieden.

Aber wenn solche Summen in Foren genannt werden, werden viele Menschen davon abgeschreckt woanders ihr Glück zu suchen. Stattdessen sitzen sie weiter bei steigendem Frust mit Hartz4 in DE. Nebenbei bemerkt weiß ich von zwei persönlichen Kontakten, dass das Jobcenter die vollen Umzugskosten nach Norwegen und sogar nach Neuseeland bezahlt hatte.

Was ich aber generell jedem Auswanderer sagen möchte: Man gibt nicht nur seine Heimat auf, sondern damit auch ein Stück seiner Identität und gewohnte, liebgewonnene Dinge. Auch Klima und Sprache spielen eine Rolle. Es ist ein weit verbreiteter Glaube, dass woanders alles besser ist. Das man sich aber in vielen Punkten auch verschlechtern kann, erlebe ich leider auch in Österreich. Deshalb würde ich nie wieder hier her ziehen.
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von flaskx »

Mir ist der Gedanke auch nicht fern irgendwann einmal abzuhauen.
Ich träume auch davon. Nur Frau und zwei Kinder und unsere Berufe halten uns hier. Und in der Schule läuft es bei den Kindern gut. Wir können uns über das Deutsche Schulsystem nicht beschweren. Aber danach, wenn die Kinder eigenständig sind. Dann will ich nochmal was erleben und nicht bis zur Rente warten.
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Hansss »

Wenn man Hartz IV bekommt freut sich bestimmt jedes andere Land wenn man kommt und wohl auch nicht arbeiten möchte.Wenn ich auswandern wollte würde ich mich ja nicht verschlechtern wollen und irgendwo in den Wald ziehen.Meine Frage ging in die Richtung ,kann ich mir eine Auswanderung leisten oder möchte ich nur von einer sozialen Hängematte in eine andere?
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Vividus »

Richtig ! Die Arbeitgeber in den beiden Ländern haben sich sogar sehr gefreut, dass sie ihre freien Stellen mit jeweils gut ausgebildeten Deutschen besetzen konnten und die Deutschen waren froh wieder einen Job zu haben !
"und wohl auch nicht arbeiten möchte". Das Jobcenter hätte sicher nicht den Umzug bezahlt, wenn nicht ein Arbeitsvertrag vorgelegen hätte !

Dass es gar nicht möglich ist, von "einer sozialen Hängematte in eine andere" zu gehen, beantwortet schon meine Erklärung bzgl. Umzug nach Österreich. Und auch kein Nicht-EU-Land wird die Einwanderung von EU-Bürgern erlauben, die mit der Absicht kommen Sozialleistungen zu beantragen. Dies ist auch dort nicht möglich.

"Auswanderung leisten kann". Die Frage der Umzugskosten einer Auswanderung dürfte nun auch hinreichend besprochen sein.

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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Tenhola »

Vividus hat geschrieben: 24. Jan 2021 19:51 "Auswanderung leisten kann". Die Frage der Umzugskosten einer Auswanderung dürfte nun auch hinreichend besprochen sein.

"nicht verschlechtern wollen und irgendwo in den Wald ziehen" ... Für jeden naturverbundenen Menschen das Größte !
Auswanderer zahlen die Umzugskosten meistens selbst, sicher aber die Rentner.
Mindestens in Finnland funktioniert das mit dem Wald nicht.

Es gibt wohl Staaten,, welche einen minimalen Betrag verlangen. Wer als Rentner nach Norwegen will, braucht ca.20000€/Jahr (norwg. Minimalrente) + KV.
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Vividus »

So eine Art Minimaleinkommen runtergerechnet pro Monat (egal woraus es besteht = Rente aus DE, Gehalt aus AT, Selbständigkeit), gibt es auch in Österreich, welches man bei der Ausländerbehörde bei der Anmeldung nachweisen muss. Jedoch ging es in der Diskussion davor nicht um ein monatliches Minimaleinkommen, sondern um €50.000,- für was auch immer (absurd). Wie schaltet man eigentlich Nutzer auf Ignor ? :mrgreen:
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Sapmi »

flaskx hat geschrieben: 24. Jan 2021 13:46 Natürlich kann man die Länder D, N, S, Fi, Dänemark miteinander vergleichen. Es kommt nur darauf an, was man und wie man vergleicht. Wenn es nur um die Todesfälle nach 5 Jahren geht, ist ein Vergleich eindeutig und aussagekräftig.
Ja, was die Aussagekräftigkeit erst nach Jahren angeht, stimme ich Dir voll zu. Aber ich finde es eben auch "normal", dass deutlich dünner besiedelte Länder a priori auch prozentual weniger Infektionen und somit auch weniger Todesfälle haben dürften. Oder anders ausgedrückt: Wenn das Virus nicht in China, sondern in Nordlappland zum ersten Mal aufgetreten und identifiziert worden wäre, wäre vermutlich gar keine Pandemie daraus geworden. :wink:
Uns wird immer wieder in der Presse gesagt, wir stehen gut da und wir sind gut durch die Pandemie gekommen. Diese Aussage stimme ich nur teilweise zu.
Ja, da bin ich auch z. T. anderer Meinung. Bin zwar kein Experte, aber trotzdem überzeugt, dass man z. B. im Herbst früher hätte reagieren müssen (bezügl. Maßnahmen). Aber bisher sind wir ja auch erst durch einen Teil der Pandemie gekommen.
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Re: Weniger Corona-Beschränkungen und mehr Freiheit ?

Beitrag von Sapmi »

@Vividus: Oje, das ist ja jetzt eine riesige Diskussion nur um das Geld geworden. Ich finde die Frage zwar auch zunächst normal, aber nicht so sehr in Bezug auf das genaue Vermögen, sondern auf die persönliche Situation im Arbeitsleben: also angestellt, selbstständig (ortsunabhängig?) oder Rentner?
Viikko maastossa antaa enemmän kuin vuosi arkea

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