"au pair" auf Aland Inseln

Ein Inselgewirr wie aus Tausend und einer Nacht: Landfetzen, Wasserzungen, Bäume im Meer, rauhes Urgestein, Blau so weit das Auge reicht. Ein wunderbares Chaos aus Wasser und Land!

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Elektrohexe
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"au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Elektrohexe » 8. Feb 2009 20:57

Hallo, ich bin neu hier im Forum und eröffne gleich mal ein neues Thema.
Wenn ich mit der Schule fertig bin (in 1 1/2 Jahren) möchte ich gerne ein Jahr auf den Aland Inseln verbringen in dem ich ehrenamtlich in einer Kindertagestätte oder ähnliches mit Kindern arbeite und evtl. bei einer Familie wohne. Ich kenne mich leider nur aus das man das in Amerika machen kann und hätte gerne eine Info darüber wie das auf den Aland Inseln aussieht bzw. ob sowas dort überhaupt möglich ist. Möchte die Gegend unglaublich gerne kennenlernen und Connections knüpfen wenn ich mal ganz dort hingehen möchte.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen, danke im Vorraus!

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Klaus
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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Klaus » 14. Feb 2009 18:24

Hej,
eine tolle Idee, eine zeitlang als AuPair nach Åland zu gehen!!! Warum nicht auch mal was anderes probieren, was nicht jeder macht! :)
Ich habe auch schon 2 mal auf Åland gearbeitet und habe da auch einiges durch kennen gelernt - vor allem auch das gemütliche Inselleben der Einheimischen.
Ich weiß zwar jetzt aus dem Stand keine Kindereinrichtungen auf der Insel, aber melde dich mal bei Arbeta och bo på Åland (www.komhem.nu). Die können dir da sicherlich weiterhelfen. Evtl. bin ich ab dem Herbst auf Åland, dann könnte ich auch vor Ort mal schauen, was es für Möglichkeiten gibt.
Wenn ich dir noch irgendwie weiterhelfen kann, melde dich einfach! :)

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sunny1011
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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von sunny1011 » 14. Feb 2009 18:37

Klaus hat geschrieben:Evtl. bin ich ab dem Herbst auf Åland
Kommst Du denn auch mal nach Finnland? Und wie lange bleibst Du denn überhaupt? OT off
Bild
Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Klaus » 14. Feb 2009 19:43

sunny1011 hat geschrieben:
Klaus hat geschrieben:Evtl. bin ich ab dem Herbst auf Åland
Kommst Du denn auch mal nach Finnland? Und wie lange bleibst Du denn überhaupt? OT off
Finnland ist bisher nicht geplant. :mrgreen:
Wenn alles gut geht hoffe ich, dass ich dann mindestens ein, zwei Jahre auf Åland bleibe (dann komme ich auch mal wieder nach Finnland).

OT off

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Elektrohexe » 17. Feb 2009 20:30

danke für die nette antwort, aber ich war wohl so begeistert von den niedlichen inseln und der tatsache das ich am meer sein werde, das ich den haken vergessen hab....ich spreche kein stück schwedisch-.- ach mann....

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Klaus » 17. Feb 2009 21:21

:mrgreen:
Das lässt sich ändern ... einfach beim nächsten Schwedischkurs der VHS in deiner Nähe anmelden. Dann lässt sich dein Traum auf den über 26.000 Inseln und Felsen im Meer auch leben. :wink:
Schwedisch ist gar nicht so schwer, das ist dem (Platt)Deutschen (sehr) ähnlich.

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Elektrohexe » 18. Feb 2009 20:20

hoffentlich kostet das nicht zu viel....
schade das es nicht die sprache "skandinavisch" allgemein gibt, kann mich absolut nicht entscheiden wo ich genau hinmöchte, aland wär schön für den anfang, aber mich würden auch noch andere gebiete sehr reizen...muss das denn dort oben alles so WUNDERVOLL sein!? :P

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Klaus » 18. Feb 2009 20:55

In so einem Fall würde ich sagen, lerne Schwedisch. Schwedisch ist de facto die Hauptsprache der skandinavischen Sprachen. Mit Schwedisch kannst du dich nicht nur in Schweden und Åland verständigen, sondern auch fast problemlos in Norwegen, auf den Färöern und in Island, mit etwas Anstrengung von beiden Seiten auch in Dänemark. In Finnland ist Schwedisch Amtssprache neben Finnisch und jeder lernt sie in der Schule mindestens 3 Jahre, auch wenn viele Finnen (vor allem in den rein finnischsprachigen Gebieten) es entweder nicht zugeben oder nicht können wollen. :roll: In Grönland könnte es auch gebietsweise (vor allem außerhalb der Städte) etwas schwieriger werden, weil viele Grönländer nicht mal Dänisch gut beherrschen.

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Elektrohexe » 22. Feb 2009 12:51

hey, danke, das hat mir echt weitergeholfen!:-) ich dachte die sprechen überall nur streng ihre sprache und hab schon gedacht "man können die nicht skandinavisch generell sprechen damit ich mich nicht entscheiden muss", aber wenn das so ist, werd ich schwedisch lernen:-) danke!

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Svea » 22. Feb 2009 13:18

Die sprechen auch überall streng ihre Sprache :wink: . Aber in DK, N und S versteht man sich problemlos untereinander, zumindest wenn man sich anstrengt. Viele tun das aber heutzutage nicht mehr, sodass es durchaus üblich ist, dass Schweden und Dänen miteinander Englisch sprechen :roll: .

Dass man sich auf Island auf Schwedisch verständigen kann, stimmt allerdings nicht. Isländisch und Schwedisch sind (bis auf Satzfetzen und einzelne Worte) füreinander völlig unverständlich. Auch Dänisch, das man auf Island in der Schule lernen muss, wird nur von recht wenigen Isländern wirklich gut verstanden und gesprochen.

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von sunny1011 » 22. Feb 2009 17:18

Svea hat geschrieben:Viele tun das aber heutzutage nicht mehr, sodass es durchaus üblich ist, dass Schweden und Dänen miteinander Englisch sprechen :roll: .
Na ja, Finnen in Flieger (schwedische Kooperationsreise - TUI hat ja die Zentrale in Schweden) sprechen auch Englisch.
:mrgreen:
Bild
Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Svea » 22. Feb 2009 17:41

Da mag es aber zumindest teilweise daran gelegen haben, dass die Finnen nicht gut genug Schwedisch sprachen.

Aber im Falle DK-S ist es besonders lächerlich. Ich als Nichtskandinavierin hatte mit meinen Skandinavischkenntnissen in Kopenhagen keine Probleme, während mir jedoch der schnöselige Praktikant der schwedischen Botschaft weismachen wollte, dass es als Schwede unmöglich sei, Dänisch zu verstehen (der Gute kapierte nämlich nicht, dass ich auch Schwedisch spreche und wechselte ununterbrochen wieder ins Englische :lol: ). Er behauptete, Schweden verstünden überhaupt kein Dänisch und er selbst spreche selbst im Kaufhaus Englisch :mrgreen: :roll: . (als ich ihm widersprach, wurde er noch arroganter :twisted: ).
Dasselbe Phänomen wurde mir von Dänen bestätigt, die darüber klagten, dass die "arroganten Schweden" sich überhaupt keine Mühe machen würden, Dänisch zu verstehen.

Früher war es hingegen in Skandinavien ganz anders. Selbst am königlichen Theater in Kopenhagen herrschte ein bunter Sprachmix. Die Schauspieler aus den unterschiedlichen Ländern sprachen alle ihre eigene skandinavische Sprache und alle verstanden einander ohne Probleme. Das wäre prinzipiell heute auch noch möglich, aber man will sich ja "international" geben und bevorzugt deshalb immer mehr das Englische :P :roll: .

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von sunny1011 » 23. Feb 2009 10:37

Svea hat geschrieben:Da mag es aber zumindest teilweise daran gelegen haben, dass die Finnen nicht gut genug Schwedisch sprachen.
Stimmt. Und nicht wollten. Der Nacken wurde steif vom lauter Ducken, damit man nix von den Giftpfeilen abbekommt, die umherflogen. :D Für Aussenstehende allerdings recht unterhaltsam, wenn lange 17 Stunden Flug bevorstehen :twisted:

Schön, so ein Sprachmix.

Mit der Arroganz ist wohl etwa so wie z.B. in Holland mit Deutsch, oder? Klaus kann sicher mehr davon berichten, obwohl er mit einem guten Beispiel glänzt. In meiner Ecke war das eher unproblematisch in den slavischen Ländern. Dort gab es nicht allzu krasse Hassliebe, z.B. früher Tschechoslovakei, Yugoslavien. Es ist nicht offensichtlich, dass wir einander verstehen (weil sie noch weniger Vokale haben), aber zumindest geschriebenes geht.
Bild
Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Klaus » 24. Feb 2009 12:09

In Holland können die meist mehr oder weniger gut Deutsch (insbesondere in den Grenzgebieten und in den Touristengebieten) und meistens sprechen die Holländer auch sofort Deutsch, wenn Deutsche in den Laden kommen oder nach dem Weg fragen. Ansonsten bemüht man sich irgendwie auf Niederdeutsch zu verständigen, was zwischen Holländern und Plattdeutschen auch meistens klappt. Problematisch wird diese Art der Verständigung mit einem Hochdeutschen (Süddeutschen). Einen Unwillen, Deutsch zu sprechen, kann ich bei den Niederländern nicht erkennen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ob es nun auf Curaçao oder in den Niederlanden selbst war, oftmals - wenn wir uns auf Niederländisch unterhalten - kommen sie irgendwann mit ein paar Wörtern Deutsch rüber, auch wenn sie es nicht so gut können. Am schlechtesten sind die Deutschkenntnisse in den Niederlanden allgemein im Raum Amsterdam/Rotterdam (Noord-Holland und Zuid-Holland). Hier im Grenzgebiet zu den Niederlanden sind Niederländischkenntnisse bei den Deutschen auch nicht ungewöhnlich, in der Schule ist es hier übliches (freiwilliges) Unterrichtsfach. Von einem Sprachenkrieg kann hier zum Glück nicht die Rede sein, sondern vielmehr von einem freundschaftlichen miteinander in beiden Sprachen. Vieles ist hier im Westmünsterland (im touristischen und freizeitlichen Bereich) auch auf Niederländisch ausgeschildert, im benachbarten Achterhoek auch auf Deutsch. Letztlich liegt es immer auch an einem selbst, wie der Gegenüber sich (zur Fremdsprache) verhält.

Wegen Skandinavisch, ich finde man kann sehr wohl mit Schwedisch als Basis Dänisch verstehen, allerdings nicht ohne Probleme. Dazu gehört auf beiden Seiten etwas Mühe, der Däne muss langsam und deutlich sprechen, vielleicht mit der einen oder anderen Ausspracheregel weniger. Aber es klappt, und wenn man sich dran gewöhnt hat, auch mit weniger Problemen, als man sich aufgrund der dänischen Ausspracheregeln vielleicht denken könnte. Norwegisch klappt problemlos, färöisches Dänisch ebenfalls. Mit Isländern (die übrigens alle Dänisch in der Schule lernen), kann man sich auch recht gut verständigen, wenn sie Dänisch sprechen. So hatte ich mich mit einem Isländern auf den Färöern auf Skandinavisch unterhalten.

Wenn es wirklich so ist, dass die Verständigung auf Skandinavisch nicht mehr so praktiziert wird, fände ich es sehr Schade. Denn noch liegen die 3 Sprachen im Bereich des Verstehbaren (skandinavische Dialekte). Ich habe die Erfahrung bisher zwar nicht gemacht (weder in Dänemark noch auf den Färöern), aber Svea hat die Klagen der Dänen über die Schweden sicher nicht umsonst gehört. Es ist aber dennoch so, dass die Schweden die größten Schwierigkeiten haben, die Dänen zu verstehen. Norweger verstehen die anderen Sprachen einer Untersuchung zur Folge (welche genau, müsste ich in Beckum nachschauen) am Besten. Dabei können sie sich mit den Schweden einfacher verständigen als mit den Dänen, die Schweden und Dänen können auch nahezu problemlos dem Norwegischen folgen. Schwedisch und Dänisch hat sich allerdings mittlerweile soweit auseinander entwickelt, dass die Verständigung zwischen Dänen und Schweden teilweise recht Schwierig wird. Die Südschweden (insbesondere Skåne) können sich aufgrund des regionalen Dialektes noch mehr oder weniger leicht mit den Dänen verständigen, schwieriger wird es von Småland nordwärts. Je weiter nordwärts, desto schwieriger die Verständigung mit den Dänen. Am Beispiel von Dänisch, Norwegisch, Schwedisch kann man heute sehen, wie aus Dialekten langsam aber sicher selbstständige Sprachen werden können.

Ähnliches durfte ich in den letzten Tagen auch in Schwaben erleben, die ein ganz anderen Hochdeutsch sprechen als wir im Münsterland. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass im ehemaligen Plattdeutschen Sprachgebiet einige damals Plattdeutsche Ausdrücke ins damals neueingeführte Hochdeutsch der einfachkeitshalber übernommen wurden. Das führt heute bei den Süddeutschen (wo die hochdeutsche Sprache ihren Ursprung hat - Hochdeutschland) teils zum Schmunzeln (wo kommst du weg - richtiges Hochdeutsch: wo kommst du her) teils zu unverständlichkeiten (das mag ich - münsterländische Aussprache: das (dat) mach ich). :mrgreen:

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Re: "au pair" auf Aland Inseln

Beitrag von Saana » 24. Feb 2009 13:04

Klaus hat geschrieben:Vieles ist hier im Westmünsterland (im touristischen und freizeitlichen Bereich) auch auf Niederländisch ausgeschildert, im benachbarten Achterhoek auch auf Deutsch.
So kenne ich das auch aus Nord-Schleswig-Holstein. Hüben wie Drüben wird Dänisch bzw. Deutsch unterrichtet und die Beschilderung ist auch mehrsprachig.

Erstaunt hat mich in Oulu, das ja nur 1,5 Autostunden von der schwedischen Grenze (Haparanda/Tornio) entfernt ist, dass Schwedisch hier fast überhaupt nicht gesprochen wird. Obwohl alle Schwedisch lernen müssen ziehen die meisten Englisch vor. Lediglich im Sommer, wenn die norwegischen Touristen aus Kirkenes oder Tromsö an der billigen finnischen Ostseeriviera Urlaub machen hört man in der Stadt etwas mehr skandinavische Sprachen.

Interessant ist auch Meänkieli, ein finnischer Dialekt, der im Tornedalen gesprochen wird und sich wohl aus der isolierten Lage der finnischen Bevölkerung in Schweden entwickelt hat. Etliche schwedische Wörter wurden darin übernommen.
Klaus hat geschrieben:Wenn es wirklich so ist, dass die Verständigung auf Skandinavisch nicht mehr so praktiziert wird, fände ich es sehr Schade.
Ich finde es auch schade, aber es scheint tatsächlich einfacher zu sein, ins Englische zu wechseln, das mittlerweile jeder gut kann, als sich zu bemühen, die andere Sprache zu verstehen. Bei einem Kurs haben sich zwei dänische und isländische Studenten nur auf Englisch unterhalten, das hat mich schon sehr verwundert.
Klaus hat geschrieben:Norweger verstehen die anderen Sprachen einer Untersuchung zur Folge (welche genau, müsste ich in Beckum nachschauen) am Besten. Dabei können sie sich mit den Schweden einfacher verständigen als mit den Dänen, die Schweden und Dänen können auch nahezu problemlos dem Norwegischen folgen.
Ich könnte mir vorstellen, dass das auch mit der Geschichte zusammenhängt. Norwegen war sowohl ein Teil von Schweden als auch von Dänemark, das hat in der Sprache sicher auch seine Spuren hinterlassen. Nicht umsonst wurde Riksmål für zu Dänisch angesehen und Nynorsk als zweite offizielle Sprache (zum am weitesten verbreiteten Bokmål) etabliert. Soo gross ist der Unterschied zwischen Nynorsk und Bokmål nicht, aber für Schweden und Dänen sicher noch schwerer zu verstehen ist.

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