Fokus auf Finnland beim Nordischen Klang 2009

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Nordischer Klang 09
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Fokus auf Finnland beim Nordischen Klang 2009

Beitrag von Nordischer Klang 09 » 7. Mär 2009 17:53

Fokus auf Finnland beim Nordischen Klang 2009

Gleich acht Veranstaltungen mit finnischer Kultur kann man vom 2. bis 9. Mai beim Kulturfestival „Nordischer Klang“ erleben. Das in Mecklenburg-Vorpommern gelegene Städtchen Greifswald bietet in einer Reihe von Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, Film- und Theatervorführungen einen facettenreichen Einblick in die Kultur Nordeuropas. Greifswald liegt direkt am Ostsee-Strand und befindet sich mitten in der beliebten Urlaubsregion zwischen Rügen und Usedom.
Bereits zum 18. Mal findet hier der „Nordische Klang“ statt, das wohl größte alljährliche Festival für nordeuropäische Kultur außerhalb der nordischen Länder. Finnland wird in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit zuteil, denn der finnische Außenminister Alexander Stubb hat seine Schirmherrenschaft zugesagt.

Den größten Beitrag zum „Nordischen Klang“ bietet das Theater Vorpommern mit der von Matthias Husmann komponierten Oper „Zugvögel“ (3.5.). Die Oper ist eine Hommage an den Komponisten Jean Sibelius. Seit den 20er Jahren wartete die Welt vergeblich auf seine 8. Sinfonie. In seinen letzten dreißig Lebensjahren scheiterte Sibelius jedoch am Komponieren dieser Sinfonie und verbrannte die einzigen Entwürfe. Husmann schildert das tragische Lebensende des Finnen im Kontext von Faschismus, Weltkrieg und Holocaust.

Das Arctia Piano Trio (7.5.) gilt jetzt schon als eines der renommiertesten Klaviertrios in Nordeuropa. Das norwegisch-finnische Trio wurde 2006 gegründet und wird in Greifswald Werke von Edvard Grieg, Einar Englund und Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen 200jähriges Jubiläum man in diesem Jahr feiert, spielen.

Tuomo Eerikäinen, Tommi Hyytinen, Jukka Harju und Tero Toivonen sind die Ensemblemitglieder von „The Golden Horns“ (2.5.). Das Waldhornquartett, das schon seit elf Jahren besteht, bringt virtuose Bläsermusik aus dem klassischen Bereich über Popularmusikbearbeitungen bis hin zum Folk.

Nathalie Ball, ehemalige Studentin aus Greifswald, ist vor allem durch ihre Olympia-Erfolge bekannt. Neben dem Schwimmsport ist sie aber auch eine begeisterte Sängerin. Nun kehrt die Sopranistin vom Musikstudium in Lahti nach Greifswald zurück und singt begleitet von der finnischen Pianistin Anna-Maija Virtanen Perlen der finnischen Liedklassik (9.5.).

Ganz anders klingt der „Nordische Klang“, wenn die bekannte Jazz-Sängerin Johanna Iivanainen (9.5.) auftritt. Ihr Gesangsstil voller Herzlichkeit und Wärme zeichnet sich vor allem durch die Mischung aus Jazz und Pop aus. Gemeinsam mit der Gruppe von Saxophonlegende Eero Koivistoinen präsentiert sie verjazzte finnische Populärmusik. Da wird auch der Tango nicht fehlen.

Und selbstverständlich wird auch der finnische Metal beim Nordischen Klang vertreten sein. Domination Black (6.5.) hat schon mit dem Sänger der bekannten Metalband Lordi gespielt. Sie kommen aus Greifswalds Partnerstadt Kotka und wollen das Publikum mit ihrer Horror Metal Show das Gruseln lehren.

Neben den musikalischen Beiträgen gibt es auch eine finnische Fotoausstellung: Das vielschichtige Thema Immigration ist in den letzten Jahren in Finnland häufig diskutiert worden. In der Fotoreihe „Heimatorte – Immigranten in Österbottnien“ (3.5.) möchte Nina Dannert die Perspektive aus einem individualisierten Blick aufgreifen. Für sie steht der Mensch und nicht sein ökonomischer Nutzen für die Gesellschaft im Vordergrund.
Zur Eröffnung ihrer Ausstellung wird Marko Aho, der Leiter des Volksmusik-Instituts in Kaustinen, finnische Folklore auf dem traditionellen Instrument Kantele spielen.

Außerdem lädt der Lehrstuhl für Nordische Geschichte an der Universität Greifswald zu einem Vortrag über das Jahr 1809 in der Geschichte Finnlands ein. Darüberhinaus werden wie immer auch Schweden, Norwegen, Dänemark (inkl. der Färöer) und Island ausgiebig vertreten sein. Das abwechslungsreiche Programm und die günstigen Eintrittspreise laden jedermann ein, Kultur aus Nordeuropa live kennen und schätzen zu lernen.

Genaueres zum Programm und den Künstlern gibt es ab April im Programmheft und unter http://www.nordischerklang.de zu sehen!



Wiebke Lyons



Festivalbüro des Nordischen Klangs
Hans-Fallada-Str. 20
17489 Greifswald
Tel.: 03834-86 36 13
Fax 03834-86 36 06
nokl@uni-greifswald.de
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