Ostsee-Report

Finnische Filme in deutschen Kinos oder im Fernsehen sind rar. Hier ist Raum für Hinweise auf gute Spielfilme, Reportagen, Dokumentationen u. dergl. Ach ja, nicht zu vergessen: das Radio!

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lilly
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von lilly » 1. Apr 2007 22:00

Zusammentreffen zweier Welten und Kulturen
habe den ganzen Bericht schon mal gesehen und fand ihn toll :]
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Syysmyrsky
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 9. Apr 2007 09:26

09.04.2007 - NDR - 19 Uhr

Highlights aus 20 Jahren Ostsee Report

Robbenkolonie im Sperrgebiet
Die vielfältige Natur im Ostseeraum stand bei zahlreichen Reportagen im Mittelpunkt. So zum Beispiel bei einer Reportage über die Robbenkolonien auf der estnischen Insel Saaremaa, von der Tierforscher im Westen lange Zeit nichts wussten, weil sie im militärischen Sperrgebiet der Sowjetunion lag. Die Wurfplätze der Robben waren deshalb wohl die am besten bewachten Naturreservate der Welt.

Überlebenskünstlers Preben Mortensen
Leben im Einklang mit der Natur - das ist das Motto des Abenteurers und Überlebenskünstlers Preben Mortensen aus Schweden. "Die Zivilisation lernt man am besten kennen, wenn man ihr den Rücken kehrt. Erst dann ist es möglich, die vielen Normen und Regeln, mit denen wir aufgewachsen sind, zu überprüfen und unsere Wertvorstellungen einmal mit anderen Augen zu betrachten" sagt Preben. Keiner kennt die Gesetze der Wildnis so gut wie er. Er weiß, welche Pflanzen aus Feld, Wald und Wiese man essen kann, warum der Feuerpilz gegen Mücken hilft, und er kennt die Laute der Tiere in "seinen" Wäldern. Preben ahmt sie sogar so täuschend echt nach, dass er mit ihnen "reden" kann. Birkhuhn, Auerhahn oder Elch reagieren auf Prebens Signale.

Schwimmen mit Lachsen
Das Glück, einen Wildlachs im Fluss schwimmen zu sehen, haben wohl nur wenige Menschen. Im Suldalslågen in Südwest-Norwegen sind die Chancen jedoch gut. "Schwimmen mit Lachsen" nennt sich das Abenteuer, bei dem man einen Überlebensanzug überzieht und sich dann in das kalte Wasser des Flusses stürzt und von der Strömung treiben lässt. Ausgerüstet mit Brille und Schnorchel bieten sich so ungewohnte Einblicke in die Unterwasserwelt.

Region Kaliningrad
Als der Ostsee Report erstmals auf Sendung ging, war Kaliningrad eine geschlossene Stadt - und für westliche Journalisten tabu. Das änderte sich mit dem Ende des Kalten Krieges: Heidi Sämann war die erste westliche Fernseh-Journalistin, die 1991 mit einem Kamerateam die Stadt besuchen durfte. Zahllose Drehreisen folgten, in denen die Zuschauer die Entwicklung im früheren Königsberg verfolgen konnten. In der Jubiläumssendung gibt es ein Porträt des alten Fischerdorfes Gilge am Kurischen Haff. Der Ort hat den Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt überstanden. Damals wurde er in Matrosowo umbenannt und Fischer vom Kaspischen Meer, von der Wolga, vom Don und vom Ladogasee hierher umgesiedelt. Inzwischen wird in dem Dorf aber auch wieder Deutsch gesprochen, denn vor einigen Jahren sind Russland-Deutsche aus Kasachstan hierher gekommen.

Dänischer Königshof: Blick hinter die Kulissen
Der Ostsee Report hat immer wieder Prominente getroffen: Schriftsteller wie Astrid Lindgren oder Henning Mankell, die Schauspieler Max von Sydow und Liv Ullmann, Benny Andersson von ABBA, Tennis-Idol Björn Borg - oder auch gekrönte Häupter. Mehrfach traf Udo Biss Königin Silvia von Schweden. Und der Ostsee Report hat auch hinter die Kulissen geblickt. Am dänischen Hof durfte Andrea Jedich mit ihrem Kamerateam filmen - und hat Eindrücke und Bilder mitgebracht, die den meisten Menschen normalerweise verborgen bleiben.

Stintfang mit Häkelnadel
Dass frischer Stint leicht nach Gurke riecht, hat sich vielleicht herumgesprochen, aber was der winterliche Stintfang in Masuren mit einer Häkelnadel zu tun hat - das wussten die Macher des Ostsee Reports auch nicht, bis sie die polnischen Eisfischer auf dem zugefrorenen Nikolaikensee bei ihrer Arbeit beobachtet haben.

Allein im isländischen Hochland
Auf der Wetterstation Hveravellir im isländischen Hochland lebt seit Jahren ein Ehepaar fernab der Zivilisation. Hafstein und Kristin haben Strom und Fernseher, aber zu den nächsten Nachbarn dauert es mit dem Auto mehrere Stunden - wenn sie denn ein Auto hätten. Der Proviant kommt regelmäßig - jedes Jahr im Oktober, bevor der Schnee kommt, der bis Mai liegen bleibt. Aber sie haben ihr eigenes Thermalbad vor der Tür und einen Vulkanofen in der Erde, in dem sie ihr eigenes Brot backen. Und: Die beiden haben viel Zeit füreinander und miteinander. Allerdings muss einer von ihnen alle drei Stunden raus, um die neuesten Wetterdaten zu erfassen.

Skurrile Geschichten aus Finnland
Nicht "normal" sind viele Geschichten, die der Ostsee Report aus Finnland gezeigt hat. Skurril ist eine passendere Beschreibung für den Weltrekord im Eisbaden, fahrende Saunen oder die sommerliche Meisterschaft im Eisangeln. Auch den Wettkampf um den "Schneemann des Jahres" kann es wohl nur in Finnland geben: Starke Kerle messen ihre Kraft und Zähigkeit in einem Mehrkampf aus Schneetunnel graben, Baumstamm schleppen, Schneehanglaufen und anderen Disziplinen, die einem Mitteleuropäer wohl kaum einfallen würden.
Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln.

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 9. Apr 2007 09:58

Syysmyrsky schrieb am 09.04.2007 09:26

Skurrile Geschichten aus Finnland
Nicht "normal" sind viele Geschichten, die der Ostsee Report aus Finnland gezeigt hat. Skurril ist eine passendere Beschreibung für den Weltrekord im Eisbaden, fahrende Saunen oder die sommerliche Meisterschaft im Eisangeln. Auch den Wettkampf um den "Schneemann des Jahres" kann es wohl nur in Finnland geben: Starke Kerle messen ihre Kraft und Zähigkeit in einem Mehrkampf aus Schneetunnel graben, Baumstamm schleppen, Schneehanglaufen und anderen Disziplinen, die einem Mitteleuropäer wohl kaum einfallen würden.
Super, glaube mich an diese Sendung zu erinnern. Müsste das mit der 3m dicken Schneewand gewesen sein, durch die man sich durchgraben musste, und noch so anderes, unbedingt empfehlenswert. :thumbsu:
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 31. Mai 2007 09:37

Sonntag, 10.06.2007 ·
NDR · 18:00 - 18:45 ·

Andrea Jedich unterwegs auf den Åland-Inseln zwischen Schweden und Finnland. Finnische Frauen im Tarnanzug - über ein Manöver der Heimatfront u.a.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 10. Jun 2007 11:49

Nochmal zur Erinnerung ;)

Heute - NDR - 18 Uhr

Die Åland-Inseln zwischen Finnland und Schweden

Moderatorin Andrea Jedich ist mit der Fähre unterwegs auf dem Schärenweg zwischen den Åland-Inseln. Mehr als 6.500 Schären und Inseln gehören zu der autonomen Provinz, die zwischen Schweden und Finnland am südlichen Ende des bottnischen Meerbusens liegt.
Gerade im Sommer lohnt sich eine Reise, denn keine Region in Nordeuropa zählt zwischen Mai und August mehr Sonnenstunden als die Åland-Inseln. Typisch für die Inselgruppe sind die von Wind und Wasser geschliffenen Klippen, die ihre markante rote Färbung vom åländischen Rapakivi-Granit erhalten haben.
Fast 27.000 Menschen leben ganzjährig auf der Inselgruppe und unter ihnen ist einer, den man hier wohl kaum erwartet hätte: Elvis. Eigentlich heißt der Mann Ronald Karlsson, aber wenn er auftritt, fühlen sich die Fans regelmäßig so, als wären sie statt im ruhigen Eckerö-Hotel tatsächlich in Graceland/Memphis.

Weitere Themen der Sendung:

Schweden: Der Elchpark Grönåsen in Småland
Rund 300.000 Elche leben in Schweden, doch viele Urlauber hoffen vergeblich darauf, dem König der Wälder zu begegnen. Diesen Menschen können Inger und Kenneth Idensjö helfen. Seit zwölf Jahren betreiben sie den Elchpark Grönåsen im südschwedischen Kosta. 15 Tiere leben auf dem zehn Hektar großen Gelände, das die Besucher auf einem Wanderweg erkunden und von einem Hochsitz aus beobachten können. Der unumstrittene "König von Grönåsen" lebt schon seit zehn Jahren im Park und heißt - natürlich - Carl Gustaf. Seine Elchkuh Silvia hat in diesem Frühjahr ein "Prinzenpaar" zur Welt gebracht und damit für eine weitere Attraktion im Tierpark gesorgt.

Polen: Unterwegs in den Sumpfgebieten des Biebrza-Nationalparks
Das Flusstal der Biebrza gilt als der Amazonas Polens. Mit 60.000 Hektar Fläche ist der gleichnamige Nationalpark der größte des Landes. Auf 125 Kilometern Länge schlängelt sich der Fluss durch die Landschaft, die geprägt ist von ausgedehnten Sumpfgebieten. Die Nationalpark-Verwaltung hat das Gelände auch für "sanften Tourismus" geöffnet. Das Gebiet ist so groß, dass man kaum anderen Menschen begegnet, wenn man zu Fuß oder mit gemieteten Kanus oder Flößen unterwegs ist. Hauptattraktion des Parks ist die große Artenvielfalt: 270 Vogelarten leben hier, aber die Besucher können auch Elchen oder Bibern begegnen.

Dänemark: Die Insel Lolland wird zum Vorreiter in Sachen Öko-Energie
Lange Zeit führte die Insel Lolland ein Schattendasein. Der Landwirtschaftsboom war längst vorbei, die Werft in Nakskov geschlossen - die Arbeitslosigkeit lag bei etwa 40 Prozent. Es sah so aus, als hätte Lolland die besten Tage hinter sich, doch inzwischen blickt die Insel wieder optimistisch in die Zukunft - dank erneuerbarer Energien. Seit den 90er Jahren werden auf dem ehemaligen Werftgelände Rotorblätter für Windkraftanlagen gebaut. Vor der Insel produziert der größte Offshore-Windpark der Welt jede Menge Strom - und manchmal eben mehr Strom, als benötigt wird. Mit dieser überschüssigen Energie wird auf der Insel Wasserstoff erzeugt. Dieser kann gespeichert, transportiert und bei Bedarf mit Hilfe von Brennstoffzellen für die Strom- oder Wärme-Erzeugung genutzt werden. Zu dem Öko-Profil von Lolland gehört auch, dass immer mehr Inselbauern Raps anbauen, um aus der regenerativen Biomasse Öl zu gewinnen.

Finnland: Frauen im Tarnanzug - ein Manöver des Zivilschutzes
Zweimal im Jahr muss man in Finnland damit rechnen, dass einem beim Durchstreifen der Wälder größere Gruppen von Frauen im Tarnanzug begegnen. Sie sind aber keine Soldatinnen, sondern gehören zu einer Zivilschutz-Organisation mit dem etwas sperrigen Namen "Frauenbereitschaftsbund", der rund 200.000 Mitglieder im Alter von 15 bis 75 Jahren hat. Das Programm bei ihrem Manöver reicht von erster Hilfe und psychologischer Betreuung von Unfallopfern über die Orientierung im unbekannten Gelände und die Organisation einer Feldküche bis hin zu moderner Nachrichtenübermittlung und dem Umgang mit großen Einsatzfahrzeugen. In diesem Jahr mussten die Frauen erstmals ein Floß aus Alltagsmaterialien bauen.

Dänemark: Die Goldschmiede Lynggaard fertigt Schmuck für das Königshaus
Ole Lynggaard gründete 1963 seine eigene Goldschmiede, inzwischen ist auch seine Tochter Charlotte als Schmuckdesignerin in das Geschäft eingestiegen. Schon früh gehörte die dänische Königsfamilie zu den Stammkunden. Königinmutter Ingrid bestellte einmal 21 Schmuckstücke an einem Tag. Auch die Manschettenknöpfe, die Kronprinz Frederik bei seiner Hochzeit trug, stammen aus der Werkstatt der Lynggaards - am Design hatte seinerzeit Königin Margrethe selbst mitgewirkt. Für Charlotte Lynggaard sind der Alltag und die Natur wichtige Inspirationsquellen. Blumen, die sie vor der Haustür sieht, oder Formen, die ihr ins Auge fallen, finden sich in ihren Entwürfen wieder.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 7. Jul 2007 18:47

08.07.2007 - NDR - 18:00 Uhr

Die dänische Ostsee-Insel Ærø

Udo Biss meldet sich von der dänischen Ostsee-Insel Ærø. Die Insel liegt am südlichen Eingang des Kleinen Belts in der "dänischen Südsee", einem von vielen Freizeit-Skippern geschätzten Segelrevier. Mittelpunkt der Insel ist das malerische Ærøskøbing. Seinen Beinamen "Märchenstadt" verdankt Ærøskøbing seinem Stadtzentrum mit den engen Kopfsteinpflaster-Gassen und den denkmalgeschützten Fachwerkhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Charakteristisch für Ærø sind die bunten Badehäuser, in denen die Strandbesucher sich umziehen und ihre Sachen aufbewahren können. Außerdem besucht Udo Biss auf der Insel die größte Solaranlage der Welt und die "Seifenfrau", die exklusive ökologische Badezusätze herstellt.

Die weiteren Themen:

Norwegen: Mit der "Victoria" durch den Telemark-Kanal
Die Reise von Dalen nach Skien durch den Telemark-Kanal ist wohl die spektakulärste Verbindung zwischen der Hardangervidda (Europas größte Hochebene und Norwegens größter Nationalpark) und der Schärenküste am Skagerrak. Dabei stimmt die Bezeichnung "Kanal" nur bedingt, denn die künstliche Wasserstraße verbindet zahlreiche Seen zwischen den Bergen und Wäldern der Telemark. Auf einer Strecke von 105 Kilometern überwinden die Schiffe einen Höhenunterschied von 72 Metern - verteilt auf acht Schleusenanlagen. Die unbestrittene Königin des Kanals ist die MS "Victoria" aus dem Jahre 1882, die nach wie vor im Linienbetrieb eingesetzt ist.

Deutschland: Die Charchulla-Zwillinge und ihr Surfmuseum auf Fehmarn
Die Zwillingsbrüder Manfred und Jürgen Charchulla sind wahre Lebenskünstler. Die eine Hälfte des Jahres arbeiten sie als Surflehrer auf Fehmarn - die andere verbringen sie als Musiker in der Karibik. Mit 68 Jahren haben sich die beiden jetzt einen Lebenstraum erfüllt. Sie haben das erste Surfmuseum der Welt eröffnet - natürlich in ihrer Heimat auf Fehmarn. Die Ausstellung dokumentiert nicht nur die Geschichte des Windsurfens, sondern erzählt vor allem Geschichten und Anekdoten aus dem bewegten Leben der weitgereisten Zwillinge - von der ersten Trapez-Konstruktion des Surfsports, die die beiden für ihre Ärmelkanal-Passage im Jahr 1973 bauten, bis zu den Tandem-Segeln ihrer Skagerrak-Durchquerung vier Jahre später.

Finnland: Die Renaissance der Tanzböden
Tanzen am See - das hat in Finnland eine lange Tradition. Überall im Land entstanden seit dem frühen 19. Jahrhundert solche Tanzgelegenheiten. Zunächst waren es einfache Bretterböden unter freiem Himmel, wo sich tanzbegeisterte Finnen im Takt der Musik bewegten. Bald hatte fast jedes Dorf seinen eigenen Tanzboden. Einen wahren Boom gab es vor etwa 50 Jahren, als riesige, überdachte Anlagen gebaut wurden, die Platz für mehrere tausend Besucher boten. Vor allem junge Leute kamen an den Wochenenden zu den Veranstaltungen - nicht ohne Folgen: Die Hälfte aller finnischen Ehen - so heißt es - kam auf Tanzböden zu Stande. Im Disko-Zeitalter ging das Interesse an dieser urfinnischen Institution zurück, doch seit kurzem wollen wieder mehr Finnen an einem der zahllosen Seen Tango, Humppa oder Jenka tanzen.

Island: Das Doppelleben der Krimiautorin Yrsa Sigurdardottir
Yrsa Sigurdardottir ist eine viel gefragte Frau. Tagsüber arbeitet sie als technische Leiterin auf der größten Baustelle Islands, dem Kárahnjúkar-Kraftwerk im östlichen Hochland. Nach Feierabend sitzt sie in ihrem Wohncontainer am Rande der Baustelle und schreibt am PC ihren zweiten Krimi. Die Erwartungen sind hoch, denn ihr Erstlingswerk "Das letzte Ritual" (Anm. d. Syys: Sehr empfehlenswert :) ) landete nicht nur in Island ganz oben auf den Bestsellerlisten, sondern wurde auch in mehr als 20 Länder verkauft. Zum Schreiben kam Yrsa durch Zufall: Weil ihr die Kinderbücher, die sie ihrem Sohn vorlas, nicht mehr so gut gefielen, begann sie, selbst welche zu schreiben. Nach einiger Zeit wurde ihr das jedoch zu langweilig und sie entschloss sich, lieber solche Bücher zu schreiben, die sie auch selbst gern liest - nämlich Krimis.

Norwegen: Pilotprojekt gegen Treibhausgase
In der Diskussion um den Klimawandel steht Kohlendioxid im Mittelpunkt. In Norwegen verfolgt der Statoil-Konzern ein vielversprechendes Konzept zur Speicherung des Klimakillers: Vor der Westküste fördert die Bohrinsel Sleipner seit 14 Jahren Erdgas. Zusammen mit dem Gas strömt Kohlendioxid vom Meeresgrund an die Oberfläche. Auf der Plattform werden die Stoffe getrennt und das CO2 mit hohem Druck zurück nach unten gepresst - bis zu zwei Kilometer tief in die Sandsteinformation auf dem Boden der Nordsee. Der Sandstein nimmt das Kohlendioxid auf wie ein Schwamm. Die Norweger sagen, dass auf dem Meeresgrund ausreichend Kapazität wäre für die gesamten CO2-Emissionen aller europäischen Kraftwerke in den nächsten 500 Jahren. Doch einige Umweltschützer bleiben skeptisch: Aus ihrer Sicht ist diese Form der Endlagerung zu riskant.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von eiserner wilska » 3. Aug 2007 18:38

Ich glaube gelesen zu haben, dass im Ostseereport am kommenden Sonntag, 5.8., um 18.00 im NDR etwas über die Schwimm-WM der Pferde aus Finnland kommt !
Na denn, man darf gespannt sein !
u.n.v.e.u.

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 3. Aug 2007 20:04

Dann wollen wir doch mal sehen, was es da sonst noch gibt ...


05.08.2007 - NDR - 18:00 Uhr

Meisterschaft im Pferdeschwimmen in Westfinnland

Andrea Jedich ist unterwegs im Westen Finnlands. Dort liegt die Kleinstadt Kurikka in der Region Süd-Österbotten, die zu den Kornkammern des Landes zählt. Kurikka ist Austragungsort eines Wettbewerbs, den es so wohl nur in Finnland geben kann: der Meisterschaft im Pferdeschwimmen.
Was den meisten Außenstehenden zunächst unvorstellbar erscheint, macht den Akteuren offenbar richtig Spaß: Sie gehen freiwillig ins Wasser und durchqueren das "100-Meter-Becken", das eigens für den Wettkampf in einer Waldlichtung angelegt wurde, vollständig aus eigener Kraft. Ziehen oder Treiben von Land aus ist verboten, die Pferde werden lediglich mit Hilfe zweier Leinen vom Ufer aus geführt.

Weitere Themen der Sendung:

Norwegen: Schwimmen mit Lachsen
Am Suldalslågen in Südwestnorwegen hat die Lachssaison begonnen. Die Fische kehren aus dem Atlantik zurück in ihren Geburtsfluss und locken zahlreiche Touristen an: zum Angeln - und zum Gucken. Bjørn Mo bietet seit acht Jahren ein ganz besonderes Abenteuer an: "Schwimmen mit Lachsen". Ausgestattet mit Überlebensanzügen und Taucherbrillen lassen sich Bjørns Gäste einfach treiben. Eine Garantie, tatsächlich Fische zu entdecken, kann auch Bjørn nicht geben, aber ein außergewöhnliches Erlebnis ist es allemal.

Schweden: Das Birgitta-Kloster Vadstena
Die Birgitta-Schwestern bilden den einzigen Nonnenorden Skandinaviens. Vor mehr als 600 Jahren gründete die Heilige Birgitta den Orden in Vadstena am Ostufer des Vätternsees. Es folgte eine wechselvolle Geschichte mit Jahrhunderten im Exil - erst seit 1963 sind die Birgittinerinnen wieder in Vadstena ansässig. Rund 300.000 Pilger aus allen Teilen der Welt zieht es jedes Jahr hierher. Unter der Äbtissin Mutter Karin leben, arbeiten und beten im Kloster zwölf Frauen aus fünf Ländern. Zu der Anlage gehört auch ein Gästehaus, das Menschen aller Konfessionen offen steht und fast immer ausgebucht ist.

Russland: 200 Jahre Tilsiter Frieden
Vor 200 Jahren verloren auf dem Schlachtfeld von Friedland in Ostpreußen 30.000 Männer ihr Leben. Napoleon siegte und diktierte Zar Alexander I. und Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. im Sommer 1807 seine Bedingungen für den "Tilsiter Frieden". 200 Jahre später heißt die Stadt Sovjetsk, und sie feiert das Jubiläum mit Delegationen aus Polen, Litauen und Deutschland. Schauspieler in historischen Uniformen stellen eine der blutigsten Schlachten der Napoleonischen Kriege nach. Aus der Partnerstadt Kiel ist eine Gruppe Tilsiter nach Sowjetsk gekommen. Krieg und Sowjetzeit haben tiefe Narben in das Gesicht der Stadt gegraben - aber auch nach mehr als 60 Jahren finden sich die meisten der hier Geborenen in ihrer Heimatstadt bestens zurecht.

Ostsee: Jugendliche segeln alten Marstalschoner
Unterwegs mit "Zuversicht" - 16 Jugendliche aus Deutschland, Finnland, Estand und Lettland tauschen für drei Wochen den festen Boden unter den Füßen mit den schwankenden Planken eines Traditionsseglers. Der 100 Jahre alte Marstalschoner "Zuversicht" gehört dem evangelischen Verein "Jugendsegeln" und wird von einem Kapitän und einem Bootsmann geführt. Die Jugendlichen sind keine Gäste - sie bilden die Mannschaft und müssen vom Segelhissen über den Küchendienst bis hin zur Nachtwache alle Aufgaben erledigen, die an Bord anfallen. Schnell bilden sie eine Gemeinschaft und bestehen zusammen so manche Probe, auf die sie Wind und Wetter stellen.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von riksu » 6. Aug 2007 13:41

meine kusine war auf dem segler "zuversicht" - sie war die jugendliche, die für's frühstück zuständig war, obwohl ihr so schlecht war... :)

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 15. Aug 2007 22:53

Hier schon eine kurze Vorschau für die Sendung vom 2. September:

Islands Süden: Zwischen Geysiren, Gletschern und Vulkanen

Grönlands Eisberge: Unterwegs mit dem Expeditionsschiff 'Fram'

Finnlands Flößer: Meisterschaft im Baumstamm-Surfen

Papageitaucher bedroht: Arktische Vögel finden keine Nahrung mehr

Schweden vor 40 Jahren: Der Linksverkehr wird abgeschafft
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 2. Sep 2007 12:45

Hier noch mal ausführlicher (heute 18 Uhr):
Island - Traumlandschaft zwischen Wasserfällen und Gletschern

Moderator Udo Biss ist unterwegs im Süden Islands. In der Traumlandschaft zwischen Wasserfällen und Gletschern, zwischen Vulkanen und Geysiren begleitet er unter anderem einen Vulkanologen, der versucht, künftige Ausbrüche vorherzusagen.

Eine Offroad-Tour führt das NDR Team außerdem nach Thorsmörk, dem beliebten Ausgangspunkt für Wanderungen durch das isländische Hochland. Die Fahrt dorthin führt vorbei an mächtigen Gletschern und durch mehrere Furten, deren Verlauf sich durch die reißenden Ströme ständig verändert und die nur mit Spezial-Geländewagen zu durchqueren sind.

Weitere spektakuläre Bilder gibt es von einem Abstecher zum Gullfoss, dem bekanntesten Wasserfall der Vulkaninsel, und von einer Rafting-Tour auf dem Gletscherfluss Hvitá.


Meisterschaft der Flößer in Finnland

Es ist eine Jahrhunderte alte Tradition im Land der Seen und Wälder, das Flößen. Auf dem Höhepunkt der Flößerei haben 500.000 Finnen von diesem Beruf gelebt. Die Stämme wurden einzeln hintereinander zu langen Ketten aufgereiht und zu den Sammelplätzen gebracht, von wo aus sie zu den Sägewerken und Papierfabriken transportiert wurden. Ganz vorn stand dabei der Flößer wie auf einem Surfbrett. Mit viel Geschick und Balance steuerte er seine Fracht über das Wasser. Heute ist das Flößen vor allem Nostalgie - und ein sportlicher Wettkampf mit mehreren Disziplinen. Bei der Meisterschaft in Kuusamo treten die Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen wie Rudern, Staken oder Baumrollen an. Und beim sogenannten Flößerschwur gibt es auch den "klassischen" Ritt durch die Strömung - eine Mordsgaudi für Teilnehmer und Zuschauer.



Mit der "Fram" um die Diskobucht an der grönländischen Westküste

Die neue "Fram" ist das modernste Expeditions-Kreuzfahrtschiff der Welt und damit unbestritten das neue Flaggschiff der norwegischen Hurtigruten-Reederei. Eine der ersten Reisen nach dem Stapellauf führte die "Fram" ins - noch - ewige Eis an der grönländischen Westküste. Die Tour beginnt in Kangerlussuaq und führt vorbei an bizarren Eisbergformationen. Zu den Höhepunkten gehören der gewaltige Gletscher Eqip Sermia und der spektakuläre Kangiafjord bei Ilulissat. Neben den Schönheiten der Natur gibt es auf der Expeditionsreise auch Einblicke in das Leben der Inuit.


Papageitaucher auf den Westmänner-Inseln

Die Inselgruppe vor der Südküste Islands ist die Heimat von 5.000 Menschen und mehreren Millionen Papageitauchern. Doch die Menschen von den Westmännern machen sich Sorgen. Immer weniger Pärchen brüten, und diejenigen, die noch Eier legen, brüten später als früher. Deshalb sind viele Jungtiere zu schwach, wenn sie im Herbst aufs Meer hinausziehen. Jetzt untersuchen Vogelkundler, wie ernst die Lage für das Wappentier der Westmänner-Inseln tatsächlich ist.

Außerdem geplant:
Rückblick
Vor 40 Jahren wurde in Schweden der Rechtsverkehr eingeführt
Zoologische Sensation
Geburt eines Schweinswal-Babys im Fjord & Belt-Zentrum im dänischen Kerteminde
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Omega » 2. Sep 2007 19:05

Der Bericht über Finnland war mal wieder klasse!!! :]




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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 18. Sep 2007 09:13

30.09.2007 - NDR - 18:00 Uhr

Moderator Udo Biss meldet sich von Bord des neuen Kreuzfahrt-Fährschiffes "Color Magic", das zwischen Kiel und Oslo verkehrt. Dabei stellt er nicht nur das mehr als 220 Meter lange "Kreuzfahrtschiff mit Autodeck" und seinen Kapitän vor, sondern berichtet auch von der Überführungsfahrt und der Taufe in Kiel.

Weitere Themen der Sendung:

Sauna-Marathon in Finnland
Die Finnen lieben ihre Sauna - nicht nur im Winter, wenn es draußen kalt ist, sondern auch in der Hitze des Sommers. Und einige können gar nicht genug davon bekommen. Für sie gibt es den Sauna-Marathon. In einem kleinen Dorf stellen Einheimische ihre privaten Saunen zur Verfügung - 19 Schwitzbuden sind es dieses Mal. Gruppen von leicht bekleideten Finnen streifen durch die Wälder, um im Laufe eines Tages möglichst viele Saunen zu besuchen. Doch das ganze ist kein Wettkampf, sondern dient natürlich der Entspannung: in ihrem "Nationalheiligtum" wollen die Finnen keinen Stress aufkommen lassen!

Mit dem Inselfotografen auf der dänischen Insel Møn
Der Fotograf Sigurd Bojesen hat sich einen Traum erfüllt. Er gibt eine Zeitschrift über seine Heimatinsel Møn heraus. Vor vor acht Jahren kehrte er zurück auf die Insel, nachdem er jahrzehntelang als internationaler Fotoreporter in der Welt unterwegs gewesen war. Jetzt ist er Verleger, Redakteur, Zeitungsjunge - in erster Linie aber Fotograf. Bojesen zeigt die Arbeit letzten Grundnetzfischer auf der Insel oder begleitet einen Ingenieur, der einen Offshore-Windpark betreut. Er dokumentiert die Abbrüche an den berühmten Kreidefelsen von Møns Klingt oder freut sich über die Sonnenuntergänge in Harbølle Havn, die jeden Tag in einem anderen Licht erscheinen.

Grönländische Kajakmeisterschaften zwischen Eisbergen
Der Kajak ist das traditionelle Fortbewegungsmittel der Inuit auf dem Wasser. In den vergangenen Jahrzehnten hatte der Kajak im Zuge der Modernisierung und Technisierung an Bedeutung verloren - jetzt erlebt es eine Renaissance. Immer mehr junge Inuit haben Spaß an der Tradition und lernen die Technik, die im Ernstfall das Überleben sichern kann. Und sie messen sich in verschiedenen Disziplinen bei den Meisterschaften in Ilulissat.

Außerdem geplant:

Die Königsberger Altstadt soll in Kaliningrad wieder aufgebaut werden.
Besuch auf der Insel Hallands Väderö vor der schwedischen Westküste.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 18. Nov 2007 16:38

25.11.07
19:30 NDR

Auf den Spuren von Astrid Lindgren

Diese Sendung steht im Zeichen von Astrid Lindgren, die in diesem Monat 100 Jahre alt geworden wäre. Moderator Udo Biss bewegt sich in Stockholm auf den Spuren der weltbekannten Kinderbuchautorin, die zu Lebzeiten immer wieder als die beliebteste Schwedin genannt wurde - noch vor den Mitgliedern des Königshauses.

Der Ostsee Report besucht mehrere Orte in der schwedischen Hauptstadt, die für das Leben und Werk von Astrid Lindgren von Bedeutung waren. Außerdem stellt Udo Biss das Kindermuseum "Junibacken" vor. Er trifft Inger Nilsson, die Darstellerin der Pippi Langstrumpf in den erfolgreichen Verfilmungen, und besucht den Geburtsort der Autorin, Näs in Småland. Schließlich blickt Udo Biss zurück auf mehrere persönliche Begegnungen mit Astrid Lindgren in den vergangenen 20 Jahren, unter anderem in ihrem Sommerhaus in Furusund an der Ostsee.


Die letzte Bäuerin an den isländischen Westfjorden

Elisabet Pettursdottir und ihr neunjähriger Sohn Thor sind die einzigen Bewohner im Tal - zusammen mit ihren 150 Schafen. Jeden Tag fährt Elisabet den Jungen rund 50 Kilometer zur Schule nach Flateyri. Die Leute im Ort bezeichnen sie als stur, und auch die Gemeinde hat Elisabet immer wieder gedrängt, den Hof aufzugeben und sich im Ort niederzulassen - die Verwaltung würde dann viel Geld für den teuren Schulweg sparen. Aber Elisabet will nicht umziehen und Thor auch nicht. Der Junge sagt, dass seine Mitschüler und die Lehrergar nicht wissen, wie schön es ist, Bauer zu sein. Aber es ist auch hart für Elisabet und Thor, alles alleine schaffen zu müssen - den Schafabtrieb im Herbst, vorher die Heuernte und zwischendurch noch mal die eine oder andere Reparatur am Traktor.


Spielplätze für Senioren in Finnland

Da auch in Finnland die Geburtenrate und der Absatz für Kinder-Spielgeräte sinkt, hat sich ein Hersteller einen neuen Markt erschlossen: Spielplätze für Senioren. Fünf Jahre haben die Entwickler geforscht und getüftelt, denn die neue Zielgruppe hat ihre eigenen Bedürfnisse: Die Reckstangen, Barren oder Balancierhocker dürfen nicht zu schwierig sein, nicht zu riskant. Sicherheit ist für die Alten besonders wichtig. Überall gibt es feste Haltegriffe und genaue Anleitungen. Die Übungen sind gelenkschonend und Balancetraining senkt erwiesenermaßen das Sturzrisiko. 300 solcher Anlagen gibt es mittlerweile in Finnland, die übrigens nicht nur bei den Senioren sehr gut ankommen, sondern auch bei ihren Enkeln.



Außerdem geplant:
- Vorweihnachtszeit im dänischen Tondern

- Norwegische Komödien auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck

- Das "Licht-Café" in Stockholm
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Syysmyrsky
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 5. Jan 2008 09:04

06.01.2008 - NDR - 18 Uhr

NDR Reporter Udo Biss ist an Bord eines traditionsreichen Postdampfers auf der legendären Hurtigrute. Während einer mehrtägigen Seereise entlang der Küste Nord-Norwegens erlebt er die Polarnacht mit all ihren ganz besonderen Reizen: traumhafte Winterlandschaften, eingefärbt in magische Lichtstimmungen und die faszinierende Aurora Borealis, das Nordlicht über der Barentssee.
Neben den winterlichen Naturschönheiten des Nordens einschließlich eines Ausflugs zum Nordkap stellt der Ostsee Report Menschen vor, die sich mit den extremen klimatischen Bedingungen ihrer Heimat auf eine ganz besondere Art und Weise arrangiert haben: Die Sendung begleitet beispielsweise eine schwedische Großfamilie, die mit transportablen und beheizbaren Minihütten auf einem zugefrorenen See ein Wochenende beim Eisangeln verbringt.

Weitere Themen der Sendung:

Tauchabenteuer mit Kamtschatka-Krabben
Lars Petterøie betreibt in Kirkenes an der russischen Grenze die nördlichste Tauchbasis der Welt und fährt mit Touristen zu den Fischgründen der riesigen Kamtschatka-Krabben hinaus. An der Küste Nord-Norwegens breitet sich dieses Tier aus, das auch Königskrabbe oder Monsterkrabbe genannt wird - durchaus verständlich bei einer Länge von bis zu 1,80 Meter von Fuß zu Fuß und einem Gewicht von bis zu 15 Kilogramm. Der riesige Krebs stammt ursprünglich aus der nördlichen Pazifikregion. Vor Norwegen haben die Monsterkrabben praktisch keine natürlichen Feinde; sie vermehren sich rasant und haben inzwischen die Küstengewässer bis zur Südspitze der Lofoten erobert.

Das härteste Schlittenhunderennen Europas
Der Finnmarksløpet ist das härteste und kälteste Hundeschlittenrennen Europas und führt über 500 Kilometer durch die nördlichste Region Norwegens. Udo Biss begleitet die aus Deutschland stammende Kati Meier und ihre sieben Huskies bei ihrem Kampf gegen die Zeit und die arktischen Temperaturen von bis zu minus 30 Grad. Mehr als 70 Musher - so nennt man die Schlittenführer - machen sich mit ihren Hunden von Alta aus auf die Strecke, die über die Finnmarksvidda bis nach Kirkenes nahe der russischen Grenze führt.

Wölfe sind ihr Leben
Außerdem besucht der Ostsee Report die norwegische Wolfsfrau Tuva Thorson auf dem Berg- und Naturhof "Langedrag". In Norwegen kennt fast jeder diesen Hof, seit vor einigen Jahren eine Fernsehserie über das Leben dort ausgestrahlt wurde. Die Attraktion des Naturparks sind die Wölfe, die Familie Thorson hier seit 25 Jahren in der märchenhaften Bergwelt hält. Gerade erst sind hier wieder sechs Welpen geboren worden. Tuva Thorson hat im Laufe der Jahre auch die Sprache der Wölfe erlernt - und das ist weit mehr als nur Heulen: Mit Ohren, Zähnen, Zunge und der gesamten Körpersprache verständigen sie sich und können bis zu 40 verschiedene Botschaften vermitteln - und so "spricht" auch Tuva mit den Wölfen.
Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln.

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