Finnisch - Aussprache

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Sapmi
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Finnisch - Aussprache

Beitrag von Sapmi » 9. Mär 2009 16:27

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Johnny Fox hat geschrieben:also mir haperts an der aussprache
kann die net ma jemand posten
ka als youtube oda mp3?
thx
Finnland-Elch hat geschrieben:das Einfache an der finnische Sprache ist, dass man sie spricht, wie man sie schreibt. Vielleicht ein kleiner
Unterschied zur deutschen Sprache.
Doppelbuchstaben werden im Finnisch auch hörbar doppelt gesprochen.
Ergo, die finnische Sprache ist leicht zu lesen
Um die finnische Sprache zu lernen, muss man sich schon auf den Hosenboden setzen.
sunny1011 hat geschrieben:
Finnland-Elch hat geschrieben:das Einfache an der finnische Sprache ist, dass man sie spricht, wie man sie schreibt. Vielleicht ein kleiner Unterschied zur deutschen Sprache.
Das kann ich nach jahrelangen widerlichen Phonetikvorlesungen (Theorie :roll: ) echt nimmer hören :wink: . Was ist "spricht wie man schreibt"? Was ist die absolute weltweite Definition was ein geschriebenes Zeichen (Buchstabe oder deren Kombi) als Laut bedeutet? Jede Nation hat es sich für sich ausgedacht. Es stimmt schon, dass es im Finnischen sehr "gerade aus" ist, aber es gibt sowas nicht, dass es allgemein gültig wäre. Ich bin mir sicher, dass ein Spanier c lispelt und da ist für ihn, dass er liest, was da geschrieben steht. :mrgreen:
Rokka hat geschrieben:Zunächst einmal würde ich die Behauptung aufstellen, dass für einen Deutschen eigentlich die wenigen finnischen Ausspracheregeln sehr einfach und nachvollziehbar sind.
Vom deutsche Standpunkt aus hat Finnland-Elch schon weitgehend Recht. Aber auch was Sunny sagt ist natürlich richtig, Z.B. ein Engländer oder Franzose würde der Meinung ganz sicher widersprechen, dass die Finnen so sprechen wie sie schreiben. Die Vokale und Konsonanten haben für sie einen ganz anderen Lautwert als für die Finnen oder uns Deutsche.
Aus deutscher Sicht (und so wie wir die einzelnen lateinischen Buchstaben aussprechen) kann man aber schon sagen, dass im Vergleich zum Finnischen keine andere europäische Sprache so exakt geschrieben wie ausgesprochen wird. Und im Gegensatz zu den romanischen Sprachen sprechen die Finnen eben die lateinischen Buchstaben in etwa so aus wie die alten Römer das getan haben.
Beim Finnischen kommt noch hinzu, dass wie schon Finnland-Elch sagt Doppelkonsonanten und Doppelvokale auch lang ausgesprochen werden und die einfachen ausnahmslos kurz, was ja im Deutschen nicht so der Fall ist. Und auch bei Diphtongen hört man deutlich die einzelnen Vokale (siehe z.B.eu und nicht oi wie im Deutschen). Auch die Betonung folgt einfachen ausnahmslosen Regeln.
Richtig ist auch, dass im Italienischen und besonders Spanischen die Aussprache auch als sehr nahe an der Schriftsprache gilt. Das Italienische hat übrigens die lange Aussprache der Doppelkonsanten mit dem Finnischen gemeinsam. Die Aussprache im Französischen ist auch sehr leicht zu erlernen, weil zwar nicht einzelne Buchstaben aber bestimmte Buchstabenkombinationen immer (auch ohne Ausnahme) gleich ausgesprochen werden (im deutschen ist das nicht so).
Aber trotz allem ist die finnische Sprache nicht leicht auszusprechen, jedenfalls für einen, der sie nicht oft gehört hat. Die Kombination von langen Vokalen und langen Konsonanten und dann noch richtige Betonung macht dem deutschen schon schwer zu schaffen. Auch die richtige Aussprache von Diphtongen ist (was ich eigentlich nicht verstehe) wohl schwierig. (man höre nur die Sportreporter wie sie Poutiainen oder Kiuru etc. aussprechen)
Linduli hat geschrieben:Ich muss euch allen da recht geben. Aus deutscher Sicht wirds ja doch zum größten Teil so gesprochen wie geschrieben (minimale Ausnahme z.B. die Aussprache von h + Konsonant). Andererseits ist für einen Deutschen die Ausspache trotzdem nicht einfach. Ich glaube fast, man wird nie richtig finnisch klingen. Und was sunny sangt, stimmt genauso.
Ich muss auch sagen, dass das Italienische dem Finnischen nicht nur bei den Längen ähnelt, sondern auch bei der Aussprache der einzelnen Vokale bei Diphtongen (z.B. nicht Euro, nicht "Oiro") und auch die etwas weichere Aussprache von den K, t und p. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich, wenn ich meine Aussprache selbst beurteilen sollte, sagen würde, dass sie zu italienisch klingt und nicht zu deutsch. Und leider mix ich, wenn ich etwas schnell mach und nicht aufpasse, auch immer mal gerne ein italienisches Wort dazwischen. Gerade ist bei mir "ma" statt "mutta" besonders hoch im Kurs.
sunny1011 hat geschrieben:Genau das wollte ich zum Ausdruck bringen, Rokka. Dazu noch super erklärt :) .

Finde auch die Aussprache einfach, weil ich zwischen Deutsch und Polnisch sitze und daraus viele Vorteile gegenüber deutsch-Deutschen habe (kann umdenken, dass ä ist ein tiefes a ist, das hinten im Rachen entsteht und nicht ein "eh", also nicht Nekele, sondern Näkkälä, kann das r sowat von rrrrollen, und ein h bleibt bei mir wirklich ein gehauchten h, z. B. es ist keine Leena Lechtolainen, sondern wirklich Lehtolainen). Dazu kommt noch den Finnen die (schnuckligen) Verwechslungen b auf p und c auf g nachzuahmen, weil sie in den finn. Alphabet eigentlich nicht dazu gehören. :mrgreen:

Trotzdem werde ich nicht Finnisch klingen, aber das bringt mich nicht um (ich klinge noch nicht mal Deutsch, und Polnisch erst recht nicht :D ). So wirklich akzentfrei können fast nur Kinder lernen. Dennoch hat mich mal eine Französin für echte Finnin gehalten, weil die Wortchwall, die rüberkam, recht gross war :lol:
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