Preise in Finnland

Hilfe, wo ist mein Geld geblieben? Dinge, die man braucht oder mit nach Hause nimmt: Klamotten, Glas und Porzellan. Oder wie wär´s mit nem zwei Tonnen schweren Specksteinofen im Handgepäck?

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sunny1011
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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 24. Mai 2010 21:21

Klar wird alles auf subjektiven Meinungen beruhen - ist doch jedem seine Kaufentscheidung.

Die technischen Geräte und IT sind sicher ein Thema für sich. Zu einem, auf dem Mist der Entwickler gewachsen, es geht schnell voran. Zum zweiten: reparien ist teurer (oder unverhältnismässig teuer) als neu kaufen, bei Billigware fehlen nach einer Weile gar die Ersatzteile. Zum dritten: heutige Elektrogeräte sind quasi so ausgelegt, dass sie kurzlebig sind - hab ich die Erfahrung gemacht. Wir haben noch eine Waschmaschine, die tut's mit 20+ Jahren - natürlich ein Energiefresser, aber wenn wir eine neue kaufen, wird sie sehr unwahrscheinlich ihre Dienste so tadellos und so lange tun.

Das deutsche Problem wird eher der Wegzug vom Fachhandel und die Flucht ins (überwiegend) deutsche Internet. In Finnland ist es dann eher Internet In- und Ausland. Auch viele Internetshops sind finnisch und fast wettbewerbsfähig. In D ist die Hürde mit der Verwendung der Kreditkarte bei onlineshopping, auch im Inland - da sind die Deutschen viel paranoider, find ich. Viele (im vgl. zu Finnland) besitzen noch nicht mal eine.

Was mir persönlich (derzeit stark in der Krise angestiegen) nicht schmeckt: Werbung - ohne Ethnohumor a la Kaya Yanar - die inländische Dienste anpreist und ausländische madig macht. Ist es denn überhaupt legal? Z.B. der einzig und alleinige Versanddienstleister im Angesicht der Entmonopolisierung wirbt mit zornigen Sätzen "oh, die holländische Logistik, die haben unsere Ware uber die Antillen verschickt, nie wieder! Einheimisch muss es sein". In der anderen Version macht man wieder ein ausländisches Logistikunternehmen an "Was wollen Sie wissen? Welche Nokia? Nokia gibt es nur ein mal - es ist eine Stadt, und sie liefern in Ruoholahti aus?? Einheimische wissen's!" und dritte "Russen haben die Logistikrechnung geschickt, die Ware ist aber nicht da - Betrüger". Ich kann es mir ausmalen, wenn in D solche ungeschminkte Anfeindungen an der Tagesordnung der Werbeslogans zu finden wären.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Svea
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Re: Preise in Finnland

Beitrag von Svea » 24. Mai 2010 21:30

In dem Zusammenhang fällt mir gerade ein: Wo laufen eigentlich die Millionen von Legehennen herrum, von denen Aldi, Netto, Plus, Lidl und Co. die Eier aus Freilandhaltung verkaufen? Aber das ist ein anderes Thema.
Ich habe kürzlich, ich weiß leider nicht mehr wo, eine Rechnung dazu gelesen. Es ist flächenmäßig angeblich alles kein Problem, habe selbst gestaunt (da ich mich früher immer gefragt habe, wo die ganzen Freilandhühner aus Holland untergebracht werden).

Generell stimme ich Peter nicht ganz zu, dass Qualität heutzutage nur bei Lebensmitteln als wichtig erachtet wird und technische Produkte dann nur möglichst billig sein sollen. Klar...für die Masse soll es leider nur billig sein (auch bei Lebensmitteln!), aber es gibt erfreulicherweise auch immer mehr Kreise (wenn auch leider noch viel zu wenige...), die Wert auf die Produktionsbedingungen und Sozialpolitik der Unternehmen achten, von denen sie Produkte kaufen. Vieles kommt ja heutzutage aus Fernost und man weiß eigentlich gar nichts darüber, wie es in den Produktionsstätten dort zugeht. Stiftung Warentest hat zum Beispiel im März 2010 Kamerahersteller diesbezüglich überprüft. Ich denke und hoffe, dass diese Aspekte auch künftig immer mehr Konsumenten interessieren...
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sunny1011
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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 24. Mai 2010 21:42

Wenn es auf unabhängigen Tests und nicht auf Rufmord beruht, ist es gut informiert zu werden.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Preise in Finnland

Beitrag von Peter » 24. Mai 2010 23:06

Svea hat geschrieben: Generell stimme ich Peter nicht ganz zu, dass Qualität heutzutage nur bei Lebensmitteln als wichtig erachtet wird und technische Produkte dann nur möglichst billig sein sollen. Klar...für die Masse soll es leider nur billig sein (auch bei Lebensmitteln!), aber es gibt erfreulicherweise auch immer mehr Kreise (wenn auch leider noch viel zu wenige...), die Wert auf die Produktionsbedingungen und Sozialpolitik der Unternehmen achten, von denen sie Produkte kaufen. Vieles kommt ja heutzutage aus Fernost und man weiß eigentlich gar nichts darüber, wie es in den Produktionsstätten dort zugeht. Stiftung Warentest hat zum Beispiel im März 2010 Kamerahersteller diesbezüglich überprüft. Ich denke und hoffe, dass diese Aspekte auch künftig immer mehr Konsumenten interessieren...
Ja, ich sagte ja, dass es durchaus Verbraucher gibt, die bereit sind, z.B. für gute Qualität, Beratung und Service mehr zu bezahlen. Sicherlich spielen für viele Verbraucher bei der Kaufentscheidung auch die Fertigungsbedingungen oder die Einhaltung von Umweltschutzauflagen, soziales Engagement und dergl. eine Rolle. Dieses Käuferverhalten relativ weniger Verbraucher wirkt sich aber derzeit noch nicht bedeutsam am Markt aus. Die meisten Produkte werden für die breite Masse gefertigt, für die der günstige Preis zählt. Beispiel: LCD-Flachbild Fernseher: Den weitaus größten Absatz finden Geräte der unteren Preisklasse. Das sind bei den Geräten mit 102cm Bildschirmdiagonale die Geräte um 600,- Euro. Man kann aber für ein solches Gerät auch 1500,- Euro und mehr ausgeben. Die Wiedergabequalität ist bei diesen Geräten deutlich besser. Fast alle Hersteller haben da zwei unterschiedliche Serien parallel im Programm: Die preiswerte bzw. billige Linie und die hochwertige teure. Letztere führt aber in den Verkaufsausstelungen von Blödkauf und Co. eher ein Schattendasein. Die leben von der breiten Masse und verkaufen lieber 10 Billiggeräte als ein teures Gerät der Spitzenklasse. Ja, und große Unternehmen leben nun einmal größtenteils von der Masse. Ausnahmen bestätigen da natürlich wie immer die Regel. So hat sich z.B. das alte deutsche Traditionsunternehmen Metz ganz dem betuchteren Verbrauchern verschrieben und fertigt nur Geräte im oberen Preissegment. Aber das ist ein relativ kleiner Hersteller, der einen ebenso kleinen Nieschenmarkt bedient.

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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 2. Jun 2010 17:30

Heutiger Preis von einheimischen Erdbeeren, 250 g Schälchen 5 Euro, Kilopreis also 20 Euro. Powered by Billigkräfte Osteuropa/Asien. :oops: Man ist durchaus bereit für Einheimisches mehr zu bezahlen.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 7. Jun 2010 19:15

Neue finnische Kartoffeln - 5,50 Euro/kg (etwas teurer in den zwei finnischen Ladenketten)
Schwedische - mjam - unter 2 Euro.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Preise in Finnland

Beitrag von saksade » 7. Jun 2010 21:40

sunny1011 hat geschrieben:Heutiger Preis von einheimischen Erdbeeren, 250 g Schälchen 5 Euro, Kilopreis also 20 Euro. Powered by Billigkräfte Osteuropa/Asien. :oops: Man ist durchaus bereit für Einheimisches mehr zu bezahlen.
Nur zum Vergleich. Habe am Samstag die ersten Erdbeeren selbst gepflückt:
< 10 kg Pflückmenge: € 2,32/kg
ab 10 kg Pflückmenge: € 1,96/kg
ab 20 kg Pflückmenge: € 1,68/kg

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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 7. Jun 2010 22:16

Oho :shock: *die sind aber nicht so gut* Ich glaube, in Kulloo sind die Preise gleich, wie im Laden wenn man pflückt. Nehme es mir jedes Jahr vor, aber ich hab Jugenderfahrung beim Sammeln, ob das mein Rücken mitmacht ;) Vielleicht diesmal. In Vantaa jedenfalls wurde mir gesagt, es geht um Freude am pflücken und sattessen, kostete letztes Jahr immer noch 3,5 Euro (wie am Stand in der späteren Saison). Und ganz sicher kein Mengenrabatt.
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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 17. Jun 2010 13:36

Mal Isku Möbelkatalog aus dieser Saison zur Hand - ups, Traumtisch schon wieder 100 Euro teurer geworden (kotimainen :roll: ). Nicht dass es mit 850 Euro schon unverschämt teuer wäre, es ist nun 950...

Bei Arbeitsplatte haben wir einen Fehlgriff gemacht: insgesamt war das erste errechnete Küchenangebot erstaunlich "annehmbar" (!), aber komischerweise die teuerste Arbeitsplatte erwischt, 850 Euro pro Meter (!). Wenn mir noch jemand sagt: "Ihr habt ja soviel Holz, da muss es doch günstiger sein". Ich dreh den Hals um.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 28. Jun 2010 18:54

saksade hat geschrieben:
sunny1011 hat geschrieben:Heutiger Preis von einheimischen Erdbeeren, 250 g Schälchen 5 Euro, Kilopreis also 20 Euro. Powered by Billigkräfte Osteuropa/Asien. :oops: Man ist durchaus bereit für Einheimisches mehr zu bezahlen.
Nur zum Vergleich. Habe am Samstag die ersten Erdbeeren selbst gepflückt:
< 10 kg Pflückmenge: € 2,32/kg
ab 10 kg Pflückmenge: € 1,96/kg
ab 20 kg Pflückmenge: € 1,68/kg
Heute nachgezählt, Saison im Gange, 20 Stück im Schälchen 5 Euro, also 25 Cent pro Stück. Mummon Markka wäre es 1,50 FIM und 30 FIM pro Schale. Literpreise noch selten. Blöde spanische Erdbeeren sind immer noch bei 4 Euro/Liter (250 g?). Schwedische waren etwas günstiger als Finnischen und sind sehr lecker, unterstütze ich gern :elch:
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Re: Preise in Finnland

Beitrag von Peter » 28. Jun 2010 20:59

sunny1011 hat geschrieben:Mal Isku Möbelkatalog aus dieser Saison zur Hand - ups, Traumtisch schon wieder 100 Euro teurer geworden (kotimainen :roll: ). Nicht dass es mit 850 Euro schon unverschämt teuer wäre, es ist nun 950...

Bei Arbeitsplatte haben wir einen Fehlgriff gemacht: insgesamt war das erste errechnete Küchenangebot erstaunlich "annehmbar" (!), aber komischerweise die teuerste Arbeitsplatte erwischt, 850 Euro pro Meter (!). Wenn mir noch jemand sagt: "Ihr habt ja soviel Holz, da muss es doch günstiger sein". Ich dreh den Hals um.
Was hast du dir denn für eine Arbeitsplatte ausgesucht? Marmor? Granit? Der Preis für den laufenden Meter Arbeitsplatte (40mm stark, 60cm tief) in unzähligen Dekoren liegt hier bei Hornbach und anderen Baumärkten bei rund 50,- Euro!

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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 29. Jun 2010 05:46

Peter hat geschrieben:
sunny1011 hat geschrieben:aber komischerweise die teuerste Arbeitsplatte erwischt, 850 Euro pro Meter (!). Wenn mir noch jemand sagt: "Ihr habt ja soviel Holz, da muss es doch günstiger sein". Ich dreh den Hals um.
Was hast du dir denn für eine Arbeitsplatte ausgesucht? Marmor? Granit? Der Preis für den laufenden Meter Arbeitsplatte (40mm stark, 60cm tief) in unzähligen Dekoren liegt hier bei Hornbach und anderen Baumärkten bei rund 50,- Euro!
Finnisches Massivholz, Amerikanische Nuss (wie wenge) - 30 mm aber vom Küchenstudio. Die kostet sicher auch mehr in Deutschland. Bauhaus (fahren gerade wegen Boden- und Deckenzeug hin) hat auch günstigere, klar, vielleicht nicht gleich 50 Euro. Das gute daran, dass die meisten finnischen Küchenstudios würden "Fremdware" verarbeiten, auf jeden Fall Geräte, Armatur, auch Arbeitsplatte, aber ist recht umständlich. Für einen Teil werden wir eine 1 m tiefe Platte brauchen (Fussraum für Theke). Das schliesst schon mal Baumärkte aus. Die erste (bisher vom Service genialste) Beraterin sucht jetzt für uns ein Sondermodell, das wir woanders gesehen haben. Find ich Spitze.

Zweites Küchenstudio war hoffnungslos: Beraterin im Schulalter, das sich auch in der Kompetenz und Beratungswilligkeit gespiegelt hat, schlechteres Türmodel 19.000 Euro (!) bereits mit 25% Preisnachlass (allerdings mit einem 4.000 Euro Gerätepaket) - es sind immer noch knappe 2,5 m * 5 m Ecke... und drei (deutsche Marken-) Geräte (Made in X natürlich) bekommt man viiiel günstiger. Beim ersten war's ohne Geräte, aber gesamt mit Möbel/teure Platte knappe 9.000 Euro, das mich nicht überrascht hat und ist weiterhin unser Favorit. Um 10 Uhr nächster Termin beim dritten und wohl letzten.
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Re: Preise in Finnland

Beitrag von Peter » 29. Jun 2010 07:55

Donnerwetter, das muss ja eine tolle Küche werden! Ich nehme mal an, dass du gerne kochst. Schade, dass wir dieses Jahr nicht nach FIN kommen. Ansonsten hätte ich vorgeschlagen, dass wir nach Fertigstellung der Küche zum Küchentest (Fünf-Gänge-Menü) vorbei kommen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben... :hurra:

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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 29. Jun 2010 12:57

Peter hat geschrieben:Donnerwetter, das muss ja eine tolle Küche werden! Ich nehme mal an, dass du gerne kochst. Schade, dass wir dieses Jahr nicht nach FIN kommen. Ansonsten hätte ich vorgeschlagen, dass wir nach Fertigstellung der Küche zum Küchentest (Fünf-Gänge-Menü) vorbei kommen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben... :hurra:
Kochen - ja :) Wichtig - nicht wirklich. Es muss schon schön und möglichst zeitlos sein, denn an ausgefallenen guckt man sich schnell satt, aber an sich ist das Korpus- und Türmodel einer der Grundmodelle, umso überrascht waren wir von dem Preis, ich denke 10.000 Euro ist schon teuer genug und so muss es auch klappen. Nach oben sind sicher keine Grenzen gesetzt. 5 Gänge Menü mach ich für Gäste besonders gern. Ginge zur Not auch jetzt (sieht wie bei Nomaden aus) ohne Küche, aber da vermisst man schon Hände, weil Abstellfläche gibt es keine bis auf ein vollgestelltes Beistellregal :D
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Re: Preise in Finnland

Beitrag von sunny1011 » 7. Jul 2010 19:13

200 g einheimisches "luomu" (Bio?) Dinkel aus der Region: 5 Euro (kg Preis 20 Euro), normale Mehlsorten in 400 g Tüten 4,50 Euro. :toktok:
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