Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

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Omega
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#46 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Omega »

Das mit der Wahl eines anderen "Volksvertreters" ist einfach gasagt. Erfüllt werden Deine Anliegen dadurch auch nicht. Die Versprechen sind bloß alles reine Seifenblasen und Utopie!
Nichts anderes. So sieht die Realität aus.


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Risto
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#47 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Risto »



Das mit der Wahl eines anderen "Volksvertreters" ist einfach gasagt. Erfüllt werden Deine Anliegen dadurch auch nicht. Die Versprechen sind bloß alles reine Seifenblasen und Utopie!
Nichts anderes. So sieht die Realität aus.


Omega



Vielleicht solltest du in der nächsten Reichstagswahl selber mal kandidieren?

Was Seifenblasen und Utopie betrifft, stimme ich dir zu, wenn es sich um z.B. finnische Sozialdemokraten und vor allem Tarja Halonen handelt - sie reden dauernd von einem nordischen Wohlfartsstaat und allerleien sozialen Rechte, auf denen Jedermann Ansprüche machen dürfen sollte und propagieren so, als ob Geld auf Bäume wachsen würde und ignorieren somit der am härtesten arbeitende Mittelstand, der das alles durch Steuernbezahlen finanziert.

Es gibt aber auch seriöse Politiker!
Zuletzt geändert von Risto am 1. Mai 2006 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Omega
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#48 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Omega »

Lass mal stecken! :D Dafür bin ich zu gut. ;)


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sunny1011
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#49 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von sunny1011 »

Jo, wir sprechen wir von Ablehnung der EU in Finnland und irgendwelche betrunkene Deppen fackeln fast die Makasiini in Helsinki ab, als ein Zeichen GEGEN die Globalisierung. Aber klar doch :rolleyes: Nüchtern kann man ja schlecht demonstrierern... Argh!
Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)
ulli
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#50 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von ulli »

Risto schrieb am 28.04.2006 10:35
eine öffentliche Amtssprache, die möglichst viele EU-Mitbürger bereits beherrschen würden und die als Sprache auch für nicht-Sprechler möglichst schnell und problemlos zu lernen wäre, könnte gut die einzige öffentliche Amts- und Arbeitssprache der Union sein. Jene Sprache wäre natürlich Englisch.
Das funktioniert nur dann, wenn keine Muttersprachler dabei sind. Da aber Großbritannien und Irland EU-Mitglieder sind, scheidet englisch aus.

Warum? Nun, mir wurde 'mal erzählt, dass in den Anfangsjahren der EU die bundesdeutschen Diplomaten bei Verhandlungen gern auf Dolmetscher verzichteten, weil sie ja französisch konnten, mit der Folge, dass sie oft für die Bundesrepublik ungünstige Ergebnisse erzielten, denn sie begriffen die Nuancen der von ihnen abgeschlossenen Vereinbarungen nicht (was müssen die französischen, belgischen und luxemburgischen Diplomaten gelacht haben).
Kein Wunder, unsere Leute hatten die Sprache ja nicht wie ein Muttersprachler gelernt.

Dann bleibt nur Esperanto ;) .
Wer weiß, wie Gesetze und Würste zu Stande kommen, kann nachts nicht mehr ruhig schlafen. (Otto von Bismarck)
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#51 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Risto »

Ulli schrieb: Dann bleibt nur Esperanto .


Gute Pointe. Esperanto wäre eigentlich optimal. Der Unterschied zwischen Französisch und Englisch ist zwar, dass Französisch als eine der schwierigsten und Englisch als eine der leichtesten Sprachen der Welt gelten, aber im Grunde stimme ich dir zu - Muttersprachler könnten für uns nicht-Muttersprachler gefährlich werden! :)
Zuletzt geändert von Risto am 20. Mai 2006 00:50, insgesamt 1-mal geändert.
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#52 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Sapmi »

Risto schrieb am 20.05.2006 00:46
dass Französisch als eine der schwierigsten ... Sprachen der Welt
Wer sagt denn sowas? Mag sein, dass es schwieriger als Englisch ist (wobei Englisch vom Vokabular her auch nicht zu unterschätzen ist). Aber zu den schwierigsten Sprachen der Welt? Kann ich mir nicht vorstellen. Dazu gehört meines Wissens eher Finnisch, also sowas in dem Kaliber. :D
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sunny1011
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#53 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von sunny1011 »

Risto schrieb am 20.05.2006 01:46
Der Unterschied zwischen Französisch und Englisch ist zwar, dass Französisch als eine der schwierigsten und Englisch als eine der leichtesten Sprachen der Welt gelten, aber im Grunde stimme ich dir zu - Muttersprachler könnten für uns nicht-Muttersprachler gefährlich werden! :)
Alles ist relativ. Für mich ist Französisch total unerforscht und so soll es auch bleiben. Aber für einen Nicht-sprachler (in der beruflichen Hinsicht) und Muttersprachler einer romanischen Sprache mag wohl sein, dass Französisch doch einfacher ist als Englisch. Ich bin überzeugt, dass es dabei bleibt, dass alle drei Sprachen weiterhin dominierend bleiben und es ist gut so. Mitunter gefährdet solche Entscheidung die Job der -zig Übersetzer im EU-Parlament. Qualitativ wäre die Kommunikation nicht besser, wenn alles in einer Sprache ablaufen sollte (wie die schon erwähnten Probleme nicht-Muttersprachler vs. Muttersprachler).

Das Finnland gerade auf die Deutsche Sprache abzielt hat für mich einen bitteren Nachgeschmack. :rolleyes:
Zuletzt geändert von sunny1011 am 20. Mai 2006 08:54, insgesamt 1-mal geändert.
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#54 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Risto »

Sunny, du hast recht. Sprachen in verschiedene Schwierigkeitsstufen einzuordnen macht man oft aus einem subjektiven Gesichtspunkt. Die von Sapmi erwähnte Schwierigkeit der finnischen Sprache gilt ja nicht für Esten, von denen viele fast authentisches Finnisch nur durch (illegales) Ferngucken während der sowjetischen Besatzung lernten.

Dass ich Englisch für eine der leichtesten Sprachen der Welt behauptet habe liegt daran, dass die englische Grammatik für nicht-Muttersprachler leichter ist als in vielen anderen Sprachen, da es keine deutsche "der", "die" oder "das", französische "le" oder "la", spanische "el" oder "la", italienische "il" oder "la", schwedische "en" oder "ett" u.s.w., sondern einfach nur "the", gibt. Die statistisch gesehen meisten Sprachfehler, die z.B. finnischsprachige Finnen auf Schwedisch machen, liegen daran, dass sie nicht die Artikeln für jedes Wort spontan kennen, und anschliessend werden die kompletten Sätze falsch und unauthentisch.

Dass ich Französisch für eine der schwierigsten Sprachen der Welt behauptet habe, gründe ich daran, dass es - trotz sehr intensiver Mutterspracheunterricht in der Schule - jene europäische Sprache ist, deren Muttersprachler es selber am schlimmsten schreiben. Es wird ja in Frankreich jedes Jahr einen Rechtsschreibungswettkampf veranstaltet, an dem jedes Jahr die hervorragendsten Professoren der französischen Sprache teilnehmen. Angeblich gelingt es fast keiner von denen, alle Aufgaben komplett fehlerfrei zu lösen. Wenn eine Sprache so schwierig für die Muttersprachler selbst ist, kann man sich fragen, wie wahrscheinlich es wäre, jene Sprache als nicht-Muttersprachler perfekt zu lernen.

Allerdings hätte ich nicht von leichtesten beziehungsweise schwierigsten Sprachen der Welt, sondern von denen, die ich persönlich kenne, reden sollen. Ausserdem sind die Begriffen "leichtesten" und "schwierigsten" eine Frage der Definition. Wenn man alle Sprachen der Welt in zwei Kategorien einteilen würde, kann ich mich weder vorstellen, dass Englisch in die schwierigere noch dass Französisch in die leichtere eingeordnet werden könnte. Aus einer objektiven Gesichtspunkt gesehen, natürlich.
Zuletzt geändert von Risto am 20. Mai 2006 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
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#55 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Svea »

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum immer allgemein angenommen wird, Französisch sei schwieriger als andere Sprachen... ?( .
Wenn man in Deutschland einen Rechtschreibwettkampf veranstalten würde, würden auch viele Deutsche Fehler machen. Ich bin mir in einigen Dingen auch nicht so sicher...
Französisch ist eine romanische Sprache wie jede andere. Besonders, wenn man vorher Latein und Englisch hatte, kann man die Hälfte der Vokabeln ableiten. Alles halb so wild!
Für Ausländer ist die französische Grammatik bestimmt nicht schwieriger als die deutsche.

Aber zurück zum Thema: Ich bin auch dafür, dass Deutsch, Englisch und Französisch in der EU dominierend sind/bleiben.
Zuletzt geändert von Svea am 20. Mai 2006 16:33, insgesamt 1-mal geändert.
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#56 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Risto »

Svea, für mich war Französisch wegen Rechtsschreibung und Aussprache deutlich schwieriger als z.B. Latein und Spanisch, die ich auch drei Jahre in der Schule lernte. Spontan habe ich auch Russisch, Estnisch, Ungarisch und Isländisch gelernt, aber keine von diesen Sprachen könnte ich in Bezug auf die Schwierigkeitsstufe mit Französisch vergleichen. Dass auch Deutsch grammatikalisch gesehen eine schwierige Sprache ist, bestreite ich nicht. Dafür ist z.B. Spanisch ein Kinderspiel.

Als Beispiel der unfassbaren Grammatik und Logik der Franzosen und ihrer Sprache könnte die Nummer "99" angeführt werden, die auf Französisch "quatre-vingt-dix-neuf" heisst.

quatre = 4

vingt = 20

dix-neuf = 19

-->

4 x 20 + 19 = 99


Logisch, nicht wahr? ;) Und dann wird es noch behauptet, dass es kompliziert sei, neunundneunzig anstatt neunzigneun zu sagen... ?(
Zuletzt geändert von Risto am 20. Mai 2006 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
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#57 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Svea »

Okay, es wird hier langsam Offtopic, aber trotzdem muss ich mal mein Erstaunen kundtun: Du sprichst wirklich 10 Sprachen 80 80 80 ?! Fließend?

Ich fand Französisch wesentlich leichter als Latein in der Schule und hatte auch wesentlich bessere Noten in Französisch. Die Aussprache fand' ich nie schwer und über "quatre-vingt-dix-neuf" denkt man doch irgendwann gar nicht mehr nach...
Das trockene Latein mit seiner langweiligen Aussprache und komplizierten Grammatik hat mich jedoch nie begeistert :rolleyes: . Naja, so unterschiedliche Erfahrungen macht eben jeder ;) .
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#58 Re: Finnland eröffnet europäischen "Sprachenkrieg"

Beitrag von Risto »

Svea, je ne parle pas beaucoup français, parce que je ne l'ai pas étudié et comme langue c'est aussi très difficile. En plus, je n'aime pas la langue francaise. L'allemand est meilleur!

Aber du hast recht, es wird Offtopic, und dies ist ein Finnland-Forum, kein Französisch-Forum. ;)
Zuletzt geändert von Risto am 21. Mai 2006 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
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