Kaufkraft im Europäischen Vergleich

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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Sapmi » 30. Sep 2007 20:50

Syysmyrsky schrieb am 30.09.2007 20:32
Sapmi schrieb am 30.09.2007 20:22
Ja, in FIN sind ja auch andere Lebensmittel teurer als in D, und das schon länger.
Das Problem hier ist in den letzten Jahren, dass im Vergleich zu vorher die Preise so hochschnellen (also Vergleich Deutschland vor wenigen Jahren und Deutschland heute).
Wundert dich das? Ziel der Einheitswährung ist es sicher auch, in den Euro-Ländern irgendwann die Preise für gleiche Produkte anzugleichen. Also wird es in Deutschland noch teurer, bis irgendwann ein europaweiter Einheitspreis erreicht ist. Die Bewohner noch "ärmerer" Länder wie Portugal oder Slowenien werden sich noch viel mehr strecken müssen als wir Deutschen.
Das stimmt, aber Finnland war scheinbar nicht das Land mit den höchsten Preisen, denn dort ist ja seit dem Oiro auch vieles teurer geworden als vorher.
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Sapmi » 30. Sep 2007 20:59

sunny1011 schrieb am 30.09.2007 20:33
Wer ist Gutverdiener in Deutschland? In Zahlen?
Puh, das ist schwer zu sagen. Eben solche, die nicht jeden Cent umdrehen müssen und trotzdem noch Geld zur Seite legen können, würde ich mal sagen.
Die, wenn sie mal nicht so genau auf die Preise gucken, nicht gleich das Konto überziehen.
Die sich einfach mal aus Spaß Klamotten, Möbel, Geräte oder sonst was für'n paar Hundert Euro kaufen können, ohne gleich das Konto zu überziehen.
Oder die soviel verdienen, dass sie das Konto ruhig mal um ein paar Hundert Euro überziehen können und sich innerhalb 1-2 Monaten locker wieder saniert haben.
Solche, die einen Neuwagen oder noch nicht zu alten Gebrauchtwagen bar bezahlen können (das sind wohl wirklich sehr wenige, hier wird ja mittlerweile fast alles finanziert)...
Ach so, ja, und das Ganze natürlich bei 'ner großen Wohnung, etc.

Kann da jetzt aber keine Zahlen nennen; ich weiß nur, dass ich selbst und viele andere Leute vor beispielsweise 10 Jahren noch 'ne deutlich höhere Kaufkraft hatten als heute.
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Tenhola » 30. Sep 2007 21:16

Also warum die Milchpreise gestiegen und alle anderen Milchprodukte ebenfalls teurer geworden sind duerfen wir wie bei vielen andern Produkten (Rohstoffen) den Chinesen verdanken. China kauft im Moment soviel Milch wie nur möglich auf dem Weltmarkt. Selber produziert China fast keine Milch. Das Ziel des chin. Gesundheitsministers ist, dass jeder Chinese pro Tag seinen halben Liter Milch trinken kann.
Wir Europäer wuerden ja auch noch die eigene Grossmutter verkaufen, wenn nur die Kohle stimmt.
Mit dem Diesel haben wir auch so unsere Probleme. Da schreien ein paar Umweltschuetzer nach nachwachsenden Rohstoffen und was geschieht? Die dt. Bauern verkaufen rund 80% der Rapsproduktion fuer die Energiegewinnung und bereits gibt es zuwenig Rapsoel fuer die Herstellung von Margarine. Also die Preise steigen auch hier. Seit man festgestellt hat, dass Biodiesel aus Rapsoel (produktion) die schlechtere CO2 Bilanz hat als normaler Diesel wird nun auf Zuckerrueben umgestiegen. Ach ja wir muessen ja auch noch die Subventionen fuer den Biodiesel zahlen.
Lieber ein Optimist der sich mal irrt, als ein Pessimist der dauernd recht hat. (Christian W.)

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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 30. Sep 2007 21:25

Kann Tenhola nur zustimmen. Hab das am Rande auch verfolgt.

Kleine Randbemerkung: im Kurs sollten wir den Ablauf von einer Expat Entsendung als Rollenspiel üben. Ich war Arbeitgeber und mein Kommilitone Arbeitnehmer. Sein Argument: die Gehälter in D sind soviel besser. :D
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Syysmyrsky » 30. Sep 2007 21:32

Sapmi schrieb am 30.09.2007 20:50
Das stimmt, aber Finnland war scheinbar nicht das Land mit den höchsten Preisen, denn dort ist ja seit dem Oiro auch vieles teurer geworden als vorher.
Nicht nur in Finnland, in allen Ländern. Aber ist das wirklich hauptsächlich dem Euro geschuldet? An den gestiegenen Preisen der letzten Jahre sind doch in erster Linie die gestiegenen Energiekosten schuld. Die damit gestiegenen Produktionskosten werden erstmal auf den Preis draufgepackt. Der Euro hatte halt das Pech, gerade in dieser Phase eingeführt worden zu sein.
Natürlich wurde auch wegen des Euro ein bisschen getrickst, vor allem bei Dienstleistungen wie z.B. Frisör oder Restaurant ... in der Hoffnung, das wird schon keiner merken.

Ach so, sind die Preise in Skandinavien nicht deshalb am höchsten in Europa, weil dort neben der hohen Mehrwertsteuer auch am meisten importiert werden muss? Das schlägt sich natürlich auf die Preise nieder.
Zuletzt geändert von Syysmyrsky am 30. Sep 2007 21:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Sapmi » 30. Sep 2007 21:36

Syysmyrsky schrieb am 30.09.2007 21:32
Ach so, sind die Preise in Skandinavien nicht deshalb am höchsten in Europa, weil dort neben der hohen Mehrwertsteuer auch am meisten importiert werden muss? Das schlägt sich natürlich auf die Preise nieder.
Hm, weiß gar nicht. Schweden ist ja beispielsweise im Verhältnis gar nicht mehr so teuer wie früher. Dachte immer, dass die Veränderung des Preisverhältnisses z. B. zwischen S und FIN am Euro liegt, aber sicher spielen da noch viele andere Faktoren eine Rolle, hm, keine Ahnung (Norwegen hat ja auch keinen Teuro und ist trotzdem eines der teuersten Länder der Welt ;) )
Zuletzt geändert von Sapmi am 30. Sep 2007 21:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Syysmyrsky » 30. Sep 2007 21:42

sunny1011 schrieb am 30.09.2007 20:33
Wer ist Gutverdiener in Deutschland? In Zahlen?
Bei mehr als 45.000 EUR brutto Jahresverdienst kann man sicherlich als Gutverdiener bezeichnet werden.
Ob es einen festen Wert seitens der Politik gibt, ab wann man Gutverdiener ist, weiß ich nicht.
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Sapmi » 30. Sep 2007 21:47

@Syys: Danke. Ja, wollte auch schon sowas ähnliches schreiben wie 2000 netto oder so, also vom Gefühl her. Aber kommt natürlich immer drauf an, welche Steuerklasse, ob verheiratet, mit oder ohne Kinder, etc.
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 30. Sep 2007 21:47

Syysmyrsky schrieb am 30.09.2007 22:32
Ach so, sind die Preise in Skandinavien nicht deshalb am höchsten in Europa, weil dort neben der hohen Mehrwertsteuer auch am meisten importiert werden muss? Das schlägt sich natürlich auf die Preise nieder.
Stimmt, ganz klar auch der Energieaufwand. Einheimisches ist öfter teurer. Die Grösse (oder besser gesagt die "Kleine") des Marktes, die grossen Entfernungen, die Bevölkerungsdichte tragen ganz klar dazu bei. Für FDI (foreign direct investment) nach den neusten Erkenntnissen ist Finnland gar nicht attraktiv. Eine starke Konkurrenz für potentielle Investitionen stellen natürlich die neuen EU-Länder dar.
Sapmi schrieb am 30.09.2007 22:36
(Norwegen hat ja auch keinen Teuro und ist trotzdem eines der teuersten Länder der Welt ;) )
Dementsprechende Verdienste in Norwegen und Topkaufkraft neben der Schweiz und Island.
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 4. Okt 2007 11:48

:twisted:

Die Verbraucher in Finnland haben einen der höchsten (Verbraucher)Steuersätze zu tragen.

Die höchsten Steuer im europäischen Vergleich haben Island und Dänemark. Finnland steht auf Platz 3. Die grössten Auswirkungen hat die Alkohol-, Tabak, Kraftstoff- und Autokaufsteuer.

Die Einkünfte aus MWSt betragen 14,5 mrd, Energiesteuer 2,9 mrd, Autokaufsteuer 1,3 mrd, und Alkoholsteuer 1,0 mrd sowie Tabaksteuer 0,6 mrd Euro.

Eine weitere Erhöhung ergibt sich aus den Klimaschutzmassnahmen (Auto- und Kraftstoff).
Veronmaksajat: Suomi kovimpia kulutuksen verottajia

Kulutusta verotetaan Veronmaksajien tekemän selvityksen mukaan rankasti. Suomen yhteenlasketut kulutusverot ovat ekonomisti Minna Punakallion mukaan tuloverojen tavoin kansainvälistä kärkeä.

Euroopan ankarimpia kulutuksen verottajia ovat Islanti ja Tanska. Suomi on kolmantena.

Kireintä on viinan, tupakan, bensiinin ja henkilöautojen verotus.


Kulutusveroilla kootaan noin kolmannes kaikista verotuloista. Kotitalouksien ostovoimasta kulutusveroihin menee noin viidesosa.

Eniten kulutusverotuloja kertyy arvonlisäverosta, 14,5 miljardia, energiaveroista, 2,9 miljardia, autoverosta, 1,3 miljardia, alkoholijuomaverosta, 1,0 miljardia sekä tupakkaverosta, 0,6 miljardia.

Paineita veron korottamiseen aiheuttaa Punakallion mukaan muun muassa ilmastonmuutoksen torjuminen, joka voi johtaa polttoaineiden ja auton käytön verotuksen kiristymiseen.

Verojen vaikutus yksittäisten tuotteiden hintaan voi olla hyvinkin merkittävä. Esimerkiksi väkevän viinan tai savukeaskin vähittäismyyntihinnasta noin 75 prosenttia. Keskihintaisen henkilöauton ja mietojen alkoholijuomien hinnasta verot muodostavat reilun 40 prosenttia.
http://www.hs.fi/kotimaa/artikkeli/Vero ... 5230775247
Zuletzt geändert von sunny1011 am 4. Okt 2007 11:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 4. Okt 2007 20:13

Ich hab mir in D einige Preise notiert, besonders für Produkte, die auch hier vertreten sind, und doch nicht so "ganz" Deutsch, sondern handelsüblich und von globalen Herstellern. Auch wenn man jetzt alle Produkte mit ähnlichen kotimainen Marken ersetzen würde, wäre der Preisunterschied noch grösser, beispielsweise ein Markenfeta kostet sogar über 2 Euro (Arla), Jaffa Softcake auch gut 1 Euro mehr als Griesson, finn. Markensäfte sind auch nicht günstiger als Granini. Die grössten Unterschiede sind bei Milcherzeugnissen. Erstaunlich ist der Preis von Bonduelle. Günstiger ist Waschmittel und Kellogs ?(

Auch wenn anhand dieser Stichprobe kein riesiger Unterschied entsteht, sondern knappe 10-20%, unsere Einkünfte sind (in der Regel zumindest :D ) absolut nicht mal 10% über den deutschen.

Babybel 200 g -- D 2,19 € -- FIN 3,30 € -- Mehrkosten 51%
Becell pro activ 250 g -- D 2,99 € -- 3,45 € -- Mehrkosten 15% (die Grosspackung sogar über 6 Euro, für Margarine!)
Actimel 4er - D 1,69 € -- FIN 1,99 € -- Mehrkosten 18%
Kellogs Cornfl.500 g --D 2,69 € -- FIN 2,20 € -- günstiger um 18%
Patros natur 200 g -- D 1,39 € -- FIN 1,95 €-- Mehrkosten 40%
Exquisa Erdbeerquark 500 g -- D 1,29 € -- FIN 1,85 € --Mehrkosten 43%
President 250g -- D 2,49 € -- FIN 2,65 € -- Mehrkosten 6%
Bonduell 200 g -- D 0,69 € -- FIN 1,25 € -- Mehrkosten 81%
Persil Gel 1,5 l - D 5,45 € -- FIN 4,99 € -- günstiger um 8%
Bertolli Olivenöl 0,5 l -- D 3,99 € -- FIN 5,40 € -- Mehrkosten 35%
Granini O-Saft 1 l -- D 1,49 € -- FIN 1,79 € -- Mehrkosten 20%
Activia 4 x 115 g -- D 1,99 € -- FIN 1,98 € gleich
Soft Cake orange -- D 1,19 € -- FIN 1,39 € -- Mehrkosten 17%

In Deutschland: 29,53 €
In Finnland 34,20 €

Also ist es in Deutschland sicherlich noch nicht so schlecht, zumal -- wenn man denn möchte -- hat man immer noch die Möglichkeit, no names bei Discountern im Überfluss zu kaufen. Bei uns in Finnland ist alles durch zwei grosse Ketten dominiert, die den Ton angeben. Lidl zieht auch kräftig nach. Auch wurde eine mögliche Preiserhöhung von 20% in Finnland angekündigt.

Vergleichsbasis war ganz normaler Lebensmittelladen mittlerer Grösse: Edeka (D) und S-Market (FIN). Beide <span style="color:orange;">gelb[/color]-blau :D
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Omega » 4. Okt 2007 20:20

Wie sieht das denn bei "no-name"-Produkten aus?





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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 4. Okt 2007 20:36

Hm, was kann man denn nehmen? Euroshopper, Lidlprodukte, Pirkka? Eigentlich haben wir im herkömmlichen Sinne keine, denn es ist was völlig anderes, ob es Aldi No names sind, oder ob wieder Kesko druff sitzt... Er wird doch nicht mit sich selbst konkurrieren :D
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von Tenhola » 4. Okt 2007 20:40

@sunny1011 ich glaube Du kannst Preisvergleiche bis zum juengsten Tag machen, es wäre doch aber viel interessanter die sicher vorhandenen Gruende fuer die höheren Preise heraus zu finden.
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Re: Kaufkraft im Europäischen Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 4. Okt 2007 20:46

Eins ist derzeit klar, die MWSt (7% gegen 17%). Ansonsten ?( ?( ?(
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