Finnische Hunde auf Bärensuche

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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Sapmi » 8. Mai 2007 16:46

Klaus schrieb am 08.05.2007 16:43
Da leben wir in Deutschland schon mehr im Einklang mit der Natur,
Na, das nun auch wieder nicht. In D ist's schon irgendwie krasser, da das ganze Land zivilisationsverseucht ist. In FIN gibt's noch Gegenden, wo Bären leben können. Nur wenn sich so'n Petz in die Nähe menschlicher Siedlungen verirrt (weil er vermutlich auch immer mehr Lebensraum einbüßen muss), dann reagieren die Finnen auch keinen Deut besser als Deutsche, d.h. man ist überfordert, weil verblödet. Aah, nö, ich reg mich da doch wieder nur auf. ;)
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Klaus » 8. Mai 2007 17:25

Na, aber du sagst es ja. Hier in Deutschland ist es relativ dicht besiedelt, in Finnland ist es an der Süd- und südlichen und mittleren Westküste wenig anders. In den Alpen, auch in den deutschen Alpen, sowie im Bayerischen Wald (vielleicht noch im Harz), können doch ein paar Bären leben. Das Problem war Bruno halt selbst, wenn er immer die Menschen aufschreckt... Normalerweise schrecken Bären ja vor den Menschen zurück.

Genauso wie die Wölfe, die nun von Osten her wieder zurück in ihre alte Heimat kommen. In der Lausitz hat man total die Panik vor den Wölfen, will sie am liebsten alle erschießen, obwohl die dem Menschen nichts tun. Da hat die Geschichte von Rotkäppchen wohl Wirkung gehabt... :D
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von sunny1011 » 8. Mai 2007 17:30

Finnen sehen Deutschland als führende Nation in der Umweltpolitik. Die EU "erwartet" es regelrecht. Einige Musterbeispiele der Vergangenheit gab's sogar im Wirtschaftsunterricht. Irgendwas ist wohl dran, auch wenn nicht ganz so rosig.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Sapmi » 8. Mai 2007 17:46

Klaus schrieb am 08.05.2007 17:25
In den Alpen, auch in den deutschen Alpen, sowie im Bayerischen Wald (vielleicht noch im Harz), können doch ein paar Bären leben.
...könnten... ;)

Übrigens hatte ich nicht den Eindruck, dass Bruno hätte gefährlich werden können, und wenn er ein bisschen gestört war, dann war er das doch wohl durch die Menschen geworden.

@Sunny: Umweltpolitik ja, kann ich mir auch gut vorstellen, aber das ist ja jetzt wieder ein völlig anderes Thema.
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Klaus » 8. Mai 2007 18:19

Sapmi schrieb am 08.05.2007 17:46
wenn er ein bisschen gestört war, dann war er das doch wohl durch die Menschen geworden.
Nee, das glaube ich nicht. Er war, denke ich, von vorneherein eigensinnig. Wenn er nicht so eigensinnig gewesen wäre, wäre er gar nicht erst von südöstlichen Schweiz bis nach Südbayern gekommen.
Zuletzt geändert von Klaus am 8. Mai 2007 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von sunny1011 » 8. Mai 2007 22:02

Umweltpolitik... hm, wie wär's auch mit Umwelttechnologie, und erst neulich Klimaschutz - hat das nicht alles direkt und indirekt mit Natur zu tun? Oder hab ich was missverstanden? Bin kein Spezialist im Thema. Bei den derzeitigen Klimaschutzfragen und Kyoto wurde auch mit Argumenten gearbeitet, dass Deutschland mit einem guten Beispiel vorangehen muss (wieso auch immer).

Wenn Du jetzt die Tierchen udn Pflänzchen meinst, kann ich mir auch keinen massiven Raub vorstellen (keinen schlimmeren als anderswo; man vergleicht doch gern "nach unten"). Ich finde, dass Deutschland unzählige Naturschutzgebiete besitzt (dienstags, mittwochs im Dritten einschalten), auch einen Wert drauf legt und aktiv mitwirkt (auch finanziell).

Aufmerksam wurde ich auf die Wichtigkeit der Umwelt-Fachsprache Deutsch bei einer Vorstellung eines Sprachprojektes bzgl. Umwelttechnologie, das mitunter von Finnen erstellt wurde, weil in dieser Fachsprache Deutschkenntnisse unentbehrlich sind.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Sapmi » 8. Mai 2007 22:13

@Sunny: da will ich auch gar nicht widersprechen, nur ging's hier ja um die diversen Abschüsse von Bären und das ist meiner Meinung nach ein Problem der überzivilisierten Mentalität, unabhängig vom Land.
In Finnland dürfen ja wenigstens noch Bären leben, aber das auch nur, weil insgesamt mehr Platz ist und sich in den entsprechenden Gebieten niemand von den Bären gestört fühlt (oder womöglich bedroht :rolleyes: )
Hier ist das schon schwieriger, wo sollte das Tier denn "artgerecht" leben? Es gäbe da zwar schon noch ein paar Gegenden (war nicht irgendwann mal die Rede vom NP Berchtesgaden oder so?), aber insgesamt ist hier schon zu wenig Platz. Was allerdings auch kein Grund ist, ein solches Tier zu töten, da waren wir uns wohl alle einigermaßen einig.
Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich im Falle einer Bärenbegegnung keine Behörden informieren würde. :P
In Finnland scheint sowas ja wohl genauso unklug zu sein, also würde ich's dort auch nicht machen. :]
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von sunny1011 » 8. Mai 2007 22:21

Ach so. Klar, das war damals keine Meisterleistung :(
Sapmi schrieb am 08.05.2007 23:13
wo sollte das Tier denn "artgerecht" leben?
Stimmt, im fünften Stock des Plattenbaus in Bochum-Langendreer ist schlecht ;)
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Jürgen » 9. Mai 2007 12:17

Sapmi schrieb am 08.05.2007 22:13
Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich im Falle einer Bärenbegegnung keine Behörden informieren würde. :P
In Finnland scheint sowas ja wohl genauso unklug zu sein, also würde ich's dort auch nicht machen. :]
Kommt darauf an, wie deine Begegnung mit dem Bären ausfällt.
In Finnland sind auch nicht alle Leute erfreut über die Wölfe, denn sie kommen auch in Siedlungsnähe und holen sich z.Bsp. Haus- und Hofhunde als Mahlzeit.
Und ich weiß nicht, ob du ein Kind von einem abgelegenen Grundstück guten Gewissens bis zur Hauptstrasse schicken würdest, wenn sich die Wölfe dort aufhalten.
Tschüß Jürgen

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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von sunny1011 » 9. Mai 2007 12:30

Kürzlich zeigten sie völlig vermöbelte Pferde nach einem Übefall von einem Braunbären in Karelien... Man musste direkt weggucken 80
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von black rose » 10. Mai 2007 21:56

Klaus schrieb am 08.05.2007 17:25
Genauso wie die Wölfe, die nun von Osten her wieder zurück in ihre alte Heimat kommen. In der Lausitz hat man total die Panik vor den Wölfen, will sie am liebsten alle erschießen, obwohl die dem Menschen nichts tun. Da hat die Geschichte von Rotkäppchen wohl Wirkung gehabt... :D
du meine güte, wir haben wieder WÖLFE!!! hach, ist das schön zu hören! danke Klaus. ich wusste selbst davon gar nichts. es war ja nur in planung, sie wieder anzusiedeln. aber was das abschießen betrifft, da hast du leider recht. mich erinnert das alles so sehr an T. Gördens "Schattenwölfe" :( einfach grauenvoll, sich vorzustellen, wieviel angst menschen haben müssen, obwohl sie - wenn überhaupt - mal einen wolf live erleben. ganz wundervolle tiere, die nicht mal viel anders sind als wir menschen :)) bedenkt man ihre intelligenz....
na gut, das schweift zu weit ab.

versteht jemand von euch die Knut-manie? das is doch krank... nur weil er im zoo lebt. da kann er ja auch gar niemandem gefährlich werden. vor allem nicht, wenn er noch größer wird.
die armen eisbären, die sich am nordpol schon selbst auffressen müssen, weil sie auf ihrer schrumpfenden eisscholle kein futter mehr finden :(
aber das ist ja ganz was anderes, weil, es geht ja auch nur darum, dass baby knut alles mitmacht, was man von ihm verlangt und sich nicht wehren kann. hach, so putzig, wie sich das kleine tierchen versucht zu wehren, wenn man es quählt. schauen wir doch mal in einem öffentlichen experiment, wie weit wir gehen können bis er ausflippt, damit wir ihn auch erschießen können. [img]mad.gif[/img]
tut mir leid, aber das musste eben mal raus... :(

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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Sapmi » 10. Mai 2007 21:59

@black rose: Das mit Knut finde ich auch pervers, wie übrigens generell das Halten von Eisbären in völlig anderen Klimazonen... [img]mad.gif[/img]
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Klaus » 10. Mai 2007 22:48

black rose schrieb am 10.05.2007 21:56
du meine güte, wir haben wieder WÖLFE!!! hach, ist das schön zu hören! danke Klaus. ich wusste selbst davon gar nichts. es war ja nur in planung, sie wieder anzusiedeln.
Ja, die sind seit ein paar Jahren wieder, vor allem in Brandenburg und Sachsen. Vor ein paar Jahren sind die mal über die Oder-Neiße Linie eingewandert, seitdem sind sie hier. Elche sind ja auch schon wieder in D zu Hause, von Polen und Tschechien aus sind die in den Bayerischen Wald eingewandert, und Lüchse sind neben dem Bayerischen Wald auch wieder im Harz zu Hause. Ich find's toll, wenn die Tiere, deren alte Heimat es ja hier ist, zurückkommen. :)

Das Theater um Knut kann ich überhaupt nicht verstehen. Da wird ein Eisbär als Kuscheltier dargestellt. Super, dann fahren die kleinen Kids mal nach Spitzbergen, um mit einem Eisbär zu schmusen und dann wundern die sich da, dass dort niemand Longyearbyen mit einer Knarre verlassen darf. :rolleyes: Verdrehte Welt.

Wirtschaftlich macht der Berliner Zoo aber alles richtig, hat sich den Namen Knut patentieren lassen und macht aus der Sache ordentlich Geld. Die Aktie des Zoos ist ja so hoch wie niemals zuvor. Vorher immer im Privatbesitz einiger Berliner, ist sie jetzt international gefragt. Was will man mehr im Zoomanagement?
Zuletzt geändert von Klaus am 10. Mai 2007 22:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Omega » 11. Mai 2007 13:47

Das Tier ist nur von begrenzter Dauer klein und schön! ;)




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Re: Finnische Hunde auf Bärensuche

Beitrag von Sapmi » 11. Mai 2007 14:10

Omega schrieb am 11.05.2007 13:47
Das Tier ist nur von begrenzter Dauer klein und schön! ;)
Klein ja, aber schön ist er doch später immer noch, oder?

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