Studieren in Finnland?

Seit PISA blickt alles nach Finnland. Hat das Land ausser guten Schülern, Handys und Nokia sonst noch etwas zu bieten?

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Studieren in Finnland?

Beitrag von Kaisa » 17. Mai 2005 19:57

Studiert hier irgendwer aus dem Forum im Finnland? Oder weiß jemand eine Internetseite zu den Unis in Finnland? Muss man wirklich außer dem Numerus clausus noch eine Art "Aufnahmeprüfung" machen, oder ist das nur ein Gerücht? Sind die Unis in Finnland sehr voll? Studiengebühren? Ich habe leider absolut keine Ahnung, wo ich was dazu finden könnte. Kann mir hier vielleicht jemand was dazu sagen?
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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Naali » 17. Mai 2005 20:30

Ja, Aufnahmeprüfungen gibt es zu ziemlich vielen Studiengängen. Die Prüfungen können total verschieden sein..entweder ist es ein Wissenstest, Fragen zu einem Buch (das man sich vorher ausleihen oder kaufen muß und dann lesen), ein ausführliches Interview oder dann eine kombinierte Prüfung. Dazu gehört dann ein schriftlicher Teil, ein psychologisches Gespräch und ein mündlicher Teil. Das kann dann den ganzen Tag dauern.
Bei Ausländern gibt es oft eine Sprachprüfung extra (sonst merken die Prüfer es dann sowieso am Ergebnis der regulären Prüfung)
Studiengebühren gibt es nicht. Einen Platz an der Uni (Berufsschule, FH usw) zu bekommen ist schon ziemlich schwierig und viele bekommen erst nach einem oder mehreren Anläufen einen Platz. Alles in allem gibt es pro Jahr etwa 66 000 Bewerber, wovon 23 000 einen Platz bekommen (es ist natürlich verschieden je nach Studiengang. manchmal sind es weniger Bewerber, aber manchmal dann auch viermal so viele)
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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Kathi » 19. Mai 2005 08:36

Das ist ja schon härter als bei uns. Ich hab aber auch mal irgendwo gelesen, dass von den Leuten, die zugelassen werden ca. ein Drittel den Platz nicht annimmt, stimmt das?
Das die nichts bezahlen finde ich gut, auf uns in Deutschland wird es ja bald zukommen (in Bayern ab den Sommersemester 2006 geplant).

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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Svea » 19. Mai 2005 10:01

Kathi schrieb am 19.05.2005 08:36
Das die nichts bezahlen finde ich gut, auf uns in Deutschland wird es ja bald zukommen (in Bayern ab den Sommersemester 2006 geplant).
Ja, das finde ich auch gut. Bei uns in Niedersachsen kommt es auch ab 2006 ;( . Die Rede ist von 500€ im Semester. Ich könnte mich so aufregen :( :( ...
Einerseits beruft man sich hier in Deutschland immer auf die nordischen Länder, was Bildung angeht ("Finnland ist ja sooo toll. Soo viele Studenten....Müssen wir alles genauso machen"), aber gerade dort gibt es ja KEINE Studiengebühren. Bei den Studiengebühren beruft man sich dann immer auf andere Länder, wie Australien, GB, USA, die aber sonst nie als Vorbild in Sachen Bildung genommen werden.

Das mit den Aufnahmeprüfungen finde ich aber nicht so gut. Dann hat das Abitur doch seinen wert als "Hochschulzugangsberechtigung" völlig verloren, es ist ja dann quasi kein Abitur, sondern nur ein Schulabschluss. Ich finde die Tests auch deshalb sinnlos, da ich immer merke, dass an der Uni im Allgemeinen weniger vorausgesetzt wird, als was man an der Schule gemacht hat. Es wird noch mal ziemlich weit unten angefangen, aber mit einem ganz anderen Tempo und mehr Stoff. Ich denke, dass es in Finnland nicht anders ist, oder wird dort schon ein gewisses Wissen in dem Themengebiet vorausgesetzt, das man studiert? (Eigentlich ja nicht möglich, da man viele Fächer ja nicht in der Schule oder sonstwo belegen kann)
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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Kathi » 19. Mai 2005 10:59

Jaja, mit 500 Euro soll es losgehen. Aber irgendjemand hat auch schon davon gesprochen, das dann bald auf 2000 Euro zu erhöhen. Das geht ja nun wirklich nicht mehr. 500 Euro, die kann man ja noch irgendwo herbekommen, aber 2000 Euro?
Das was du ansprichst, Svea, hat man doch auch schon in der Schulpolitik gesehen. Alle reden davon, dass man sich am Siegerland Finnland orientieren soll, aber jeder Vorschlag, der in die Richtung geht wird sofort abgeschmettert (von wegen mehr Geld investieren, Gesamtschulen usw.).
Bei den Einstellungstests bin ich nicht ganz deiner Meinung. Ich fände sowas auch in Deutschland gut. Wenn ich sehe, was für Leute teilweise Abitur bekommen, da reicht das als Qualifikation nicht mehr aus. Die Tests müssen ja gar nicht schwer sein, es sollte nur zeigen, dass man sich für das Thema interessiert und bereit ist, sich damit zu beschäftigen. Wenn ich sehe, wieviele von unseren 86 Bio-Anfängern im vierten Semester schon weg sind (wir sind glaube ich noch 50 oder so), weil sie einfach völlig falsche Vorstellungen hatten oder mit der Arbeitsweise nicht klar kamen. Es ist halt nicht so wie in der Schule.

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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Naali » 19. Mai 2005 12:39

Ich finde die Aufnahmetests eigentlich gut. Sie haben auch den mehr den Sinn einer Eignungsprüfung und zeigen das wirkliche Interesse/Begabung an dem Fach. Es gibt sie nicht nur an den Unis, sondern eigentlich überall. Ich selber habe so eine Aufnahmeprüfung für meine Weiterbildung gerade hinter mich gebracht. Um 8 Uhr morgens ging es los und um 14 Uhr war sie dann aus (eine Stunde Pause dazwischen). Es war ziemlich hart (bis 11 Uhr schriftlich, dann bis 12 Pause, dann ein psychologisches Gespräch und später noch mündlich), aber ich habe bestanden..8 Punkte von 10 :)
Das finnische Schul- und Studiensystem finde ich sehr gut. Ich habe hier Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, von denen ich in Deutschland nur träumen könnte.
Das einzige, was mich etwas stört, sind die hohen Gebühren für manche Aufnahmetests (meine hat 50,50 Euro gekostet, manchmal sind sie aber auch kostenlos) und jede Schule hat einen eigenen. Wenn man sich beispielweise für die Schule A bewirbt geht man zu einem Test..in der Schule B dann wieder. Auch wenn es für den gleichen Studiengang ist und der Test eigentlich den Sinn einer Eignungsprüfung für das jeweilige Gebiet ist. Gegenseitiges anerkennen gibt es leider nicht.


Kathi: Man bewirbt sich zum Beispiel an FH oder Berufsschulen für drei Plätze (bei der Bewerbung kann man drei Wahlmöglichkeiten oder drei Schulen angeben). Wenn man beispielsweise für zwei Plätze angenommen wurde, dann muß man natürlich einen absagen. So kann es durchaus sein, dass man auf der Warteliste durch Absagen einen Platz bekommt. Aber 1/3 erscheint mir doch etwas hoch.
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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Kathi » 19. Mai 2005 13:01

Hab grade noch mal nachgeschaut, das mit dem 1/3 stimmt nicht. Ich hatte da was verwechselt. Ich habe mir mal irgendwann eine Broschüre vom finnischen Bildungsministerium heruntergeladen, da stand sowas drin. Was aber extrem ist, ist dass 2002 z.B. in den Naturwissenschaften etwas weniger als 7000 Studenten zugelassen worden sind, aber weniger als 4000 den Platz angenommen hatten.

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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Svea » 19. Mai 2005 16:28

Ich kann eure Argumente leider nur zum Teil nachvollziehen. Vielleicht ist es mancherorts so, dass man sein Abi leichter bekommt als anderswo?! Bei mir war es aber bisher so, dass die Uniprüfungen leichter waren als die Abiklausuren (fast alle meiner Freunde, die andere Fächer als ich studieren, sehen es auch so). Es war zwar viel mehr Stoff, aber dafür war es mehr "Abfragen", während es in der Schule bei mir mehr auf die Analyse ankam.

Meine Schwedischprüfung z.B. an der Uni war echt sowas von unpädagogisch (Diktat und Lückentext- wie steinzeitlich!), in den anderen Fächern musste man zwar Uuunmengen lernen, aber es war gedanklich nicht anspruchsvoller (zumindest allgemein nicht) und weniger analytisch. Da frage ich mich: Warum Tests? Wer das Abi geschafft hat (ich bin der Meinung, jeder der diszipliniert ist, sich für die Sache interessiert und nicht ganz dumm ist), kann auch studieren vom Prinzip her. Was man im Studium mehr braucht ist viiiiel mehr Selbstdisziplin, Ordnung und Engagement, aber wie will man das in Tests überprüfen?
Als ich anfing mit Geographie hatte ich auch keine Ahnung (in der Schule nur bis zur 9. Erdkunde). Wenn man mich getestet hätte- ich hätte einpacken können. Aber es hat mir bisher nicht geschadet, da alles noch mal neu aufgezogen wird. Ich habe keine schlechteren Noten als die Leute mit Erdkunde LK.
Ich verstehe deshalb den SINN einfach nicht, denn wie will man die Eignung/Begabung prüfen, wenn die angehenden Studenten doch noch gar nichts in dem Themengebiet gemacht haben?
Versteht ihr, was ich meine??

@Kathi: In Finnland wird nur unwesentlich mehr Geld für Bildung ausgegeben (habe ich zumindest neulich irgendwo in einer Statistik gesehen). Es wird nur effizienter eingesetzt. Auch Gesamtschulen gibt es in Deutschland immer mehr (mit der Begründung oft, dass es in FIN auch so ist). Tatsache ist aber, dass sich die deutsche Gesamtschule in keinster Weise mit der finnischen vergleichen lässt! Derselbe Begriff für 2 unterschiedliche Sachen. Das finde ich so dumm an der ganzen Geschichte. In einer finnischen Gesamtschule sind im Schnitt 68 Schüler (stand mal im DFG Jorunal), in einer deutschen über 1000! Das System ist aber auch davon ab ja ganz anders.
Zuletzt geändert von Svea am 19. Mai 2005 16:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Naali » 19. Mai 2005 17:29

Die Prüfungen haben an sich ganz wenig mit Schule zu tun. Zum Beispiel prüft man bei sairaanhoitaja/AMK (Krankenschwester mit Bachelor/Fachhochschule) einfach die Eignung, Motivation und Begabung. Der schriftliche Teil besteht beispielsweise aus psychologischen Aufgaben und einem Test zu den Begabungen (Mathetest usw). Auch muß man einen Fragebogen zu verschiedenen Hobbies, Charakterzügen usw ausfüllen. Dann gibt es noch ein psychologisches Gespräch und eine Gruppendiskussion. Man sieht dann, wie der Bewerber sich in der Gruppe verhält. Zum Schluß gibt es noch ein Interview mit den Lehrern, vor allem Motivation zum Studium ist da gefragt.
Die Tests habe einfach den Sinn, dass die Schule sich ein Bild machen kann und man prüft eben auch die Fähigkeiten des Bewerbers. Man möchte einfach auch wissen, wer da auf die Schule kommt und die Leute kennenlernen.
Sie sind eigentlich nicht gedacht, Schulwissen zu prüfen oder quasi Abschlüsse nochmal zu machen.
Es wird natürlich (außer z.B. bei Studiengängen, die einen Beruf voraussetzen-> Aufbaustudium) berücksichtigt, dass die Bewerber frisch aus der Schule kommen und ein spezielles Wissen noch gar nicht haben können.
Zuletzt geändert von Naali am 19. Mai 2005 17:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Kathi » 19. Mai 2005 17:53

@Svea: Ich halte solche Prüfungen auf jeden Fall für sinnvoller, als ein Fach mit einem Numerus Clausus zu belegen. Viele Leute sind ja in der Schule z.B. in Mathe schlecht und haben dadurch ein schlechteres Abi. In ihrem Studium haben sie aber mit Mathe überhaupt nichts mehr zu tun (eine Freundin von mir studiert Medizin, sie sagt, sie haben gar kein Mathe). Wie Naali schon sagte, sollte so eine Prüfung natürlich relativ unspezifisch sein und keine zweite Abiturprüfung in dem betreffenden Fach darstellen. Die Leute haben ja ganz andere Vorkenntnisse, je nachdem, ob sie LK hatten, bei welchen Lehrer sie hatten usw. (z.B. haben wir in der Oberstufe kein Wahrscheinlichkeitsrechnen in Mathe gehabt, andere Leute mit denen ich studiere schon). Einfach mal testen, ob wirklich Interesse besteht und ob man bereit ist, sich dafür anzustrengen.
Wegen dem Vergleich Schule/Studium: Kann ja auch sein, dass sich Studiengänge unterscheiden. Wir haben hier viel mehr mit Analyse und Verständnis von biologischen Vorgängen zu tun, als ich es in der Schule hatte. Wenn ich mir jetzt nach vier Semestern meine Schulsachen anschaue, wundere ich mich oft, mit was für einfachen Erklärungen wir uns damals zufrieden gegeben haben.

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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Svea » 19. Mai 2005 22:53

Naali schrieb am 19.05.2005 17:29
Die Prüfungen haben an sich ganz wenig mit Schule zu tun. Zum Beispiel prüft man bei sairaanhoitaja/AMK (Krankenschwester mit Bachelor/Fachhochschule) einfach die Eignung, Motivation und Begabung. Der schriftliche Teil besteht beispielsweise aus psychologischen Aufgaben und einem Test zu den Begabungen (Mathetest usw). Auch muß man einen Fragebogen zu verschiedenen Hobbies, Charakterzügen usw ausfüllen. Dann gibt es noch ein psychologisches Gespräch und eine Gruppendiskussion. Man sieht dann, wie der Bewerber sich in der Gruppe verhält. Zum Schluß gibt es noch ein Interview mit den Lehrern, vor allem Motivation zum Studium ist da gefragt.
Die Tests habe einfach den Sinn, dass die Schule sich ein Bild machen kann und man prüft eben auch die Fähigkeiten des Bewerbers. Man möchte einfach auch wissen, wer da auf die Schule kommt und die Leute kennenlernen.
Sie sind eigentlich nicht gedacht, Schulwissen zu prüfen oder quasi Abschlüsse nochmal zu machen.
Es wird natürlich (außer z.B. bei Studiengängen, die einen Beruf voraussetzen-> Aufbaustudium) berücksichtigt, dass die Bewerber frisch aus der Schule kommen und ein spezielles Wissen noch gar nicht haben können.
Okay, das verstehe ich, wenn hauptsächlich allgemeine Begabungen, Interessen, Motivation etc. getestet werden. Halte ich dann auch für sinnvoll. Ich dachte, dass es eher ein Wissenstest ist, da ich irgendwo mal gelesen habe, die Tests seien so furchtbar schwer und schwieriger zu bestehen als das Abitur?! War wohl eine Fehlinformation, denn solche Wissestests hätte ich für ziemlich sinnlos gehalten.

@Kathi: Im Prinzip hast du zwar recht mit den einfachen Erklärungen etc., mit denen man sich in der Schule abgefunden hat, aber die "tiefsinnigen" Dinge werden bei meinen 3 Fächern eher mündlich in Übungen und Seminaren erarbeitet, wofür es dann aber keine Noten gibt. In der Klausur muss man hauptsächlich wahre Unmengen auswendig können, quasi in 90 Min. auf irgendwelche Fragen, die nicht miteinander im Zusammenhang stehen, antworten, während man in der Schule einen Text bekommen hatte und dann selbst eine strukturierte, logische Analyse dazu schreiben musste. Viel detaillierter (waren ja auch 5 Stunden statt 90 Min). Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich erst im Grundstudium bin und noch keine Hausarbeiten bisher schreiben musste.
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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Naali » 19. Mai 2005 22:59

Schwer und sind sie aber schon. Da hast du recht. Bei den Tests muß man sich ziemlich konzentrieren und es gibt ziemlich viele Fangfragen. Auch bekommt man soviele Aufgaben auf einmal, dass man sie unter der vorgegebenen Zeit gar nicht schaffen kann (man muß die ganze Zeit unter einem starken Zeitdruck arbeiten). Das verunsichert zusätzlich und auch der mörderische Zeitdruck lähmt die Konzentration. Ich habe eine Prüfung gemacht, die den ganzen Tag ging..ich war dannach so fix und alle, dass ich zu Hause gleich eingeschlafen bin :D
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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von Kathi » 19. Mai 2005 23:11

@Svea: Bei uns wird natürlich auch das meiste in den Vorlesungen und Übungen erarbeitet. Aber wenn man das Prinzip verstanden hat, muss man für die Klausuren nicht so viel lernen. Da wird natürlich auch viel an Fakten abverlangt, aber kleine "Denkaufgaben" sind auch öfter dabei. Ist auch wieder von Prof zu Prof unterschiedlich. In Ökologie haben wir letztens eine Klausur geschrieben, die mich doch sehr an meine Schulzeit erinnert hat (nach dem Motto: wieso macht das Tier jetzt das und das). Was ich allerdings noch nie erlebt habe, sind diese ellenlangen Klausuren, wie man sie im Abi hatte. Das längste war bei uns, glaube ich, mal dreieinhalb Stunden (mehrere Klausurteile), aber da gab's ne Pause dazwischen.

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Re: Studieren in Finnland?

Beitrag von dreggie » 25. Mai 2005 15:58

Ich hätte noch die frage, ob ihr vielleicht wisst, wo in finnland man linguistik oder genrell sprachen am besten studieren kann?

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