Studienfinanzierung im Vergleich

Seit PISA blickt alles nach Finnland. Hat das Land ausser guten Schülern, Handys und Nokia sonst noch etwas zu bieten?

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Naali
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von Naali » 27. Dez 2006 13:07

Das unabhängige Studiengeld ist garantiert und bekommt jeder.

Abziehen kann man nichts sowie jeder bekommt auch Studiengeld ..und das ist schon etwas anderes als in D. Zurückzahlen muss man es ebenfalls nicht.
Zuletzt geändert von Naali am 27. Dez 2006 13:07, insgesamt 1-mal geändert.
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sunny1011
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 27. Dez 2006 13:21

Natürlich, nur halt nicht wie du hier behauptet hast, dass JEDER ü 20 zwischen 215-260 Euro reines Studiengeld erhält und beim Wohnen zuhause nur der Wohnzuschuss entfällt, sondern auch die Hälfte des max. Satzes des reinen Studiengeldes flöten geht. Für mich heisst jeder - jeder.
Naali schrieb am 31.07.2005 14:20
Ein über 20-jähriger Student bekommt (reines) Studiengeld je nach Schulart zwischen ca. 215 und 260 Euro monatlich. Dieses Geld muß nicht zurückgezahlt werden und jeder bekommt es. Zusätzlich kann man noch geliehenes Geld beantragen, das muß dann zurückbezahlt werden. Das wären bei meinem Beispiel oben zwischen ca 220 und 310 Euro im Monat. Wenn man alleine wohnt, dann bekommt man noch eine Art Mietzuschuss. 80% der Kosten werden bezahlt, das gilt aber nur bei einer günstigen Wohnung, bei einem Zimmer oder bei einer Wohnung/Zimmer im Studentenwohnheim (unter 215 Euro im Monat Miete. Wohnt man in einer teureren Wohnung, werden in jedem Fall nur die 80% der 215 Euro Wohnung bezahlt)
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von Naali » 27. Dez 2006 14:01

Ich habe nicht behauptet, dass nur der Mietzuschuß entfällt. Es macht natürlich schon etwas aus, wenn man noch bei den Eltern wohnt, somit hat man ja viel weniger Ausgaben. Vielleicht habe ich mich auch unklar ausgedrückt..ich ging von dem Normallfall eines Studenten aus und von den Einkünften der Eltern (es ist nicht möglich, dass man Abzüge bekommt oder gar keine Unterstützung). Jeder bekommt in Finnland Studiengeld, allerdings natürlich unterschiedlich, ob man unter 20 ist und noch zu Hause wohnt (letzteres ist eher selten in Finnland).
Zuletzt geändert von Naali am 27. Dez 2006 14:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von Peter » 30. Dez 2006 00:47

"... Hier in NRW ist es die NRW-Bank. Diese zahlt einem die Studiengebühren und man muss sie nach dem Studium, wenn man einen entsprechenden Arbeitsplatz hat, zurückzahlen..."
In Niedersachsen ist es die N-Bank, die im Auftrag des Landes zinsgünstige Darlehen für die Finanzierung der Studiengebühren gewährt. Der Zinssatz ist variabel, d.h. er wird halbjährlich den Kapitalmarktzinsen angepasst. Z.Z. beträgt er so um 5,6%. Die Tilgungsphase beginnt nach einer Karenzzeit von zwei Jahren nach dem Studium; die Zinsen laufen in dieser Zeit aber weiter. Dabei ist es der Bank schnuppe, ob der Ex-Student Arbeit gefunden hat oder nicht. Die Bank will, verständlicherweise, ihr Geld zurück. Hat der Darlehensnehmer keine Arbeit gefunden, nun gut, dann ist eben nichts zu holen... Die Zinsen laufen aber auch jetzt munter weiter...

Aber die Studiengebühren sind nicht alles! Hier einmal das konkrete Beispiel meiner Tochter Lara. Sie hat zum WS 2006/07 ihr Lehramtsstudium an der Uni Oldenburg/Niedersachsen aufgenommen. Die Studiengebühren belaufen sich auf 500,- Euro, hinzu kommen obligatorische 214,- Euro Semestergebühren. Das macht 714,- Euro je Semester. Die Semestergebühren werden übrigens nicht von der N-Bank vorfinanziert bzw. als Darlehen gewährt.

Lara erhält 159,- Euro BaFöG, die Hälfte davon wird als Darlehen gewährt. Berechnungsgrundlage für das BaföG ist mein Einkommen als Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (ich wußte bisher gar nicht, dass ich mich zu den Spitzenverdienern zählen darf. :D )
Nun hat Lara aber Glück, dass die Uni in der Nähe ist und sie noch bei uns wohnen kann. Wenn sie woanders studieren würde und eine Studentenbude bräuchte, würde sie zwar etwas mehr BaFöG erhalten; dennoch wäre sie auf nicht wenig finanzielle Unterstützung durch uns Eltern angewiesen.

Studien- und Semestergebühren sind aber ja nicht alles. Nicht wenige teure Fachbücher müssen jedes Semester angeschafft werden, zumindest die, die ständig gebraucht werden und somit als Leihbücher aus der Unibibliothek nicht in Frage kommen. Hinzu kommt, dass kein einziger Hochschullehrer mehr irgendwelche Skripte oder Reader in Papierform zur Verfügung stellt, sondern diese einfach ins Internet zum Download bereitstellt. Zuletzt waren das mal eben 170 Seiten.

Wenn für das Geld jedenfalls etwas geboten würde! Stattdessen 300 Studenten in der Mathevorlesung bei 150 Sitzplätzen. Die letzten können nicht erkennen, was der Prof. da an die Tafel pinnt, hören schon gar nicht, weil keine Verstärkeranlage vorhanden.

Fazit: Studiengebühren: wofür?

Ach so: Im nächsten Jahr will unsere Tochter Nele auch studieren...

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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 2. Jan 2007 20:00

Da ist der Zank perfekt. Matti Vanhanen spricht sich für Studiengebuhren für non-ETA und postgraduate Studenten aus. Der Bildungsminister ist dagegen. Lt. Umfrage fanden noch kürzlich 80% der Finnen Matti Vanhanen gut in Erfüllung seiner Aufgabe.

Hab jetzt nicht recherchiert, was genau fällt unter non-ETA. Weiss jemand die Antwort?
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von Syysmyrsky » 2. Jan 2007 20:11

ETA kenne ich nur als baskische Untergrundorganisation. Was ist das denn im Studienbereich?
Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln.

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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 2. Jan 2007 20:23

Doch, ich hab richtig geraten: es ist EU mit Zusatz EFTA (Island, Norwegen, Lichtenstein) ausser Schweiz http://fi.wikipedia.org/wiki/Euroopan_talousalue nach dem Vertrag von Porto (1992) -- Das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen).
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 4. Feb 2007 19:16

Ein gigantischer Artikel, der 18 Fehler des finnischen Studiengeldsystems direkt anspricht und vergleicht, die Finnland leider als Schlusslicht im skandinavischen Vergleich darstellen. In Webkommentaren gibt es viel Zuspruch von studierenden selbst. Also doch nicht alles Gold was glänzt? Ich fasse gleich zusammen, manche Ausdrücke sind schwierig.
Opintotuki 18X perseestä
City löysi opintotuesta 18 virhettä.

City löysi opintotuesta 18 virhettä. Kysytäänköhän niitä tentissä? Opintoraha on pienempi kuin 1990-luvun alussa, ja se on pienempi kuin työttömän perusturva. Asumislisä on mitoitettu HOAS-kämpän mukaan, mutta HOAS-kämppiä ei riitä kaikille. Homot voivat asua yhdessä asumislisää menettämättä, mutta heterot eivät. City listasi 18 opintotuen epäkohtaa. <span style="color:red;">On se niin väärin.[/color]

(...)

1. Opintorahassa on virhe - Opintoraha on pienempi kuin lama-aikaan

Korkeakouluopiskelijan opintoraha on 259 euroa kuussa ja toisen asteen opintoraha 213 euroa.

Korkeakouluopiskelijoiden opintorahaa ei ole nostettu sitten vuoden 1992, ja 1995 sitä laskettiin. Toisen asteen opiskelijoiden opintorahaa korotettiin 1994 ja tiputettiin seuraavana vuonna.

2. Opintoraha on 80 prosenttia 1990-luvun arvostaan

Jos 14 vuoden elinkustannukset otetaan huomioon, korkeakouluopiskelijan opintorahan tulisi olla 314 euroa. 12 vuoden elinkustannuksilla kuorrutettu toisen asteen opiskelijan opintoraha 251 euroa.

3. Opintoraha on pienempi kuin työttömän perusturva tai toimeentulon perusturva!

Työttömän perusturva (500 e) on 240 euroa suurempi kuin korkeakouluopiskelijan opintoraha. Toimeentulon perusosa (379 e) on opintorahaa 120 euroa suurempi. Vuodesta 1993 sekä työttömän että toimeentulon perusturva ovat nousseet.

4. Se on pienempi kuin muilla pohjoismaalaisilla

Vielä 1990-luvulla suomalainen opintotuki oli hyvää pohjoismaalaista tasoa, mutta nyt se on jäänyt auttamattomasti jälkeen. Muissa maissa opintorahaa on nostettu viimeisen kymmenen vuoden aikana.

5. Opintolainassa on virhe - Lainaksi saa

Valtion takaama opintolaina, 300 euroa, on suurempi kuin opintoraha tai asumislisä, mutta halua sen ottamiseen ei juuri ole. Inflaatio ei syö lainoja niin kuin 1970-luvulla, eikä korkeakoulutetun työpaikkakaan ole turvattu kuten ennen.

6. Asumislisässä on virhe - Asumislisä riittää HOASin kämppään, mutta niitä ei riitä kaikille

Asumislisää voi saada enimmillään 201 euroa. Helsingin seudun Opiskelija-asuntosäätiön solut maksavat 175–300 euroa kuukaudessa. Pääkaupunkiseudulla on noin 20 000 opiskelija-asuntoa ja tuplasti sen verran opiskelijoita. On selvää, että kaikki eivät mahdu edulliseen asuntoon. Vapaiden markkinoiden yksiöstä joutuu Helsingin seudulla maksamaan vähintään 400 euroa.

7 .Vuokrien nousua ei ole huomioitu

Jos asumislisässä olisi huomioitu vuokrien nousu, asumislisän maksimi olisi 40 euroa enemmän kuin nyt. Ja vuokrakatto nousisi 322 euroon.

8. Ei kesäopintoja, ei tukea asumiseen

Opiskelija elää kesälläkin. Jos kesätöitä ei saa, eikä kesällä ole opintoja, ei voi mitään. Toimeentulotukea ei saa jos ei ole ottanut enimmäismäärää lainaa.

9. Avopuolison tulot vievät asumislisän

Duunari-tyttö ja opiskelija-poika tapaavat, rakastuvat ja päättävät muuttaa yhteen, koska kaksio on halvempi kuin kaksi yksiötä. Tyttö on töissä ja ansaitsee 1 750 euroa kuukaudessa bruttona. Pojan asumislisän maksaminen lopetetaan. Poika saa opintorahan 259 euroa, mutta hän ei saa ansaita opintotukikuukautta kohtaan 505 euroa enempää, vaikka avopuolisolla ole lain mukaan elatusvelvollisuutta toisiaan kohtaan.

Kaiken kukkuraksi Kela tulkitsee kaikki yhdessäasuvat miehet ja naiset avopariksi.

10. Kaksi homoa eivät ole avopari

Poika ja poika tapaavat ja muuttavat yhteen. He saavat yhä asumislisää, vaikka toinen ansaitseekin 1 750 euroa kuukaudessa.

11. Tulorajassa on virhe - Vapaa tuloraja on alle minimipalkan

Monen opiskelijan talouden kivijalka on kesätyöt. Jos korkeakouluopiskelija ei nosta opintotukea, hän saa ansaita korkeintaan 1 515 euroa kuussa. Esimerkiksi Lakimiesliitto suosittelee noin kahden vuoden opintosuoritukset tehneelle 1 665 euron minimipalkkaa.

12. Tuloraja. Ei ainoastaan kannustinloukku.

Kun opiskelija nostaa opintotukea ja asumislisää, hän saa ansaita kuukaudessa korkeintaan 505 euroa. Tuloraja ei ole noussut yhdeksään vuoteen, vaikka yleinen ansiotaso on. Opiskelijan, joka ei halua ottaa lainaa, tulot voivat olla enintään 850 euroa netto. Siinä ei ole pääkaupunkiseudulla yhtään ylimääräistä. Sopiva tuloraja olisi 700 euroa. Koska opintotuki on sidottu myös opintosuoritusten määrään, luulisi valtiolle olevan yhdentekevää, mihin opiskelija käyttää vapaa-aikansa. Älkää peljätkö, eivät rikkaiden lapset ruokakaupan hyllyjen välissä kyki.
Fortsetzung folgt...
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 4. Feb 2007 19:17

13. Opintotuen muut virheet - Hankit lapsen. Entä sitten?

Kotihoidontukea (noin 500 euroa Helsingissä) saava vanhempi, ei saa tehdä töitä, mikäli haluaa saada opintotukea. Tulo huomioidaan tulorajoja laskettaessa, mutta ei sitä, että elätettävänä on myös lapsi. Lapsellisia opiskelijoita ei huomioida myöskään opintorahassa.

Kuka sanoikaan, että opiskeluaika on hyvä hetki tehdä lapsia?

14. Hankit lapsen. Asumistuki huononee

Opiskelijapari, jolla on lapsi, ei saa enää opintotuen asumislisää vaan joutuu yleisen asumistuen piiriin. Asumistuki voi jopa pienentyä. Kela myöntää, että näin voi tapahtua jopa 40 prosentissa tapauksissa.

15. 19-vuotiaalle opintotukea äidin lompakosta

30 prosenttia toisen asteen opiskelijoista opiskelee muulla kuin kotipaikkakunnallaan, mutta ammattikoulussa opiskeleva 19-vuotias ei saa opintotukea tai asumislisää, mikäli vanhemmat ansaitsevat vuodessa 27 000 euroa. Eli kahden sairaanhoitajan lapsi on liian hyväosainen opintotukeen! Vanhempien tulorajat ovat olleet samat vuodesta 1993, mutta ne nousevat tämän vuoden marraskuussa.

16. Alle 17-vuotiaan opintotukeen vaikuttaa myös isä- tai äitipuolen tulot

Kun alle 18-vuotias opiskelija asuu vielä kotona, vanhemman uuden aviopuolison tulot lasketaan mukaan vanhempien tulorajaan. Laki ei kuitenkaan velvoita uutta aviopuolisoa elättämään lasta. Periaatteellisesti perseestä, vai mitä?

17. Alueellinen ero. Mikä se on?

Opintotuen asumislisässä ei ole otettu huomioon alueellisia eroja. Helsingin vuokramarkkinoita ei voi verrata Rovaniemen markkinoihin.

18. Ei lieventäviä asianhaaroja

Opintotukea voidaan rajoittaa monella tavalla, mutta lieventäviä asianhaaroja harvoin otetaan huomioon. Vanhempien tulot otetaan huomioon, mutta entä se, että vanhemmilla on viisi lasta.
http://www.city.fi/artikkeli/Opintotuki ... t%E4/2217/

[/quote]

Übersetzung folgt...
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 4. Feb 2007 19:31

Zusammenfassung Teil 1:

1. Das derzeitige Studiengeld ist geringer als in den 90ern während der Wirtschaftskrise

2. Das Wert des Studiengeldes entspricht 80% des Wertes aus den 90ern. Wenn man den Lebenshaltungskostenbedarf von vor 14 Jahren vergleicht, und die geringe Erhöhungen seitdem hinzuzieht, müsste es derzeit 314 Euro betragen.

3. Das Arbeitslosengeld (500 Euro) ist höher als Studiengeld. Ein Mindestsozialsatz beträgt 379 Euro (120 Euro höher als das Studiengeld). Weder das Arbeitslosengeld noch der Mindessozialsatz wurden seit dem Jahr 1993 angehoben.

4. Noch in den 1990er Jahren war Finnland auf dem Stand der skandinavischen Länder wenn es um die Höhe des Studiengeldes ging. Nun ist es ein Schlusslicht. In den anderen skandinavischen Ländern wurde das Studiengeld mehrfach erhöht.

5. Das vom Staat gesicherte Kredit für Studierende beträgt 300 Euro, und ist höher als das Studiengeld oder Wohngeld. (Die Inflationsgeschichte verstehe ich nicht ganz, kann jemand helfen, Risto?)

6. Das max. Wohngeld beträgt 201 Euro. In Helsinki kostet ein Studentenwohnheim 175-300 Euro. Bei 20.000 Studentenwohnheimen im Hauptstadtgebiet, aber gut doppelt so viel Studenten, kann nicht jeder ein günstige Studentenwohnung bekommen. Auf dem freien Markt kosten 1 Zi. Wohnungen mind. 400 Euro.

7. Wenn der Anstieg der Mietspreise in Betracht gezogen wäre, müsste das Wohngeld um 40 Euro höher ausfallen. Den Zusammenhang "vuokrakatto" verstehe ich nicht ganz. Hilfää.

8. Ein Student lebt auch im Sommer. Wenn man keinen Sommerjob bekommt und im Sommer keine Vorlesungen stattfinden, bekommt man kein Geld. Auch keine Sozialhilfe, wenn die Kreditgrenze nicht überschritten wurde.

9. Die Einkünfte des Partners spielen eine Rolle: wenn ein Student mit einer berufstätigen Freundin (1750 Euro Brutto) zusammenzieht, wird sein Wohngeld gestrichen. Kela betrachtet alle zusammenwohnende nicht gleichen Geschlechts als Ehepartner.

10. Wenn ein homosexueller Student mit seinem Freund (berufstätig, 1750 Euro brutto) zusammenzieht, bekommt er weiterhin die volle Höhe an Wohngeld.

11. Sommerjobs sind eine gute Einnahmequelle. Die Verdienstgrenze liegt bei 1515 Euro/mtl und ist somit unter dem Minimumverdienst eines Studenten nach 2 Jahren Studium (Quelle Lakimiesliitto 1665 Euro).

12. Puh, zu viele Zahlen, Risto, bitte Hilfäää!

Fortsetzung folgt...
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 10. Feb 2007 09:06

13. Ein studierender Elternteil, der 500 Euro Kindergeld (kotihoitotuki? Helsinki Satz) erhält, darf nicht arbeiten, wenn er/sie noch das Studienunterstützung (Studiengeld+Wohngeld+Kredit) erhalten möchte. Die Einkunftsgrenze wird niedriger angesetzt, ungeachtet dessen, dass auch das Kind ernährt werden muss. Studenten mit Kinder werden nicht berücksichtigt beim Studiengeld. Wer sagt, dass das Studium gute Zeit ist, um Kinder zu bekommen?

14. Ein Studentenpaar, das ein Kind hat, wird beim Studentenwohngeld nicht mehr berücksichtigt und gehört zu der normalen Förderung des Wohngeldes für Bedürftige. Wohngeld fällt kleiner aus. Lt. Kela in 40% der Fälle.

15. Ein 19-jährige bekommt seine "Studienunterstützung" aus dem Portemonnaie seiner Mutter - 30% der Studierenden (toinen aste) studieren ausserhalb ihres Wohnortes, aber eine 19-jährige auf einer Berufsschule (ammattikoulu) bekommt weder Studiengeld noch Wohngeld, wenn die Eltern im Jahr mehr als 27.000 Euro Einküfte haben. D.h. ein Kind von Eltern, die beide in der Krankenpflege (Krankenschwester & co) tätig sind ist bereits zu wohlhabend ( Bild !) um eine Studienunterstützung zu bekommen! Die Verdienstgrenze der Eltern hat sich seit 1993 nicht mehr geändert (!!!) wurde letzten November erhöht.

16. Bei der Studienunterstützung eines < 17-jährigen spielen auch die Einkünfte der Eltern eine Rolle - wenn er/sie noch zuhause wohnt, und ein Elternteil einen neuen (Ehe-)Partner hat, zählen die Einkünfte mit zu den Einkünften der Eltern (!) Rechtlich gesehen, ist der neue Partner aber nicht verpflichtet, an das Kind Unterhalt zu zahlen.

17. Gebietsgebundene Unterschiede - bei Wohngeld wird die Studiengegend nicht berücksichtigt. Mann kann die Miethöhe in Helsinki und in Rovaniemi nicht gleichstellen ( Bild !)

18. Ebenfalls werden nur die Verdienste der Eltern berücksichtigt, nicht aber der Fakt, dass die Eltern fünf Kinder haben.

Im Forum der Zeitschrift "City" gab es darüber eine rege Diskussion unter Studierenden und Betroffenen. Viele waren dankbar, dass es eine gute Übersicht, wie es praktisch funktioniert (oder nicht funktioniert) statt nur die trockene Richtlinien in der KELA Broschüre, die alles so rosarot erscheinen lassen...Bild

Wer noch unstimmigkeiten in meiner Übersetzung findet, bitte korrigieren.
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 24. Feb 2007 19:25

Aus der selbigen http://www.city.fi Zeitung eine Umfrage zu verschiedenen wirtschaftlichen Themen. Interessant :)

Wieviel Geld braucht man um gut zu leben:
Frauen
Unter 2 000 e mtl. 22 %
2 000–3 000 e mtl. 49 %
3 001–4 500 e mtl. 21 %
4 501–6 000 e mtl. 6 %
Über 6 000 e mtl. 1 %
Weiss nicht 1 %

Männer
Unter 2 000 e mtl. 22 %
2 000–3 000 e mtl. 30 %
3 001–4 500 e mtl. 33 %
4 501–6 000 e mtl. 8 %
Über 6 000 e mtl. 6 %
Weiss nicht 1 %


Wieviel glaubst Du, wirst Du verdienen wenn Du 35 Jahre alt bist?
Frauen 2 981 e mtl.
Männer (bescheiden) 2 706 e mtl.
BWL-Studenten 4 300 e mtl.
Recht Studenten 4 100 e mtl.
Techn. Berufe 3 800 e mtl.
Naturwissenschaftler 3 100 e mtl.
Kunst 3 100 e mtl.
Soz.Polit. 3 000 e/kk
Humaninsten 2 700 e mtl.
Erziehunswissenschaften 2 500 e/kk

Wen hättest Du lieber als Vorgesetzten?
Frauen: Eine Frau 44 % 80 , Einen Mann 51 %
Männer: Eine Frau 31 %, Einen Mann 65 %

Wo möchtest Du am liebsten Arbeiten
Humanisten: Universität 47 %
Soz.Polit: Ministerium 44 %
Naturwissenschaftler: EU 33 %
BWLer: Nokia ja Finnair 45 % :D (schlechte Karten z.zt.)
Techn. Berufe: Nokia 50 % :D
Rechtswissenschaftler: Ministerium 51 %
Päd. Berufe Yliopisto 45 %
Kunst: Helsingin Sanomat oder Universität 38 %

Wie schnell glaubst Du einen Job in Deinem Bereich zu bekommen
Frauen (sofort 26 %, innerh. 1 Jahres 52 %, später 19 % (erschreckend!), nie 2 %)
Männer (sofort 40 %, innerh. 1 Jahres 37 %, später 18 %, nie 3 %)

Viel mehr Themen hier: http://www.city.fi/artikkeli/Opiskelijatutkimus/2076/
Zuletzt geändert von sunny1011 am 24. Feb 2007 19:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 8. Mai 2007 10:42

Also haben wir doch früher mal diskutiert, dass man sich in Skandinavien besser aufs Studieren konzentrieren kann und nicht arbeiten muss, weil das Studiengeld so gut wäre?

Immer mehr arbeiten regelmässig neben dem Studium (meistens mitt-20er, 54-57%, 30% der Gymnasiasten).

Ich find's gut, weil man nicht früh genug Berufserfahrung sammeln kann. Die Not, weil das Studiengeld längst auch hier nicht ausreicht, gehört allerdings auch zu der Realität, wie die ausgiebige Untersuchung der Höhe der Leistungen beweist.
Opiskelijoiden työssäkäynti lisääntynyt
Julkaistu: 9:41


Tilastokeskuksen tänään julkaiseman tilaston mukaan erityisesti keskiasteen ammatillisen koulutuksen opiskelijoiden työssäkäynti on yhä yleisempää.

Ammatillisessa koulutuksessa olevista 56 prosenttia oli työsuhteessa opintojensa aikana vuonna 2005. Myös ammattikorkeakoulujen opiskelijoiden työssäkäynti lisääntyi. AMK-opiskelijoista 54 prosenttia kävi töissä opintojen ohessa.

Korkeakouluopiskelijoista kävi töissä 57 prosenttia ja lukiolaisista noin 30 prosenttia. Näissä luvuissa ei ole tapahtunut suuria muutoksia 2000-luvulla.

Tilaston mukaan työnteon yleisyys kasvaa opiskelijan iän myötä. 18-vuotiaista opiskelijoista töissä kävi vain 22 prosenttia, mutta 24-vuotiaista jo yli puolet teki töitä opintojen ohessa.
http://www.hs.fi/kotimaa/artikkeli/Opis ... 5227093017
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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sunny1011
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von sunny1011 » 14. Mai 2007 20:28

University Chancellor Proposes Tuition Fees for Students
Published 14.05.2007, 17.17 (updated 14.05.2007, 19.31)

University of Helsinki Chancellor Kari Raivio is proposing that all Finnish university students pay tuition.

Raivio said that such fees will inevitably be necessary. He said a stipend system for foreign students could also be implemented.

Raivio added that university education and research should concentrate on quality over quantity. He also said that the system of state student support should also be renewed.

Raivio's proposals were published on the Finnish Business and Policy Forum EVA website.
YLE
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Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Wickie
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Re: Studienfinanzierung im Vergleich

Beitrag von Wickie » 19. Mai 2007 19:10

Hier habe ich einen interessanten Artikel zu diesem Thema bei der GEW gefunden:
Nr. 3-4 / 2006: Finnland, PISA und die OECD

Finnland, PISA und die OECD

Eine Kurzkritik aus der Sicht eines Studierenden.


von Jens Wernicke

Irgendwie führe kein Weg mehr an Studiengebühren vorbei, kommunizieren deutsche Medien und Politik derzeit so gern. Alle fortschrittlichen Länder hätten sie längst - und mit ihnen nahezu idealtypische Studienbedingungen und noch vieles mehr. Und überhaupt: Spätestens seit PISA wisse man ja, wie schlecht "wir Deutschen" im internationalen Bildungswettbewerb aufgestellt sein.

Sehr interessant. Noch interessanter wird es jedoch, blickt man erst einmal hinter die Kulissen deutscher Verschlagwortung, betrachtet beispielsweise das System finnischer Studienfinanzierung und somit eines der "PISA-Primusse" - sowie die Aussagekraft der PISA-Ergebnisse an sich.

Studienfinanzierung in Finnland

Anders als in Deutschland unterstützt der finnische Staat seine Studierenden nicht vermittels BAföG, das zur Hälfte als Darlehen gewährt wird, sondern vermittels einer Art Bildungsgeldes, das zu 100 Prozent eine Subventionierung darstellt und dessen Höhe durch Alter, Schultyp, Wohnart und Ehestatus der Studierenden mit beeinflusst wird. Auch wird eigenes wie unter bestimmten Umständen auch das Einkommen der Eltern zur Berechnung dieser staatlichen Unterstützung mit herangezogen. Die Möglichkeit, dieses Bildungsgeld zu erhalten, genießt jeder finnische Staatsbürger, der das 17. Lebensjahr beendet hat und mindestens acht Wochen pro Jahr Vollzeit an einer Volkshochschule, Hochschule, Berufsschule oder vermittels des so genannten zweiten Bildungsweges "studiert".

Eine allein lebende 20jährige konnte hierdurch im Jahr 2005 vom finnischen Staat 213,60 Euro Unterstützung erhalten, wenn sie an einer "Secondary School" und 259,01 Euro, wenn sie an einer Hochschule studierte. Zudem hatte sie die Möglichkeit, bis zu 201,60 Euro pro Monat an Wohnzuschuss, welcher jedoch nur unter gewissen Bedingungen gewährt und maximal 80 Prozent der Miete abdecken darf, zu erhalten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Bildungskredit in Höhe von maximal 300 Euro pro Monat aufzunehmen. Für diesen übernimmt der finnische Staat die Ausfallbürgschaft.

Die maximale Unterstützung beläuft sich somit auf 760,61 Euro - von welchen 300 als Kredit geleistet werden. Das Bildungsgeld wird jedoch ausschließlich 9 von 12 Monaten im Studienjahr bzw. 5 von 6 Monaten pro Studiensemester gewährt - und dies bis zum Ende der Regelstudienzeit eines konsekutiven Abschlusses (Masters) plus 10 Monate.(...)
Fortsetzung folgt ...

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