Ostsee-Report

Finnische Filme in deutschen Kinos oder im Fernsehen sind rar. Hier ist Raum für Hinweise auf gute Spielfilme, Reportagen, Dokumentationen u. dergl. Ach ja, nicht zu vergessen: das Radio!

Moderatoren: Peter, Sapmi

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 10. Feb 2008 19:17

17.02.2008 - NDR - 18.00 Uhr

Besuch auf der finnischen Insel Utö

Moderatorin Anni Dunkelmann besucht die Insel Utö am Rand des Schärengürtels vor der finnischen Südküste. Utö ist die südlichste, ganzjährig bewohnte Siedlung des Landes - etwa 40 Menschen leben auch im Winter hier. Dazu gehören der Lotsenbootfahrer und die Lehrerin der kleinen Inselschule, die gerade einmal sechs Kinder besuchen.
Auf Utö steht auch der älteste Leuchtturm Finnlands, der noch in Betrieb ist. Die Ursprünge des 26 Meter hohen Gebäudes stammen aus dem Jahr 1814. Zeitweilig war im Wahrzeichen der Insel auch eine Kirche untergebracht. Gottesdienste werden hier schon seit längerem nicht mehr abgehalten, jedoch können sich Heiratswillige immer noch trauen lassen.

Weitere Themen der Sendung:

Schleswig-Holsteiner als Naturguide auf Spitzbergen
Wenn die "Nordstjernen" auf Expeditionskreuzfahrt an der Westküste Spitzbergens unterwegs ist, sind zahlreiche Guides an Bord, die viel mehr sind als einfache Gästebetreuer. Einer von ihnen ist Ralf Westphal, der ursprünglich aus Husum stammt. Ralf und seine Kollegen erklären den Passagieren nicht nur die Geschichte, die Pflanzen- und Tierwelt der arktischen Region zwischen Longyearbyen und dem 80. Breitengrad, sondern sie sichern ihnen auch buchstäblich das Überleben. Bei den Landgängen halten sie ständig Ausschau nach Eisbären und haben deswegen immer Gewehre dabei. Während sich viele Touristen wünschen, einen Eisbären in freier Natur zu sehen, wissen die Guides um die Gefahr, die von den größten Landraubtieren der Welt ausgeht. Denn jedes Jahr gibt es auf Spitzbergen Eisbären-Angriffe, die für die Menschen oft tödlich enden.

Riesiger Holzelch soll Attraktion in Nordschweden werden
Elche faszinieren Menschen aus aller Welt - das hat der schwedische Unternehmer Thorbjörn Holmlund immer wieder erlebt. Deshalb kam er auf die Idee, ein wahres Großprojekt anzugehen. In den Wäldern zwischen Arvidsjaur und Skellefteå soll schon bald der größte Elch der Welt zahlreiche Touristen anlocken. 45 Meter hoch ragt der Koloss dann in den nordischen Himmel. In seinem Körper sollen ein Kongresszentrum, ein Konzertsaal und ein Restaurant Platz finden, und die gewaltige Schaufel der hölzernen Skulptur dient als Aussichtsplattform

Außerdem geplant:

Schweden: Bootsbauer in den Schären
Finnland: Unterwegs mit einem fahrenden Möbelhändler

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 10. Feb 2008 21:30

Angeblich soll dabei auch noch was über's Schneefestival in Kiruna kommen. :mrgreen:

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 17. Feb 2008 09:55

Ergänzung zum Beitrag vom 10.02.2008

17.02.2008 - NDR - 18.00 Uhr

Besuch auf der finnischen Insel Utö

Riesen-Holzelch als neue Attraktion in Nordschweden
Elche faszinieren Menschen aus aller Welt - das hat der schwedische Unternehmer Thorbjörn Holmlund immer wieder erlebt. Deshalb kam er auf die Idee, ein wahres Großprojekt anzugehen. In den Wäldern zwischen Arvidsjaur und Skellefteå soll schon bald der größte Elch der Welt zahlreiche Touristen anlocken. 45 Meter hoch ragt der Koloss dann in den nordischen Himmel. In seinem Körper sollen ein Kongresszentrum, ein Konzertsaal und ein Restaurant Platz finden, die gewaltige Schaufel der hölzernen Skulptur dient als Aussichtsplattform.
Aber auch auf einem anderen Gebiet sorgen schwedische Elche jetzt für Aufsehen. Hulda und Herkules, zwei Jungtiere von einer Elchfarm in Bjurholm, werden in Schottland ausgewildert, um die Tierart dort nach 1.000 Jahren wieder anzusiedeln.

Mit einem fahrenden Möbelhändler im Nordwesten Finnlands
Pekka Lehto gehört zu den letzten seiner Zunft. Früher gab es fast 500 fahrende Möbelhändler, doch die Konkurrenz durch Einrichtungs-Discounter, Versandhaus-Kataloge und das Internet macht ihnen das Leben schwer. Pekka findet seine Kunden meist abseits der großen Straßen - in kleinen Dörfern und auf abgelegenen Bauernhöfen. Hier ist Klinkenputzen angesagt. Es ist ein mühsames Geschäft, denn auch wenn die Finnen höflich sind und ihm nicht die Tür vor der Nase zuschlagen, hört er allzu oft, dass man gerade keinen Bedarf an neuen Möbeln habe. Doch es gibt auch Stammkunden, die seit Jahrzehnten seine Produkte und den Service schätzen. Denn trotz seiner 66 Jahre trägt Pekka die Möbel selbstverständlich mit ins Haus, nachdem der Kauf per Handschlag besiegelt wurde.

Schneeskulpturen-Festival im nordschwedischen Kiruna
Es ist kalt, es ist dunkel und die Zeit ist knapp: nur 72 Stunden haben die 20 Künstler, um aus einem riesigen Schneewürfel eine Skulptur zu erschaffen - mit Hilfe von Schaufel, Pickel und ein paar Metern Stacheldraht als Säge. So sind die Regeln beim internationalen Schneefestival in Kiruna, an dem sich auch Isabel Rengstorf und Franziska Agrawal aus Neu-Ulm beteiligen. Thema in diesem Jahr ist der Klimawandel, den auch die erfahrenen Teilnehmer hautnah spüren. Vor wenigen Jahren sank das Thermometer während des Wettbewerbs noch auf unter 40 Grad minus - in diesem Jahr herrschten geradezu milde 15 Grad minus.

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 4. Mär 2008 19:34

Montag, 24.3.2008
19:15 Uhr

Ostsee Report spezial

Das nördlichste Ballonfahrer-Treffen der Welt
Levi ist das größte Skizentrum Finnlands, aber es waren nicht so sehr die Loipen, Lifte und Pisten, die Moderator Udo Biss angelockt haben, sondern in erster Linie das "Arctic Hot Air Balloon Adventure" - das nördlichste Ballonfahrertreffen der Welt. Elf Teams aus sieben Ländern sind nach Levi gekommen, um lautlos über die zauberhafte Winterlandschaft nördlich des Polarkreises zu schweben.

Dabei beobachtet der Ostsee Report aus der Luft eine Gruppe Elche und genießt bei klarer Luft die Fernsicht von bis zu 100 Kilometern, die den Begriff der "schier endlosen Wälder" greifbar machen. Genau diese Wälder aber werden auf der Suche nach einem Landeplatz zu einer besonderen Herausforderung, denn es gibt nicht überall größere Lichtungen, die einigermaßen gut zu erreichen sind. Deshalb muss zur Bergung oft ein Snowscooter eingesetzt werden, um Ballon, Korb und Mannschaft aus der Wildnis zurückzuholen.

Der Vielfraß in den finnischen Wäldern
In Europa kommt der Vielfraß nur noch im hohen Norden vor. Die größte Marderart gilt als sehr scheu - deswegen gibt es nur wenige Bilder von frei lebenden Vielfraßen. Den Tierfilmern Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg sind jetzt in Finnland spektakuläre Aufnahmen des Riesenmarders gelungen. Mit Geduld und Glück haben sie eine Vielfraß-Familie über ein Jahr begleitet. Daraus ist eine eindrucksvolle Dokumentation mit fantastischen Naturaufnahmen entstanden. Der Name des Vielfraßes beschreibt übrigens nicht seine Essgewohnheiten. Er ist vielmehr eine falsche Übersetzung des altnordischen Namens "fjellfräs", was so viel bedeutet wie Bergkatze.

Zusammentreffen zweier Welten und Kulturen
Der pensionierte Schweizer Lehrer Hans Ulrich Schwaar verbringt die meiste Zeit des Jahres in Näkkälä, einer kleinen Siedlung in Finnisch-Lappland. Er wohnt bei Iisakki-Matias Syväjärvi, einen alten Rentierzüchter, der mit seinen Rentieren im Einklang mit der Natur und im Rhythmus des Jahres lebt. Der Dokumentarfilmer Peter Ramseier hat die beiden Männer und das Zusammentreffen zweier Welten und Kulturen mit der Kamera begleitet. Vor der beeindruckenden Kulisse der nordischen Natur ist dabei ein Film entstanden, der von Harmonie und Freundschaft, aber auch von Spannungen und Gegensätzen erzählt.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 22. Mär 2008 12:10

Ergänzung zu Sápmis Beitrag vom 04.03.2008

Amerikanische Studenten mischen die finnische Eishockey-Liga auf
In Finnland gilt Eishockey als Nationalsport, aber zur Zeit sind es vor allem Amerikaner, die in der finnischen Liga für Furore sorgen: In Varkaus, einer Industriestadt im Osten des Landes, besteht eine komplette Mannschaft ausschließlich aus jungen Männern, die aus Nordamerika stammen. Sie spielen zwar wie Profis, aber sie bekommen kein Geld, denn alle sind Studenten und studieren an der Savonia Universität. Die Ausbildung in Finnland ist kostenlos, in ihrer Heimat müssten die Athleten mehrere 10.000 Dollar pro Jahr an Studiengebühren zahlen. Nicht nur für die Spieler bietet dieses Projekt große Vorteile - auch die Menschen in Varkaus sind begeistert, denn so gutes Eishockey haben sie hier noch nicht gesehen.

Mit dem Oldtimer zum Traktorrennen aufs Eis
Die Finnen sind bekannt für ihre skurrilen Wettkämpfe - ein Traktorrennen auf Eis kann es wohl nur im Land der 1000 - zugefrorenen - Seen geben. Dabei war es in diesem Jahr wegen der milden Temperaturen lange Zeit unsicher, ob das Eis überhaupt dick genug für das traditionsreiche Rennen der Ackerschlepper wird. Gerade einmal 90 Meter lang ist die Strecke für die bis zu 60 Jahre alten Traktoren, denn es ist ein "dragrace" - ein Beschleunigungsrennen, bei dem der Sieger immerhin Tempo 22 erreicht. Das klingt einfach, aber auf dem glatten Untergrund ist es eine echte Herausforderung, die Trecker ohne Spikes, ESP oder andere moderne Technik auf der Bahn zu halten.

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 28. Mär 2008 13:32

Sonntag, 30. März 2008
18.00 Uhr

Schwedisch Lappland: Stadt Pajala hofft auf Goldrausch
Udo Biss meldet sich aus Pajala im Tornedal in Schwedisch Lappland. Die Region rund 100 Kilometer nördlich des Polarkreises gehörte bis 1809 zu Finnland, und auch heute haben die etwa 30.000 Tornedal-Schweden rechtlich einen Minderheiten-Status. Sie sprechen Finnisch - allerdings einen Dialekt, von dem es heißt, dass selbst die Finnen ihn kaum verstehen.

Der Autor Mikael Niemi hat seiner Heimat mit dem Roman "Populärmusik aus Vittula" literarisch ein Denkmal gesetzt und das Tornedal ins Bewusstsein der schwedischen Gesellschaft zurückgeholt. Moderator Udo Biss trifft den Schriftsteller und spricht mit ihm über das Buch, Pajala und Probleme und Perspektiven der Stadt.

Hoffnung auf Goldrausch:
In den vergangenen Jahrzehnten war die Gegend geprägt von hoher Arbeitslosigkeit und Landflucht. Der "Vittula-Tourismus" brachte einen kleinen Aufschwung, und nun hofft Pajala auf einen echten Goldrausch, denn ein internationales Unternehmen plant den Abbau des Edelmetalls, das im Boden um Pajala vorkommt.

Außerdem besucht Udo Biss einen deutschen Arzt, der mit seiner Familie aus Berlin ins dünn besiedelte Lappland ausgewandert ist und sowohl die Natur als auch die Arbeitsbedingungen in Schweden genießt.

Weitere Themen der Sendung:

Estland: Stardirigent baut sich seine eigene Konzerthalle
Tonu Kaljuste ist weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt. Vor acht Jahren kaufte er die kleine Insel Naissar, die acht Kilometer vor Tallinn in der Ostsee liegt, um sich einen Traum zu erfüllen: ein eigenes Kulturzentrum mit Opernbühne und Konzertsaal. Eine große Herausforderung, denn auf Naissar gibt es keinen Strom, keine Straßen und gerade einmal zwei Bewohner, die von Kaljustes Plänen nichts halten. Das Projekt stand mehrfach kurz vor dem Scheitern, weil Investoren und Partner ihre Zusagen zurückzogen oder neue bürokratische Hürden entstanden. Doch Tonu Kaljuste gibt nicht auf.

Finnland: Weltmeisterschaften im Winter-Tango
Die Finnen sind Weltmeister im Veranstalten von Weltmeisterschaften in außergewöhnlichen Disziplinen: ob Handy-Weitwurf, Eisangeln im Sommer, Frauentragen oder Sumpffußball - meistens kommen auch die Sieger aus Finnland, denn in der Regel sind keine Teilnehmer aus dem Ausland dabei. So auch bei den Weltmeisterschaften im Winter-Tango. Direkt vor dem Rathaus von Tampere, der drittgrößten Stadt des Landes, treten die Paare auf Schnee und Eis zum Wettkampf an. Wenn Finnen Tango tanzen, dann wärmen sie ihre Seele. Das ist bei minus sechs Grad auch nötig. Die kritische Jury achtet nicht nur darauf, ob Tanzhaltung und Schritte auf dem glatten Boden stimmen, sondern auch darauf, ob die Tänzer die tango-typische Leidenschaft verströmen.


Norwegen: Osloer Oper kurz vor der Eröffnung
Direkt am Fjord, mitten in der norwegischen Hauptstadt, ist in den vergangenen fünf Jahren ein imposantes Bauwerk entstanden - das neue Opernhaus, das geradezu aus dem Wasser herauszuwachsen scheint. Heller Marmor, Glas und Holz prägen das Gebäude, das dem ehemals heruntergekommenen Hafenviertel Bjørvika ein neues Gesicht und Image verleiht. Drei Bühnen, mehr als 1.000 Räume für insgesamt rund 550 Millionen Euro - ein neues Schmuckstück für die norwegische Kulturlandschaft, das die Menschen im Land lange entzweite - inzwischen aber doch überwiegend begeistert. Begeistert ist auch Andreas Heise aus dem Harz, denn die Oper ist der Arbeitsplatz des 29-jährigen Deutschen. Er ist Tänzer beim Norwegischen Nationalballett und genießt die lichtdurchfluteten Räume des Neubaus, in denen er sich auf die Premiere im April vorbereitet.

Dänemark: Teenager-Leben auf einer abgelegenen Insel
Morgens zweieinhalb Stunden Schulweg mit der Fähre und dem Bus - und nach dem Unterricht das Gleiche zurück. Das ist der Alltag für die 18-jährige Annika. Sie wohnt auf Femø, einer kleinen Insel in der Ostsee. Hier leben gerade einmal 150 Menschen in zwei kleinen Dörfern und auf einigen verstreut liegenden Bauernhöfen. Eigentlich eine Idylle, aber nicht ganz einfach für einen Teenager, weil auf der Insel keine Gleichaltrigen leben. Schule, Freunde, Freizeitvergnügen, all das gibt es nur auf Lolland, der großen Nachbarinsel, die die Leute von Femø "Festland" nennen.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 17. Apr 2008 20:45

Sonntag, 27. April:


Unterwegs an der schwedischen Westküste
Moderatorin Anni Dunkelmann ist unterwegs an der schwedischen Westküste auf der Suche nach dem skandinavischen Frühling. Die Region Bohuslän erstreckt sich von Göteborg bis zur norwegischen Grenze und ist geprägt vom Küstenstreifen mit kahlen Klippen, pittoresken Fischerorten und vorgelagerten kleinen Inseln in der Ostsee.

Erste Station ist Göteborg. Die zweitgrößte Stadt Schwedens zählt mit ihren zahlreichen Gärten und Parks zu den "grünen Metropolen". In diesem Jahr wird es noch grüner, denn von Juni bis September findet hier die internationale Gartenausstellung "Göteborgs Lustgärten" statt.

Wettkampf im Austernöffnen
Aus der Großstadt geht es dann auf die Insel Kärringö mit gerade einmal 90 Einwohnern. Die Insel im Kattegat wurde im 16. Jahrhundert von Fischern besiedelt. Sie fingen Hering, Dorsch und Lengfisch und trockneten und salzten ihren Fang auch selbst auf der Insel, bevor sie ihn verkauften. Im 19. Jahrhundert entdeckten Badegäste Kärringön als Ausflugs- und Urlaubsziel. Zahlreiche Gebäude aus jener Zeit sind bis heute gut erhalten. Kärringö ist unter Seglern und Seefahrern für die historische Lotsenstation und als Standort eines Seenotrettungskreuzers bekannt.

Eine weitere Attraktion auf der Insel ist die Austernbar. Die Küste von Bohuslän gilt als das beste Austernrevier Schwedens, mit dem Örtchen Grebbestad als Zentrum. Hier ernten die einzigen Austerntaucher des Landes wilde Muscheln vom Meeresgrund. Der Ostsee Report beobachtet dort die nordischen Meisterschaften im Austernöffnen.

Weitere Themen der Sendung:

Eine deutsche Biologie-Studentin auf Spitzbergen
Wenn im Frühling die Sonne zurückkehrt, dann blühen die Menschen in Svalbard, wie die Inselgruppe im Nordpolarmeer eigentlich heißt, regelrecht auf. So auch Elke Morgner aus Berlin, die seit neun Monaten in der Inselhauptstadt Longyearbyen lebt, um hier ihren Masterabschluss in Pflanzenökologie zu machen. Sie ist nicht nur von den guten Studienbedingungen begeistert, sondern auch von der kargen, aber überwältigenden Natur. Das Licht ist faszinierend und Elke kann sich an den Farbenspielen kaum satt sehen. Sie weiß, dass sie - wie die meisten Menschen - nur für eine begrenzte Zeit auf Svalbard bleiben wird, und versucht deshalb, diese Zeit so intensiv wie möglich zu nutzen.

Kreuzfahrer-Boom in Kiel
Kiel ist der beliebteste Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe in Deutschland. Für das laufende Jahr sind schon 128 Abfahrten von Luxusschiffen fest gebucht. Das sind gut zehn Prozent mehr als 2007 - Tendenz weiter steigend. Gleich zu Saisonbeginn Mitte April kommt die nagelneue, mehr als 250 Meter lange AidaBella in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Die Kreuzfahrer sind ein gutes Geschäft und jedes Mal eine besondere Herausforderung für die Hafenagenten von Sartori & Berger. Die renommierte Schiffsagentur feiert 2008 ihr 150-jähriges Bestehen.

Außerdem geplant:
Die junge estnische Musik-Professorin Cätlin Jaago belebt in ihrer Heimat die Tradition des Dudelsackspielens.
Ein finnischer Rentner hat einen skurrilen Skulpturenpark mit Hunderten von lebensgroßen Figuren in Yoga-Posen geschaffen
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 17. Jun 2008 12:52

Sonntag, 29.6.:

Geirangerfjord Moderator Udo Biss ist unterwegs in einer der atemberaubendsten Landschaften Skandinaviens: am Geirangerfjord in Westnorwegen. Nicht umsonst hat die UNESCO die Region im Bezirk Møre og Romsdal in die Liste des Welterbes aufgenommen. Im Dörfchen Geiranger am Ende des Fjordes leben nur 300 Menschen das ganze Jahr über, im Sommer steigt die Zahl der Bewohner auf 2.000 an. Dazu kommen zahllose Touristen, die per Auto oder Wohnmobil anreisen oder den Ort mit einem der jährlich über 100 Kreuzfahrtschiffe anlaufen.

Sie alle wollen die phantastische Natur erleben, die jeden Besucher in ihren Bann zieht. Besonders beeindruckend ist die Fahrt über den Fjord von Hellesylt nach Geiranger vorbei an den fast senkrechten Felswänden, den mehrere hundert Meter hohen Wasserfällen vor den schneebedeckten Bergen. Den besten Blick hat man vom knapp 1.500 Meter hohen Aussichtsberg Dalsnibba und vom "Ørnevegen", dem Adlerweg, der sich in spektakulären Serpentinen von Geiranger in Richtung Nordosten in die Berge schlängelt.

Weitere Themen der Sendung:

350 Jahre Königliche Garde in DänemarkSie gehört zu Dänemark wie die kleine Meerjungfrau und rote Würstchen: Die Königliche Leibgarde mit den markanten Bärenfellmützen. Der Wachwechsel vor Schloss Amalienborg ist eines der am meisten fotografierten Motive des Königreiches. "Den Kongelige Livgarde" wurde 1658 von Frederik III. gegründet, um die höchste Instanz im Land zu schützen. Seitdem ist die Wacheinheit der Garde, die als Infanterieregiment ein Teil des dänischen Heeres ist, immer dort präsent, wo sich die Königsfamilie gerade aufhält.

Ein "Bärenroboter" trainiert finnische Jagdhunde

Esten haben eine historische Barke aus der Hansezeit nachgebaut

"Vätternrundan" - 300 Kilometer auf dem Fahrrad um Schwedens zweitgrößten See herum
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 13. Jul 2008 17:12

Ergänzung zu oben:

Ein "Bärenroboter" trainiert finnische Jagdhunde
Pena ist zur Zeit wahrscheinlich der populärste Bär Finnlands. Er trainiert finnische Jäger und Jagdhunde - per Fernsteuerung. Denn Pena ist zwar ein echter Bär - wurde aber vor einiger Zeit selbst von einem Jäger erlegt. Dann wurde er ausgestopft und mit Elektromotor und Rädern wieder mobil gemacht. Die Jäger können hier testen, ob ihr Hund überhaupt für die Bärenjagd geeignet ist oder ob er schon beim ersten Gebrüll das Weite sucht. Die Hunde sollen mit Penas Hilfe lernen, wie man einen Bären aufspürt und wie man ihn verbellt - und sie erfahren auch, warum ein Hund nie frontal auf einen Bären losgehen sollte.

Eine Oldtimer-Rallye nur für Frauen
Anita Sandström war es leid, dass sie nie den Oldtimer ihres Mannes fahren durfte - also kaufte sie sich ihren eigenen. Das war vor mehr als 25 Jahren. Den weinroten MG hat sie immer noch, und inzwischen hat sie genügend Gleichgesinnte gefunden, um eine Veteranenrallye nur für Frauen zu organisieren. Dabei geht es allerdings nicht um Schnelligkeit, sondern um Gleichmäßigkeit, Geschicklichkeit und Wissen. Aber auch das Aussehen ist wichtig - nicht nur das des Fahrzeugs, sondern auch der Fahrerinnen: stilecht und zeitlich passend zur Epoche, aus denen die Autos stammen.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Hans » 21. Aug 2008 10:03

NDR, Sonntag, 24.08., Magazin/Regionales 18:00 - 18:45 Uhr
Ostsee-Report
Auf dem Wikingerschiff 'Seehengst' in Roskilde / Sommerski-Akrobatik im norwegischen Vikafjellet / Senkholz als ökologischer Baustoff in Finnland

Auf dem Wikingerschiff 'Seehengst' in Roskilde
Moderatorin Anni Dunkelmann meldet sich aus dem dänischen Roskilde von dem Wikingerschiff 'Havhingsten fra Glendalough'. Der Nachbau des Langschiffes war im September 2004 vom Stapel gelaufen und ging im vergangenen Jahr auf seine Jungfernfahrt über die Nordsee nach Irland. Dort überwinterte das Schiff und kehrt nun mit neuer Besatzung in seinen Heimathafen auf der Insel Seeland zurück.
Der 'Seehengst' entstand auf der Werft des Wikingerschiffsmuseums in Roskilde. Er ist der weltgrößte Nachbau eines Wikingerschiffes und eine der Attraktionen des Museums. Das Original, das im Jahr 1042 in der Nähe von Dublin gebaut wurde, wurde 1962 etwa 20 Kilometer nördlich von Roskilde gehoben und ist ebenfalls im Museum zu sehen.
Sommerski-Akrobatik im norwegischen Vikafjellet
Im allgemeinen gilt Skilaufen ja als reiner Wintersport - die ganz Hartgesottenen nutzen aber auch im Sommer die verbliebenen Schneereste für ihr Hobby. Im Vikafjellet in der Nähe des westnorwegischen Ortes Voss treffen sich Skiakrobaten im Sommer zum 'Big Air' - einem Freestyle-Sprungwettbewerb. Während die Zuschauer im T-Shirt auf Gras und Felsen sitzen, schießen die Teilnehmer auf einem schmalen Schneestreifen über eine selbstgebaute Schanze und wirbeln bis zu 15 Meter hoch durch die Luft.
Senkholz als ökologischer Baustoff in Finnland
Im Schlamm auf dem Grund finnischer Seen liegt ein besonderer Baustoff: Senkholz. Das sind Baumstämme, die vor Jahrzehnten beim Flößen verlorengegangen waren und seitdem unter dem Schlick konserviert wurden. Damals verschwanden etwa drei Prozent des Holzes auf dem Weg zum Sägewerk im Wasser - eine riesige Menge, die jetzt Stück für Stück geborgen wird und die beim Bauen mehrere Vorteile bietet: Nach dem Trocknen verzieht es sich nur noch minimal, es gibt auch unter Belastung kaum nach und ist resistent gegen Schimmelpilzbefall.
Ein Puppentheater zieht mit dem Pferdewagen quer durch Litauen
Tauchen vor den Ålandinseln
Filmtipp: 'Tage des Zorns' mit Mads Mikkelsen

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 20. Sep 2008 05:07

21.09.2008 - NDR - 18:00 Uhr

Aufbruchstimmung in Kaliningrad

Moderator Udo Biss ist unterwegs in Kaliningrad. Seit seinem letzten Besuch hat sich hier viel getan. Beinahe überall in der Stadt wird gebaut. Am Pregel ist das Fischdorf im historischen Stil mittlerweile fast fertig. Aber auch rund herum putzt sich die Stadt heraus. Es entstehen Hotels, Bürogebäude und Einkaufszentren mit glänzenden Fassaden aus Stahl und Glas. Es wird so viel gebaut, dass den Russen in der Exklave der Kies ausgeht und sie den Rohstoff aus Schweden importieren.
Während man in der Stadt die Aufbruchstimmung förmlich greifen kann, ist auf dem Land die Armut kaum zu übersehen. Heye Osterwald war zwölf Jahre lang im Auftrag der nordelbischen Kirche im Kaliningrader Gebiet aktiv - die vergangenen sechs Jahre davon als Propst. Damit war er zuständig für 3.000 Kirchenmitglieder in 40 Gemeinden, die in einer Region leben, die ungefähr so groß ist wie Schleswig-Holstein. Eine große Rolle spielte dabei für Osterwald die diakonische Arbeit zum Wohle derer, die vom Aufschwung im neuen Russland nichts mitbekommen - und das sind vor allem die Alten und die ganz Jungen: Die evangelisch-lutherische Kirche betreibt unter anderem das einzige Alten- und Pflegeheim in kirchlicher Trägerschaft im gesamten Oblast Kaliningrad sowie das Rehabilitationszentrum Jablonka für Straßenkinder im Zentrum der Stadt.

Weitere Themen der Sendung:

Zwei Schwedinnen im Goldgräberglück
Eigentlich wollten Harriet Svensson und Siv Wiik nur Blaubeeren pflücken. Dabei entdeckten die beiden Frauen vor gut einem Jahr einen besonderen Stein. Sie ließen ihn untersuchen und sicherten sich dann die Schürfrechte für das Gebiet, denn sie hatten die bislang größte Goldader des Landes entdeckt. Für zunächst anderthalb Jahre verkauften sie die Schürfrechte an eine kanadische Firma. In dem Dörfchen Överturingen hoffen nun alle, dass der gesamte Ort in der Provinz Österbotten vom Goldrausch profitieren wird, denn außer einer Schule, einem Laden und einer Tankstelle gibt es hier sonst nicht viel.

Das Knast-Hotel in Helsinki
Der rote Backsteinbau im Zentrum der finnischen Hauptstadt war eine ungeliebte Adresse. Bis vor sechs Jahren saßen in Katajanokka Strafgefangene ein. Dann hat ein Hotelkonzern das Gebäude gekauft und für 15 Millionen Euro zu einer Luxusherberge mit 106 Zimmern umgebaut. Auf den ersten Blick ist drinnen alles wie früher: lange Gänge und Stahltreppen führen zu den Zellen - heute Zimmern. Einige Räume sind im Originalzustand erhalten, und verursachen bei vielen Besuchern eine Gänsehaut. Doch die Gästezimmer sind geräumig und komfortabel, es gibt sogar Suiten mit eigener Sauna. Und noch etwas hat sich geändert: Gitter vor den Fenstern gibt es nicht mehr.

Paddeln zwischen Eisbergen vor Spitzbergens Küste
Eine Annäherung an die Gletscher mit einem Kajak ist eine besonders intensive Begegnung mit den Elementen - und nicht ungefährlich. Zu nah dürfen die Paddler ihnen nicht kommen, denn wenn ein Gletscher kalbt, lösen die Tonnen schweren Eisbrocken eine Flutwelle aus, die so ein kleines Boot zum Kentern bringen können. Und auch die bizarr geformten Eisberge drehen sich manchmal in Sekundenschnelle. Aus Respekt vor der Natur sollten Paddler deshalb nie allein aufbrechen und immer einen Trockenanzug tragen. Denn wenn man bei Wassertemperaturen von zwei bis vier Grad kentert, hat man sonst schon nach wenigen Minuten kaum noch eine Überlebenschance.

Die einzige Brauerei auf den Ålandinseln
Die Ålandinseln sind eine autonome Region, die zu Finnland gehört: Sie haben eine eigene Flagge, eigene Briefmarken, eigene Autokennzeichen - aber fast 70 Jahre lang hatten sie kein eigenes Bier. Das wollte Christer Mattson ändern und richtete in einer ehemaligen Kaserne ein Brauhaus ein. Im Juni 2004 war es soweit: Die ersten 5.000 Liter aus der Stallhagen-Brauerei waren nach nicht einmal vier Tagen ausverkauft - und das, obwohl gerade einmal 27.000 Menschen auf den Ålandinseln leben. Seitdem haben Christer Mattson und seine Braumeister mehrere neue Sorten kreiert. Das Angebot reicht heute vom dunklen Lager bis zum Oktoberfestbier - und alle Sorten können Besucher direkt in der åländischen Brauerei in der hauseigenen Kneipe probieren.

Erinnerung an Folke Bernadotte und seine "Weißen Busse"
Folke Bernadotte Graf von Wisborg war ein Neffe des schwedischen Königs und seit 1943 Vizepräsident des schwedischen Roten Kreuzes. In dieser Funktion verhandelte er kurz vor Kriegsende mit der deutschen Führung erfolgreich über die Freilassung der skandinavischen KZ-Häftlinge. Neben den 8.000 Nordeuropäern wurden 10.000 bsi 12.000 weitere Gefangene anderer Nationalitäten freigelassen und mit den "Weißen Bussen" des schwedischen Roten Kreuzes in Sicherheit gebracht. In den Nachkriegsjahren organisierte Folke Bernadotte die sogenannte "Schwedenspeisung" zur Versorgung der hungernden Bevölkerung im vom Krieg zerstörten Deutschland. Im Mai 1948 wurde Folke Bernadotte zum ersten UN-Vermittler in der Geschichte der Vereinten Nationen gewählt. Auf seiner Mission in Palästina wurde er am 17. September 1948 von jüdischen Terroristen ermordet.
Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln.

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 10. Nov 2008 22:40

Sonntag, 16.11.08 NDR 18:00 Uhr

Die Öresund-Region zwischen Dänemark und Schweden

Moderatorin Anni Dunkelmann befindet sich in der Öresund-Region zwischen Kopenhagen und Malmö, die seit der Eröffnung der Brücke zwischen Dänemark und Schweden eng zusammengewachsen ist. Auf der dänischen Seite des Öresundes ist der Stadtteil Öresundbyen entstanden, der zu einem neuen architektonischen Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt geworden ist. Von hier sieht man auch den Turning Torso auf der anderen Seite der Ostsee - das in sich gedrehte Hochhaus in Malmö ist ein Wahrzeichen der Region geworden und Symbol für die Dynamik und Aufbruchstimmung am Öresund.

Neben der Brücke gibt es aber auch weiterhin die alte Fährverbindung zwischen Helsingör und Helsingborg, die eine Rundreise durch die Öresund-Region ermöglicht - und einen Kontrast zum Tempo des 21. Jahrhunderts bildet. Ebenso ein Stück lebendige Vergangenheit ist die Festung Kronborg bei Helsingör, die seit fast 600 Jahren die Einfahrt in den Öresund bewacht.

Weitere Themen der Sendung:

"Tarzan" in Litauen Algimantas Arcimavicius versteht sich als Retter des Mischwaldes: der 63-jährige lebt in einem Baumhaus in 16 Metern Höhe. Raubtiere und Lianen gibt es hier nicht - stattdessen hat er sich eine Seilbahn gebaut, um von Baumkrone zu Baumkrone zu gelangen. Vor sieben Jahren zog er aus der Stadt in den Wald und lebt seitdem von dem, was die Natur ihm bietet. Doch jetzt hat er genug vom Einsiedlerleben. Nun will er Stadtbewohner zu sich einladen und sie davon überzeugen, sanfter mit der Natur umzugehen.

Wisente in Polen Die Rinder sind enge Verwandte des amerikanischen Bisons und die größten und schwersten Landsäugetiere in Europa. Noch vor wenigen Jahren waren sie vom Aussterben bedroht, doch vor allem das Zuchtprogramm im polnischen Bialowieza-Nationalpark hat dafür gesorgt, dass sich der Bestand mittlerweile wieder erholt hat. Da inzwischen schon mehr als 400 Wisente in Bialowieza leben, dürfen die Tiere seit diesem Jahr an private Züchter verkauft werden. Das Umweltministerium prüft alle Anfragen sehr streng, denn die Ur-Rinder können natürlich nicht wie normale Kühe gehalten werden.

Außerdem sind folgende Beiträge geplant:
Alltag eines Rentierhirten in Schwedisch-Lappland
Kopenhagener Spitzenköche präsentieren moderne dänische Küche
Unterwegs mit einer lettischen Landpostbotin
Das traurige Ende der legendären Ostsee-Fähre "Finnjet"
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Syysmyrsky » 11. Dez 2008 13:06

14.12.2008 - NDR - 18:00 Uhr

Weihnachtsbräuche in nordischen Ländern

Moderatorin Anni Dunkelmann beobachtet in dem finnischen Dorf Harjuranta, wie sich die Menschen im hohen Norden auf das Weihnachtsfest vorbereiten. Dazu gehören nicht nur das Fällen und Schmücken der Weihnachtsbäume, sondern auch das Backen von Pfefferkuchen und traditionellem Blätterteiggebäck und die Zubereitung des klassischen Weihnachtsschinkens. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit den Weihnachtsbräuchen in den Ländern rund um die Ostsee, unter anderem aus Russland und dem Baltikum. So gehört es zum Beispiel in Lettland zur Tradition, dass jeder Bürger in den Wald gehen darf, um sich dort seinen eigenen Weihnachtsbaum zu schlagen. In einem Rückblick erinnert der Ostsee Report außerdem daran, dass es in Schweden vor 40 Jahren eine Protestbewegung gab, die den Weihnachtsmann abschaffen wollte.

Weitere Themen:

- Mit dem Traumschiff zwischen Island und Spitzbergen
- Dorfladen ist der wichtigste Treffpunkt in Taivalkoski in Nordfinnland
- Mit Elchjägern unterwegs in Schweden
Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln.

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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 14. Dez 2008 17:31

Hier noch mehr Details zum Finnland-Beitrag der heutigen Sendung:

Ältester Dorfladen in Finnland
Im Krämerladen übernachten? Vor Hundert Jahren war das normal, wenn die Kunden von weit her in den Krämerladen nach Taivalkoski gekommen sind. Das Geschäft ist seit 1883 in Familienbesitz und auch heute noch nehmen viele Kunden weite Wege in Kauf. Denn bei Familie Jalava finden sie Dinge, die sie sonst nirgends mehr bekommen. Und auch die urige Atmosphäre macht den Laden zum sozialen Mittelpunkt der Region.
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Re: Ostsee-Report

Beitrag von Sapmi » 15. Dez 2008 12:54

Ostsee-Report Spezial

Freitag, 26.12., 19:00 Uhr NDR

Starke und schräge Typen im Norden; 'Der schwedische Pferdemann' / 'Die schwimmende Kirche' / 'Der Rentier-Mann'
Ohne Strom und fließendes Wasser lebt der Deutsche Dirk Hagenbuch seit vielen Jahren mit seiner Familie und einigen zahmen Rentieren auf einem abgelegenen Wildnishof im äußersten Norden Schwedens. Für abenteuerlustige Outdoor-Touristen, die einmal die absolute Ruhe und das überraschend vielfältige Farbenspiel der Polarnacht erleben möchten, bietet er individuelle und kalt-exotische Touren an. Der Abenteurer ist einer der 'starken und schrägen Typen im Norden', die Udo Biss in diesem 'Ostsee-Report Spezial' besucht. Dazu gehört auch der Finne Veikko Poutiainen, der mit seinem 'Sauna-Fahrrad' regel-mäßig für Aufsehen sorgt. Der erfindungsreiche Rentner hat eine 'Ein-Mann-Sauna' auf einem Fahrradanhänger konstruiert und kann so auch im Winter an seinem Lieblingssee ein Schwitzbad nehmen. Nicht weniger schräg erschien zunächst die Idee des estnischen Star-Dirigenten Tönu Kaljuste, sich auf einer kleinen Insel vor Tallinn ein eigenes Opernhaus zu errichten - doch der Erfolg gibt ihm im Nachhinein Recht.
'Der schwedische Pferdemann'
Stig-Anders Svensson lebt mit seinen drei Pferden im smaländischen Hochland wie anno dazumal.
'Die schwimmende Kirche'
Mit seiner Floß-Kirche besucht der orthodoxe russische Pater Gennadi die Gläubigen an Don und Wolga.
'Der Rentier-Mann'
Das Leben des Sami Lars Henrik Labba wird bestimmt vom Lebensrhythmus seiner Rentiere und vom Raketenschrott in Kiruna.
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