Reportage / Dokumentation / Magazin

Finnische Filme in deutschen Kinos oder im Fernsehen sind rar. Hier ist Raum für Hinweise auf gute Spielfilme, Reportagen, Dokumentationen u. dergl. Ach ja, nicht zu vergessen: das Radio!

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Hans
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Hans » 10. Jan 2011 16:38

Und noch was:

WDR, Donnerstag, 13.01., Magazin/Geschichte 07:50 - 08:15 Uhr
Orte des Erinnerns
Finnland: Diplomatie in der Sauna


Der finnische Staatspräsident Urho Kekkonen (1956 bis 1981) prägte die finnische Politik seiner Zeit wie kaum ein anderer. Unter ihm fand Finnland in der Zeit des Kalten Krieges seine Rolle als neutraler Staat zwischen Ost und West. Mit seinem zuweilen unorthodoxen Regierungsstil gelang es Kekkonen die für Finnland traditionell besonders wichtigen Beziehungen zur Sowjetunion zu festigen und zugleich die wirtschaftliche Annäherung an Westeuropa zu vertiefen. 1956 ließ er in seinem Regierungssitz die Tamminiemi-Sauna bauen, in die er einflussreiche Persönlichkeiten des Landes zu regelmäßigen informellen Gesprächen bat und in der er auch zahlreiche ausländische Staatsgäste empfing, um wichtige und vertrauliche politische Fragen zu erörtern. Kekkonen vertraute darauf, dass sich aus der entspannten Atmosphäre eines gemeinsamen Sauna-Ganges politisches Kapital schlagen ließ. Seine durchaus erfolgreiche 'Sauna-Diplomatie' bot immer wieder Anlass zu Spekulationen und Gerüchten: Wer waren die Sauna-Gäste des Präsidenten? Worüber sprachen sie? Welchen Einfluss hatte das Netzwerk seiner Sauna-Freunde auf die Politik des Landes? Tatsächlich nutzte Kekkonen die Sauna gerade zur Zeit des Kalten Krieges nicht nur zur persönlichen, sondern auch zu Zwecken der politischen Entspannung; vor allem sowjetische Regierungschefs kamen bei ihm ins Schwitzen ...

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Sapmi
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Sapmi » 14. Jan 2011 16:37

Kommt heute abend um 21 Uhr auf RBB:
Sapmi hat geschrieben:Sa, 17.07. , 14:35 Uhr
SWR
Das Lied der Singschwäne

Im hohen Norden Finnlands lebt schon seit Jahren ein Singschwanpärchen in einem kleinen verwilderten See. Wie jedes Jahr erleben die wundervollen Tiere den Wechsel der Jahreszeiten, die Anstrengungen der Aufzucht ihres Nachwuchses, die schweren Stürme und leider auch manchmal das Eindringen der Menschen. 'Das Lied der Singschwäne' ist aber nicht nur ein Film über die weißgefiederten Vögel, sondern auch ein Film über das an manchen Stellen noch fast unberührte Finnland und seine einzigartige Natur. Ein Film über das Verhältnis von Mensch und Natur und deshalb auch ein Film über die Folgen menschlichen Eindringens in die letzten Urwälder Europas.
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Hans
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Hans » 1. Feb 2011 10:08

arte, Freitag, 04.02., Dokumentation 22:35 - 23:55 Uhr (VPS 22:35)
Auf Wiedersehen Finnland
Finnland/Frankreich 2010


Elma, Roosa, Terttu und Kaisu waren unter den Hunderten finnischer Mädchen, die im Herbst 1944 mit den aus Lappland abrückenden deutschen Truppen nach Deutschland aufbrachen. Die meisten der Frauen hatten während des finnischen Fortsetzungskrieges (1941-1944) für die Deutschen gearbeitet, sei es als Krankenschwestern, Köchinnen oder Dolmetscherinnen. Deutschland war für viele finnische Frauen das Land ihrer Träume, und die meisten gingen wegen der Liebe dort hin.

Was erlebten sie auf dieser ungewöhnlichen Reise? Und wie wurden die 'Soldatenliebchen' bei ihrer Rückkehr in die Heimat empfangen? Erst heute gelingt es den Frauen, über die verbotene Liebe, die Reise und die bittere Erfahrung der Heimkehr zu sprechen. 'Und wenn dich jemand dafür verachtet, dass wir mit ihnen gefahren sind, so sieh es uns nach. Ich hatte keine Wahl', sagt eine von ihnen.

Erinnern und Verzeihen sind schwieriger, als man denkt. Die Auseinandersetzung mit sich selbst und mit anderen führt die Frauen und den Sohn eines deutschen Soldaten auf die Spuren ihrer Vergangenheit. Denn bedeutet die Leugnung der eigenen Vergangenheit nicht den Verlust eines ganzen Lebens?

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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von kukkuluuruu » 1. Feb 2011 18:34

Hans hat geschrieben:arte, Freitag, 04.02., Dokumentation 22:35 - 23:55 Uhr (VPS 22:35)
Auf Wiedersehen Finnland
Finnland/Frankreich 2010
Jawohl, den kann ich empfehlen, den hab ich letzten Sommer gesehen. Sehr berührend. Dokumentationen machen, das können sie die Finnen. ;-)

Ok, gleich meine zweite Empfehlung bez. Doku: Miesten vuoro- Steam of life: hier kommen die finnischen Männer in der Sauna zu Wort; da bleibt
kein Auge trocken. Lustig, und traurig fast zum gleichen Augenblick. Ansehen!! ;-)

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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Sapmi » 9. Feb 2011 19:44

Wer "Auf Wiedersehen Finnland" verpasst hat (wie ich z. B.), kann heute nacht die Wiederholung aufnhemen, auf arte um 3:35 Uhr.
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Peter » 9. Feb 2011 22:08

Und wer die Wiederholung wiederum verpasst kann die Doku ungekürzt online anschauen:

http://videos.arte.tv/de/videos/auf_wie ... 79732.html

Allerdings ist Beeilung angesagt. Wenn ich mich recht erinnere gibt es dieses Angebot nur 7 Tage ab erster Austrahlung, also bis 11.02.2011.
Die Reportage ist übrigens wirklich sehenswert!

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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Tenhola » 12. Feb 2011 18:47

Das Kreuz des Nordens - Reise durch Karelien

Sa 12.02. 20:15 - 21:00 Phoenix
Vom Onega-See zum Polarkreis, Doku, Folge 1

Sa 12.02. 21:00 - 21:45 Phoenix
Das Grenzland, Doku, Folge 2

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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Sapmi » 18. Feb 2011 09:52

Heute, 18.2., 15:15 Uhr, RBB:

Winterreise durch Lappland: Leben jenseits des Polarkreises


Lappland im Winter - das heißt viel Schnee und Dunkelheit, aber auch grandiose Natur, Einsamkeit und Nordlichter. Nicht zu vergessen ist die menschliche Wärme, die die Bewohner Lapplands durch den langen Winter trägt. Man muss zusammenhalten.

Und natürlich "belebt" die Saunahitze, ohne die die Finnen sich das Leben nicht vorstellen können, in dieser Zeit die Bewohner. Claudia Buckenmaier und ihr Team vom ARD-Studio Stockholm begegnen in Lappland Menschen, die Winter und Kälte trotzen und sich dennoch keinen schöneren Ort vorstellen könnten. Zum Beispiel dem Seemann in Kolari, der als Schiffskoch die ganze Welt bereist hat. Heute fährt er raus zum Eisfischen, weil er dort die Ruhe findet, nach der er sich sehnt. "Im Norden gibt es keine Eile. Nur im Süden rennen die Menschen von einem Ort zum anderen und wissen schon gar nicht mehr, warum", sagt er. Auch der Eisschnitzer von Enontekiö könnte sich mit seinen Eisfiguren Zeit lassen - so schnell schmilzt hier nichts ... Auf dem Weg durch Lappland macht das Team Halt an einer einsamen Tankstelle in Pokka. Pokka ist ein Dorf mit acht "warmen" Häusern. So nennt man dort die Häuser, die bewohnt sind. Die nächste Tankstelle ist etwa 70 Kilometer entfernt. In Pokka ist es richtig kalt. Am kältesten war es dort vor fast 10 Jahren, minus 51,5 Grad Celsius. Helena Lehtinen und ihr Freund Kari haben sich in Pokkas Tankstelle eingerichtet. Drinnen befindet sich ein Sammelsurium ausgestopfter Tiere, draußen zwei uralte Zapfsäulen, die aber funktionieren. An manchen Tagen kommt noch nicht einmal ein Auto vorbei. Dann ist Zeit für andere Dinge. Helena ist Sami und unterweist Kinder, Freunde und Nachbarn in der Kunst der alten Sami-Handarbeiten. So, wie sie es von ihrer Mutter gelernt hat. Die 92-jährige Kirsti lebt in der Nähe auf einem alten Hof. Sie betreibt dort ein kleines Museum, um die Tradition der Sami lebendig zu halten. Vor allem Kindern will sie die Schönheit der alten Dinge zeigen - und so kleidet sie selbst in ihrem hohen Alter noch Puppen in traditioneller Sami-Tracht ein. Auch für die Kinder in Lappland ist der Winter lang - aber sie haben einen "Freund": den Bücherbus. Regelmäßig fährt er auch die entlegensten Gegenden an, um den Lesehunger der kleinen Finnen durch Nachschub an Büchern zu stillen. Wer sich einsam fühlt oder einfach nur Spaß haben will, geht zum Monotanssit, ein Nachmittagstee nach finnischer Art. Tanztee in Skischuhen - das spart das lästige Umziehen. Zu typisch finnischer Musik tanzt man Standardtänze, fröhlich und auch immer etwas schwermütig. Die Skier braucht man auf dem Kukastunturi, auf dessen Hängen einer der letzten Urwälder Finnlands wächst. Der Forstarbeiter Veza Niva nimmt das Team mit auf den Berg. Die kleinen, uralten Bäume sind unter den Schneemassen kaum zu erkennen. Hier sagt die Größe nichts über das Alter aus. Nur wenige Bäume werden in dieser Witterung alt. In der Nähe des Kukastunturi liegt Äkäslompolo, eines der bekanntesten Langlaufgebiete in Finnland. Skifahren und Sauna gehören in Finnland zusammen. Für die Touristen lässt man sich gerne ab und zu Neues einfallen: zum Beispiel eine Saunagondel, in der man sich auf dem Weg zur hochgelegenen Loipe schon einmal "durchglühen" lassen kann.
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Hans » 16. Mär 2011 10:08

arte, Samstag, 19.03., Magazin/Kultursendungen 00:15 - 01:00 Uhr (VPS 00:15)
Metropolis
Frankreich 2011


(1): Multikulturalismus in Nordeuropa aus der Sicht der Schriftsteller
Der 31. Salon du Livre in Paris nimmt die Werke von vierzig Autoren aus Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland und Island unter die Lupe. Metropolis sucht engagierte Schriftsteller auf: Knut Faldbakken aus Norwegen und Jonas Hassen Khemiri aus Schweden ziehen beide gegen die Einwanderungspolitik ihrer Länder zu Felde, die zwar der von Europa propagierten entspricht, ihrer Ansicht nach aber zu Menschenhandel und Segregation führt. 'Metropolis' hat die Schriftsteller vor Ort aufgesucht.
(2): Die Mumins
'Man soll in seinem Tal keine Angst vor den Mumins haben' bedeutet im Finnischen: ein sonderbares Benehmen an den Tag legen. Der Ausdruck bezieht sich auf die Familie der Mumins, die 1945 von der finnisch-schwedischen Schriftstellerin Tove Jansson in die Welt gesetzt wurde. Die Comic-Gestalten, halb Troll, halb Nilpferd, haben mehrere Generationen von Kindern und Erwachsenen geprägt, aber auch Künstler wie Miyazaki, der sich davon für seinen Totoro anregen ließ. Ein Mumin ist nicht nur von der Gestalt her modern, sondern auch wegen seiner feministischen und libertären Auffassungen. 'Metropolis' macht sich auf dem Salon du Livre über die Geschichte dieses nordischen Mythos kundig.

(3): Ungeschnitten: Vorlesewerkstatt
Ein Kollektiv bietet Fortbildung in Vorlesen an, denn ein literarisches Werk hörbar zu machen, ist eine andere Art es zu lesen.
'Les Livreurs' - so nennen sich die Lautleser - und der Kulturdienst der Pariser Sorbonne-Universität haben Workshops eingerichtet, in denen man einen Roman, eine Erzählung oder sogar ein Gedicht darzubieten lernen kann. Ein jeder muss herausfinden, wie er seine Übereinstimmung mit dem Text, dessen Stil und Musik findet. In dieser Woche arbeitet Bernhard Engel mit seinen Schülern an 'Molloy' von Samuel Beckett. Und wie sich herausstellt, hat der irische Autor ganz zu Unrecht den Ruf, düster und pessimistisch zu sein.
(4): Simon Dronet: Kraftwerk
Zwar schaffte die elektronische Musik in den 80er Jahren in den USA den Durchbruch, aber ihre Wurzeln hat sie in Europa. Zum Beispiel leistete in den siebziger Jahren die Düsseldorfer Band Kraftwerk Pionierarbeit in Sachen elektronische Musik, die sie 'industrielle Volksmusik' nannte. Die Musiker bedienten sich der technologischen Neuerungen ihrer Zeit und kombinierten minimalistische Melodiefragmente mit neutralem Sprechgesang. Ihr Album 'Computer Welt', dessen Hauptakteur der Computer ist, zählt jetzt genau 30 Lenze. 'Metropolis' feiert den runden Geburtstag mit einer Rückschau.
(5): Georges Brassens' Wirkung im Ausland
Anlässlich der Ausstellung 'Brassens ou la liberté' (deutsch.: Brassens oder die Freiheit) in der Pariser Cité de la Musique ehrt 'Metropolis' ein Monument der französischen Musikkultur, Georges Brassens. Aber wie wirkte Brassens im Ausland, wie wurde er dort politisch, kulturell und musikalisch aufgenommen? Metropolis sucht Künstler in Deutschland, Spanien und Italien auf, die Brassens-Lieder interpretieren und mehr oder weniger überzeugend an den spezifischen, auf den klanglichen Eigenarten des Französischen beruhenden Stil ihres Vorbilds heranreichen.
(6): Tanz: Der Ball
Das staatliche Tanzzentrum 'Centre national de la danse' des Pariser Vorortes Pantin zeigt bis zum 30. April die Ausstellung Scènes de bal, bal de scène. Das ist Anlass für 'Metropolis', über den Tanzball, seine Geschichte und seine filmische Verarbeitung zu sprechen. Immerhin hat der klassische Ball das Ballett und den zeitgenössischen Tanz inspiriert. Aber vor allem: Für wie viele Eltern oder Großeltern war der Ball nicht der Ort der ersten Flirts oder der ersten Liebe? Doch zu aristokratischen Zeiten spiegelte der Ball auch die sozialen Unterschiede wider. Und wie viele Ängste konnte er auslösen! Die einen bangten, ob sie wohl zum Tanz aufgefordert werden, die anderen fürchteten, zum Tanz mit einer ungeliebten Partnerin gezwungen zu sein.
(7): Cranach im Musée du Luxembourg
Das Luxembourg-Museum in Paris zeigt die erste Lucas Cranach gewidmete Ausstellung in Frankreich. Für Metropolis die Gelegenheit, die Kamera auf einen höchst atypischen Maler des 16. Jahrhunderts zu richten. Lucas Cranach d. Ä. war nicht nur ein großer Maler, sondern auch ein erfolgreicher Geschäftsmann, der als einer der ersten gleichsam am Fließband malte. Wer Cranach noch nicht im Museum begegnet ist, hat ihn sicher im Vorspann von 'Desperate Housewives' gesehen. Der Renaissancemaler überrascht immer wieder mit seinen Aktdarstellungen, die trotz aller Keuschheit sehr viel Erotik ausstrahlen. Die Reproduktion eines Cranach-Gemäldes, das die Londoner Untergrundbahn schmücken sollte, wurde kürzlich sogar verboten.

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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Sapmi » 6. Jun 2011 20:21

Mittwoch, 08.06. , 14:15 Uhr
HR

Finnland - Bären, Elche, Riesenmarder

Er sieht aus wie ein kleiner Bär, er hat mächtige Kiefer wie eine Hyäne, und die Finnen nennen ihn 'Felsenkatze'. Es ranken sich viele Mythen um den Vielfraß, den größten Marder der Welt. Verborgen lebt er in Finnlands Wäldern, reißt Elch- und Rentierkälber und soll es sogar mit ausgewachsenen Braunbären und Elchen aufnehmen. Kaum jemand bekommt ihn zu Gesicht. Doch dem Naturfotografen Antti Leinonen ist es gelungen, das Vertrauen der bärbeißigen Riesenmarder zu gewinnen. Seit 15 Jahren sind Vielfraße Antti Leinonens ganze Leidenschaft. Wenn der bärtige Finne plötzlich vom Frühstückstisch aufspringt, die Kamera vom Haken reißt und barfuß in den Neuschnee rennt, dann weiß seine Frau: Da draußen kann nur ein Vielfraß sein. Äußerst selten nur wagen sich die Bärenmarder, wie sie auch heißen, in die Nähe von Häusern. Sie verbringen ihr Leben als unwirsche Einzelgänger tief im Wald. Nur mit Zähigkeit, Ausdauer und ausgeklügelten Verstecken kann Antti Leinonen ihnen so dicht auf den Pelz rücken, dass er atemberaubende Bilder schießt - Fotos, die selbst den hohen Ansprüchen der Zeitschrift 'National Geographic' standhalten und bereits dreimal den ersten Preis des renommierten BBC Wildlife-Fotowettbewerbs gewannen. Antti Leinonen nahm die Filmautoren Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg mit in die finnische Taiga bei Kuhmo nahe der russischen Grenze und gewährte ihnen bislang nicht gefilmte Einblicke in das Leben der Riesenmarder. Erstmals gelangen den Filmern formatfüllende Aufnahmen und Verhaltensdokumentationen von ungezähmten Vielfraßen im Freiland - ein Film, der selbst erfahrenen Freilandforschern zu neuen Erkenntnissen verhelfen wird.
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Scandinavian » 11. Jun 2011 11:15

Mittwoch, 15.06 , 19:30 , Arte
Die Küsten der Ostsee (3) Finnland

Ein Besuch bei der Hovercraft-Patrouille der finnischen Grenzpolizei im Bottnischen Meerbusen bildet den Auftakt der dritten Etappe der filmischen Reise entlang der Ostseeküsten. Weiter geht es von Vaasa nach Kaskinen und Pori. Hier leben die Menschen noch urfinnische Traditionen: Tango tanzen und in die Sauna gehen.
Mit seiner mobilen Sauna fährt der Student Hannu Poussu überall dort hin, wo seine Freunde gerade Lust haben, zu schwitzen. Die finnischen Schären um Hanko sind das Revier der Felsenforscherin Helena Taskinen, die versucht, die Inschriften gestrandeter Kapitäne für die Nachwelt zu erhalten.
Nicht weit von Helena Taskinens Arbeitsstätte, ist auch Janne Castrén tätig. Er nennt sich selbst eine Mischung aus Schärendoktor und James Bond 007. Mit seinem Schnellboot ist er im Sommer weit und breit der einzige Arzt für die Inselbewohner.
In Kotka nahe der russischen Grenze geht Antti-Pekka Kangas einer ganz besonderen Sportart nach: Er ist Unterwasserrugby-Spieler. Und im Hafen von Helsinki bringt Ulrika Bachér die Fähre nach Estland auf den Weg.
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Scandinavian » 9. Jul 2011 16:10

Montag, 11.07 , 20:15 , ARD
Erlebnis Erde (3)
Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg wollen sich aus der Luft einen Überblick verschaffen und mit dem Heißluftballon über die finnischen Winterwälder fahren. Es ist ihre erste Ballonfahrt nach einem katastrophalen Ballonunfall in Russland, bei dem Ivo sich schwer verletzt hatte. Schon kurz nach dem Start geht auch diesmal alles schief: Der Ballon kracht in einen Baum, Äste verfangen sich im Gasbrenner und fangen Feuer.
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Sapmi » 12. Sep 2011 15:09

Samstag, 17.09. 06:00 Uhr:
SWR
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Bilderbuch Finnland
Petäjävesi und Rauma

Die kleine Holzstadt am Meer hat Zukunft - dank ihrer engagierten Bürger. Die kleine Holzkirche von Petäjävesi im Herzen Finnlands ist ein Denkmal der einfachen Gläubigkeit der Menschen und des handwerklichen Könnens der Erbauer. Im Sommer 1763 wartete die Gemeinde von Petäjävesi bereits zwei Jahre auf eine Baugenehmigung für eine neue Kirche, doch vom schwedischen König kam keine Antwort. Deshalb beschlossen die Bewohner, nicht länger zu warten und auf eigene Faust mit dem Bau ihrer Kirche zu beginnen. In 35 Tagen entstand die Kirche im damals typischen Blockhausstil. Sie zählt heute zu den schönsten noch erhaltenen Schöpfungen finnischer Holzarchitektur. Der Grundriss der Kirche ist ein Kreuz mit gleichlangen Armen. Die logischen Proportionen dieser Kirchenkonstruktion mit ihrer achteckigen Kuppeldecke und kunstvollen Details haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Das Holz - innen wie außen - blieb unbemalt und entwickelte über 300 Jahre eine ungewöhnlich schöne Patina. Seitdem die alte Kirche von Petäjävesi zum Weltkulturerbe gehört, hat sie wieder an Anziehungskraft gewonnen. In den Sommermonaten ist die Kirche für Hochzeiten, Taufen, Gottesdienste und Konzerte geöffnet.

Die dichtbebaute Altstadt von Rauma ist die größte Stadt aus Holz im Norden Europas. Sie ist eine der wenigen mittelalterlichen Städte an der Küste West-Finnlands, deren Grundstrukturen bis heute erhalten geblieben sind. 1442 bestätigte ein Ritter des schwedischen Königs Rauma die ersten Stadtrechte. Dass Raumas Altstadt drei Jahrhunderte nach dem letzten Großbrand fast unverändert erhalten blieb, ist letztlich dem Traditionsbewusstsein ihrer Bürger zu verdanken - damals wie auch heute. Künstler und Architekten haben mit Erfolg den mittelalterlichen Charakter ihrer Stadt bewahrt. Von dem allgemeinen Aufschwung in Europa um die Jahrhundertwende profitierte auch die Stadt Rauma. Die große Zeit der Segelschifffahrt brachte der Stadt enormen Wohlstand und die ehemals grauen Fassaden der Häuser bekamen ihr heutiges farbiges Aussehen. Trotz schneller Industrialisierung blieb der historische Bebauungsplan Alt-Raumas in seiner alten Struktur unverändert. Dennoch ist Rauma kein Museum. In der Altstadt gibt es 180 Betriebe und Werkstätten. Rund 800 Bewohner leben in dieser Idylle aus Holz. Für sie und die Besucher ist die Altstadt Raumas eine kreative und inspirierende Mischung aus Tradition und Fortschritt.
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Sapmi » 19. Sep 2011 11:45

Dienstag, 20.09., 14:20 Uhr
3sat
Reisezeit: Lappland

Zu den Highlights von Lappland zählen die letzten, unberührten Landschaften Europas. Wer die riesige Weite jenseits des Polarkreises erlebt hat, kann die sagenhaften und eigenwilligen Welten der Ureinwohner, der Sámi, gut verstehen. Davon überzeugt auch eine Begegnung mit Joulupukin, wie der Weihnachtsmann dort genannt wird, in Rovaniemi. Das Land mit seinen ungewöhnlichen Naturerscheinungen, von der Mitternachtssonne bis zum Polarlicht, begeistert die meisten seiner Besucher.
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Re: Reportage / Dokumentation / Magazin

Beitrag von Sapmi » 27. Sep 2011 18:15

Jetzt gleich auf arte, 19:30 Uhr:

Unter nordfinnischem Firmament
Die Dokumentation wurde von 2008 bis 2011 in Finnland und Russland mit neuster Digitaltechnik gedreht. Die Sequenzen über Bären und Wölfe entstanden in Kuhmo, Finnland. Besonderes Gewicht liegt auf dem Polarlicht.

Da Kuusamo direkt unterhalb des Polarkreises liegt, wird die Gegend zu jeder Jahreszeit in anhaltendes Dämmerlicht getaucht. Während Morgen- und Abenddämmerung in Mitteleuropa nur wenige Minuten anhalten, kann dieser Zustand in Kuusamo Stunden dauern. Das farbenfrohe und nuancenreiche Licht in Kuusamo, das Polarlicht, entsteht durch Sonnenwindteilchen, die in die Erdatmosphäre eintreten. Sie werden vom Magnetfeld der Erde zu den magnetischen Polen gelenkt.

Das Polarlicht bestimmt das Leben der Tiere und Vögel im hohen Norden. Im Sommer ist die Wildnis reich an Leben, während der frostige, schneereiche Winter wegen des Nahrungsmangels für die Tiere zur Qual wird.

Die Dokumentation legt besonderes Gewicht auf das Polarlicht. Dieses Naturphänomen entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen der Magnetosphäre auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und dort die Luftmoleküle zum Leuchten anregen.
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