Finnland in den Nachrichten

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André
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von André »

Natürlich gibt es mehr Weihnachtsmänner, hier der Grund: https://www.iltalehti.fi/kotimaa/a/d477 ... 8125b18023
Sollte der Weihnachtsmann tatsächlich Milliarden Haushalte mit Millionen Tonnen Geschenken innerhalb von vierundzwanzig Stunden bedienen, dann würde nicht nur er mitsamt den Rentieren im Luftwiderstand verglühen...
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Sapmi
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Sapmi »

Haha, interessante Berechnung, wenn auch auf der Grundlage etwas unrealistischer Schätzungen. Aber ganz am Ende steht ja, dass es auch sein könnte, dass der Weihnachtsmann über eine sehr fortschrittliche/revolutionäre Technik verfügt, die man erst noch ausspionieren müsste. :razz:
"Toisaalta joulupukin matkan toteutus vaatisi äärimmäisen edistynyttä tekniikkaa. Onko pukki päästänyt liikkeelle täysin katteettomia huhuja, vai onko hänellä hallussaan täysin mullistavaa tietotaitoa? Ehkä maailman johtajien pitäisi lähettää vakoilijoita tonttujen joukkoon, jotta pukin tekniikka saataisiin ihmiskunnan käyttöön."
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Sapmi
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Sapmi »

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Syysmyrsky
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Syysmyrsky »

Quelle: Rheinische Post vom 17. Januar 2022 / Rubrik: Kultur / Autor: Wolfram Goertz

Die finnische Dirigentin Susanna Mälkki ist ein Star der Klassikszene. 2024 könnte sie Chefin der New Yorker Philharmoniker werden.

Ein Mann verlässt die Zivilisation. In Toronto steigt er in einen Zug Richtung Norden, es wird kalt und einsam werden. Auf die Reise geschickt hat ihn der Pianist Glenn Gould, der im Nebenberuf Hörspiele und Filme wie diesen komponierte: „The Idea of North“. Am Ende bleibt die Lok stehen, der Mann muss zu Fuß über vereiste Schienen weiter. Auch die Filmmusik verstummt nach vielen Staustufen in einem barschen Es-Dur-Akkord. Dies ist das Finale der 5. Symphonie Es-Dur von Jean Sibelius. Von ihr sagte Gould, sie sei lebensnotwendig für ihn.

Eine Frau kommt aus der Kälte nach New York, es ist die finnische Dirigentin Susanna Mälkki. Sie bringt die Ideen des Nordens zurück– und zwar in einen legendären Konzertsaal, die Carnegie Hall. Wir lauschen zeitversetzt um 2 Uhr nachts per Livestream im Internetradio. Mälkki führt jenes Meisterwerk Sibelius‘ auf, die Fünfte. Sie gibt der Grandezza der Musik eine zweite Dimension. Sie durchleuchtet die Partitur.

Zwar trachten die New Yorker Philharmoniker hörbar danach, die hymnische Großartigkeit der Musik in Szene zu setzen, und in den langsamen Partien wollen sie die Melodien am liebsten still wie Seerosen auf der Musik treiben lassen. Doch Mälkki lässt ihnen das nicht durchgehen. Für sie ist Sibelius ein modern denkender Gigant, der in Struktur und Klang oft vom Highway abbiegt und eigene Wege geht. In New York wirkt die Fünfte nicht wie von schwerem Gerät bearbeitet, sondern leicht, nervös, dynamisch. Selbst die verlockende Schiffschaukel-Melodik des Finales, die pompös und gemütlich zugleich wirkt, walzt sie nicht aus. Dieser Sibelius leuchtet von innen, und mitunter ist es ein flackerndes Licht, wenn der Komponist den Strom aus dem Klanggeschehen nimmt und es kleinzellig wuchern lässt.

Seit 2015 kennt Mälkki das Orchester; immer wieder wurde sie eingeladen, fraglos eine Auszeichnung. Mittlerweile hat sie nicht nur alle „Big Five“ in den USA dirigiert, also die Weltklasseorchester in Boston, Chicago, Cleveland, Philadelphia und New York, sondern auch die bedeutendsten Ensembles Europas und hat sich zur wichtigsten Diplomatin des musikalischen Finnland entwickelt. In Fachkreisen hat sie den Ruf, Partituren so genau zu kennen, als habe sie die Werke selbst komponiert. Dieses Image, das auf eine fast radiologische Expertise schließen und manchen eine Neigung zum Kühlen, Schreibtischhaften befürchten lässt, kommt nicht von ungefähr. Über viele Jahre leitete sie als Nachfolgerin von Pierre Boulez das Ensemble Intercontemporain in Paris. In vielen Gesprächen mit dem prominenten Kollegen habe sie eines seiner wichtigsten Gebote verinnerlicht, nämlich Musik von heute auch als Schlüssel für alle früheren Jahrhunderte zu begreifen.

Die Ideen der Komponisten verteidigen und trotzdem die Orchester herzlich für sich gewinnen – das kann gelingen, wenn man deren Sprache spricht. Wie fast alle finnischen Kollegen entstammt Mälkki nicht nur der berühmten Dirigierklasse von Jorma Panula an der Sibelius-Akademie in Helsinki, sie hat auch zuvor in einem Orchester eine Führungsstelle bekleidet. Von 1995 bis 1998 war Mälkki Solocellistin der Göteborger Symphoniker. Diese Zeit bedeutete für sie einen enormen Gewinn – sie war Mitglied einer Orchestergruppe und zugleich ihr Brückenkopf zum Dirigenten. Schon damals hatte sie das Dirigieren im Kopf, und ihr Instinkt und ihre Persönlichkeit waren so überzeugend, dass ihr Kollege Esa-Pekka Salonen bei einem Wettbewerb in Stockholm zu ihr sagte: „Das Dirigentenpodium ist wohl der richtige Platz für dich!“

Anfangs galt sie als Spezialistin für Neues, doch bis heute empfindet sie Partituren, deren Tinte beinahe noch trocknen muss, nie als Belästigung, sondern als geistiges Vergnügen. Die Dirigentin als Dolmetscherin moderner Musik – diese Leidenschaft verschwand nicht, als sie 2016 Chefin des Philharmonischen Orchesters Helsinki wurde. Im Gegenteil, es dürfte derzeit kaum einen bedeutenden Dirigenten geben, der dermaßen oft Werke der Gegenwart ins Programm nimmt.

In New York registriert man die Facetten von Dirigenten-Persönlichkeiten derzeit sehr genau, denn die New Yorker Philharmoniker brauchen für 2024 einen neuen Chef. Die „New York Times“ fand die Personalie Mälkki nun außerordentlich spannend (zumal die Finnin in Helsinki für 2023 gekündigt hat), lobte ihre weite Kompetenz und vergab ihr einen aussichtsreichen Kandidatenplatz. Mälkki wäre die erste Frau, die eines der „Big Five“ als Chefin übernähme. Nun, das Chef-Gen besitzt Susanna Mälkki eindeutig, und mehr und mehr wird sie ja auch für Klassiker gebucht, etwa Beethoven mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Die kommenden Wochen werden reiseintensiv. In Helsinki dirigiert sie demnächst Bruckners 8. Symphonie c-Moll. Zuvor geht es zum Concertgebouw Orchestra nach Amsterdam (mit Musik von John Adams und Charles Ives) und zu Bergs „Wozzeck“ an die Opéra Bastille in Paris. Am 30. Mai steht die Premiere von Strawinskys „The Rake’s Progress“ an der New Yorker Metropolitan Opera an. Ohne Zweifel, Mälkki ist ganz oben angekommen. Zu New York und den Philharmonikern gibt sie eine astreine Politikerinnen-Antwort: „Ich denke, das ist eine Frage, über die man sich sorgfältig Gedanken machen wird, wenn sie ansteht."

Abheben wird sie sowieso nicht. Die dienende Seite ihrer Arbeit kennt sie, seit sie als Mädchen in Helsinki erstmals ein Symphoniekonzert hörte. Jeder Chefdirigent, Generalmusikdirektor oder Maestro heißt in Finnland Kapellimestari. Auch Mälkki nennt sich gerne so: Kapellmeisterin. Klingt nach Tugenden, die auch im 21. Jahrhundert nicht veralten.
Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln.
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Syysmyrsky
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Syysmyrsky »

Steif gefroren wird es wohl nicht ganz treffen :pfeif:

Quelle: nau.ch vom 21. Februar 2022 / Rubrik: Sport / Beitrag von Anissa Perumbuli

Autsch! Finnland-Langläufer friert bei Olympia Penis ein

Sein Olympia-Debüt wird Remi Lindholm ewig in Erinnerung bleiben – doch nicht nur in guter. Die Spiele in China waren kalt und er wohl zu wenig warm eingepackt. Die Konsequenz: Dem Langläufer aus Finnland ist an Olympia 2022 sein Penis eingefroren! Das gibt der 24-Jährige nach dem Marathon gegenüber finnischen Medien preis: "Ihr könnt euch sicher vorstellen, was gefroren war, als ich die Ziellinie überquerte." Das konnten sie sehr gut. Denn es ist nicht das erste Mal, dass dem jungen Mann genau dieses Unglück passiert. Bereits beim Weltcup in Ruka, im November letzten Jahres in seinem Heimatland, war dasselbe eingetroffen, wie Eurosport berichtet. Doch diesmal scheint es Remi Lindholm etwas schlimmer erwischt zu haben. Es seien "unerträgliche Schmerzen", beschreibt er die prekäre Lage. Nach dem Wettkampf hat er die Frostbeule selbst behoben: Er habe sich für 15 Minuten ein Heizkissen an die Hoden gehalten, wie er weiter erklärte. Gesund wird das wohl nicht sein und auch die Langzeitschäden nicht verhinderbar. Der Sportler rechnet nicht damit, eigene Kinder haben zu können. Vielleicht wird er das nächste Mal trotzdem Spezialunterwäsche tragen, wie Langlauf-Kollege Ristomatti. Der Langlauf-Marathon wurde wegen der Kälte und den schlechten Bedingungen von 50 auf 30 Kilometer reduziert. Lindholm fuhr in der Königsdisziplin auf Platz 28. Eine Medaille hat er nicht, eine bizarre Verletzung allerdings schon.
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Tenhola »

Normalerweise heißt es doch, aus Schaden wird man klug. :D
https://www.is.fi/hiihtolajit/art-2000008437595.html
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Sapmi »

Boah, ausgerechnet die Kerle sind hier so unempathisch, ts. :wink:
Syysmyrsky hat geschrieben: 21. Feb 2022 18:10 Der Sportler rechnet nicht damit, eigene Kinder haben zu können.
Tja, man kann nicht alles haben - Kinder UND Karriere... :wink:
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Sapmi »

Finnland hat abermals den Titel des glücklichsten Landes der Welt abgestaubt: :mrgreen:


https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... 93ee2a3169
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von St.Nitzsche »

Für mich ein Spaßartikel mit etwas Wahrheit.....klar ist der Norden gut und mir gefällt es auch. Aber wer den Medien noch glaubt ist auf verlorenen Posten in dieser Zeit. ;-)
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Sapmi »

St.Nitzsche hat geschrieben: 18. Mär 2022 22:22 Für mich ein Spaßartikel mit etwas Wahrheit.....
Ja, das wird immer sehr rosarot dargestellt, nicht zum ersten Mal. Hatten wir ja schon.

Aber wer den Medien noch glaubt ist auf verlorenen Posten in dieser Zeit. ;-)

Welche Medien meinst Du genau und wann hat "diese Zeit" angefangen? Ich kann mich nicht erinnern, dass es irgendwann mal sinnvoll gewesen sein soll, Informationen hirnlos ohne selbstständiges Denken zu schlucken. :wink:
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von flaskx »

Jetzt wird es interessant.
Ich kann mich nicht erinnern, dass es irgendwann mal sinnvoll gewesen sein soll, Informationen hirnlos ohne selbstständiges Denken zu schlucken.
Und ich kann mich erinnern, dass ich viele Menschen kenne, die sinnlos und hirnlos Informationen ohne selbstständiges Denken schlucken und nachplappern. Sapmi und St.Nitzsche, ihr seid nicht damit gemeint.
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Tenhola »

Sollte uns einmal die Munition ausgehen, werfen wir ein paar Büchsen.

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https://www.20min.ch/story/finnen-bring ... 2354063186
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von flaskx »

Ich nehme auch eins. ;-)
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Sapmi »

:elch: :mrgreen:

@Tenhola: Hast Du's schon probiert? :mrgreen:
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Re: Finnland in den Nachrichten

Beitrag von Tenhola »

Sapmi hat geschrieben: 17. Mai 2022 20:40 @Tenhola: Hast Du's schon probiert? :mrgreen:
Ich warte noch bis zur Unterschrift von Stoltenberg.
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